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Studiengruppe tauscht Fachwissen aus

Studiengruppe

Auf dem Platz sind sie zwar Gegner, doch als Teil der Studiengruppe der UEFA tauschen die europäischen Nationalverbände ihr Know-how und wertvolles Fußball-Fachwissen untereinander regelmäßig aus.

Das Seminar in Finnland war ein voller Erfolg
Das Seminar in Finnland war ein voller Erfolg ©FA of Finland/Jussi Es

Auf dem Platz sind sie zwar Gegner, doch als Teil der Studiengruppe der UEFA tauschen die europäischen Nationalverbände ihr Know-how und wertvolles Fußball-Fachwissen untereinander aus.

Know-how und Expertisen
Die Studiengruppe ist eine Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini. Ziel ist es, einen größeren Austausch von technischem Know-how und von Expertisen zu ermöglichen. Zudem sollen damit die paneuropäischen Standards - zum Beispiel durch den Besuch von Spezialisten einzelner Verbände - angehoben werden. Durch solche Besuche, die auch durch die UEFA finanziert werden, könnte das technische Wissen in Verbänden und Klubs entscheidend verbessert werden.

Vier Jahre
Die Studiengruppe der UEFA, in der alle 53 UEFA-Mitgliedsverbände vertreten sind, läuft über vier Jahre. Insgesamt sind für diese Saison 149 mögliche Seminare geplant. Wenn möglich, sollte jede Reise von anderen Funktionären bestritten werden und einen anderen Studien-Schwerpunkt haben.

Zum Wohle des Fußballs
Per Ravn Omdal, der Vorsitzende der Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung, sowie Mitglieder dieser Kommission haben die Fortschritte dieses Projekts seit seiner Einführung genau überwacht. Sie sind stolz darauf, dass sich die europäischen Verbände entschlossen haben, zum Wohle des Fußballs in Europa zusammenzuarbeiten.

"Wundervolle Möglichkeit"
"Das ist eine wundervolle Möglichkeit - die Verbände haben den Sinn der Studiengruppe erkannt. Sie merken, dass sie etwas von den anderen Verbänden lernen können, denn in Europa ist jeder in irgendeinem Bereich besonders gut", sagte Omdal. "Dieses Programm hat so viele positive Elemente. Im europäischen Fußball arbeiten eine Menge intelligente und erfahrene Leute - von Andorra bis England."

Gastgeber Finnland
Bei den Seminaren in letzter Zeit ging es vor allem um Trainerausbildung sowie Jugend-, Frauen- und Breitenfußball. Bei einer Veranstaltung in Finnland waren Delegationen aus Island, Nordirland und der Tschechischen Republik anwesend, sie sprachen über den Austausch von Know-how in den Bereichen Frauen- und Mädchenfußball. Jarmo Matikainen, der technische Direktor des finnischen Fußballverbands, referierte über die Organisation des Frauen- und Mädchenfußballs in Finnland, außerdem besuchten die Teilnehmer ein Spiel der weiblichen U16-Auswahlteams zwischen Finnland und Wales im Eerikkilä Sports Insititute.

Frauen-Projekte
Schulsport und Vereinsfußball bei Frauen standen ebenfalls auf der Agenda, Frauen-Erstligist FC Honka Espoo hielt einen Vortrag über die Zukunftsaussichten in den nächsten beiden Jahren. Im Dezember wird eine finnische Delegation in die Niederlande reisen, um die Organisation des dortigen Frauen- und Mädchenfußballs kennen zu lernen und um zu erfahren, wie das Netzwerk des Verbands funktioniert.