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Cornu lobt Schiedsrichter-Experiment

Schiedsrichterwesen

UEFA-Schiedsrichter-Chef Yvan Cornu hat sich positiv über das vor kurzem gestartete Experiment mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten in der Qualifikation zur UEFA-U19-Europameisterschaft geäußert.

F.Y.R. Macedonia in der U19-Qualifikation gegen Österreich
F.Y.R. Macedonia in der U19-Qualifikation gegen Österreich ©Igor Panevski

UEFA-Schiedsrichterchef Yvan Cornu hat sich positiv über das vor kurzem gestartete Experiment mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten in der Qualifikation zur UEFA-U19-Europameisterschaft geäußert.

"Nur Vorteile"
Zusätzlich zum Schiedsrichter und den beiden Assistenten an der Seitenlinie wurden zwei weitere Assistenten getestet, die hinter den Torlinien eingesetzt wurden. Sie sollten das Geschehen im Strafraum verfolgen, um Fouls oder Fehlverhalten zu ahnden. Der Test wurde durchgeführt in den Partien der Qualifikationsgruppe 5 in Slowenien sowie in den Spielen der Gruppe 1, die seit Montag in Ungarn laufen. Obwohl Cornu betont, dass sich der Test noch in der Anfangsphase befindet, glaubt er, dass der erste Eindruck durchaus positiv ist: "Es ist ein wenig früh, um eine endgültige Stellungnahme abzugeben, aber das erste Fazit nach acht Spielen ist durchweg positiv. Die Schiedsrichter haben uns erzählt - sie sind wichtig, denn sie stehen auf dem Platz -, dass sie bislang nur Vorteile gesehen haben."

"Bessere Kontrolle"
"Zunächst einmal gibt es eine bessere Kontrolle des Strafraums, vor allem bei schnellen Kontern gibt es für den Schiedsrichter eine zusätzliche Kontrolle. Außerdem gibt es weniger Meinungsverschiedenheiten mit den Spielern", fügte Cornu hinzu. "Der zusätzliche Assistent hat eine beruhigenden und vorbeugenden Einfluss und beeinflusst die Aufsicht der Partie zu keiner Zeit. Ganz im Gegenteil, es wird nur besser. Bislang haben wir noch keinen negativen Aspekt, der Komplikationen oder Probleme hätte erzeugen können, erkennen können."

"Beste Lösung"
Cornu hob außerdem hervor, dass das Experiment immer noch in den Kinderschuhen steckt: "Wir befinden uns immer noch in der Testphase. Es gibt noch Unterschiede, wie die einzelnen zusätzlichen Assistenten ihren Aufgabenbereich interpretieren. Wir haben zwei Schiedsrichter-Teams hier in Ungarn und wir streben nach der besten Lösung. Beide Teams haben vor dem Start ähnliche Instruktionen erhalten, aber während den Spielen haben wir festgestellt, dass sich einige der Assistenten mehr zum Spielfeld hinbewegt haben, während andere hinter der Torlinie geblieben sind. Grundsätzlich soll der zusätzliche Assistent den Strafraum im Blick haben. Wir werden die Tests fortsetzen und alle möglichen Varianten überprüfen. Bislang gibt es noch keine festgesetzten Regeln, wir sind immer noch in der Experimentierphase."