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UEFA fördert Erfahrungsaustausch

Studiengruppe

Die UEFA hat rechtzeitig vor dem Beginn der jetzt laufenden Saison ein neues und innovatives Projekt in ihrem technischen Bereich gestartet - die UEFA-Studiengruppe. Dieses Modell hat einen größeren Austausch zum Ziel.

Die Verbesserung der Entwicklung des Jugend-Fußballs ist ein Hauptziel der UEFA
Die Verbesserung der Entwicklung des Jugend-Fußballs ist ein Hauptziel der UEFA ©Per-Åge Eriksen

Die UEFA hat rechtzeitig vor dem Beginn der jetzt laufenden Saison ein neues und innovatives Projekt in ihrem technischen Bereich gestartet - die UEFA-Studiengruppe.

Initiative des Präsidenten
Dieses Modell, eine Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini, hat zum Ziel, einen größeren Austausch von technischem Know-how und von Expertisen zu ermöglichen. Zudem sollen damit die pan-europäischen Standards - zum Beispiel durch den Besuch von Spezialisten einzelner Verbände - angehoben werden. Durch solche Besuche, die auch durch die UEFA finanziert werden, könnte das technische Wissen in Verbänden und Klubs entscheidend verbessert werden.

Vier Jahre
Die UEFA-Studiengruppe, in der alle 53 UEFA-Mitgliedsverbände vertreten sind, läuft bis Juni 2012 und fördert bis dahin die gegenseitigen Besuche von Verbänden, um so Erfahrungen auszutauschen hinsichtlich der Trainerausbildung, des Jugend- und Frauen-Fußballs sowie im Basisfußball. Im August war Österreich in Linz Gastgeber des ersten Treffens dieser Studiengruppe, Mitte September folgte Dänemark.

Prinzipien
Die Prinzipien der Studiengruppe sind folgende: eine Studiengruppe besteht maximal aus elf und mindestens aus fünf Mitgliedern, darunter - falls erforderlich - auch ein Übersetzer. Jeder Besuch dauert vier Tage, darunter auch An- und Abreise. Die Inhalte des Aufenthalts müssen mit den von der UEFA entworfenen Richtlinien übereinstimmen. Teil des Besuchs sollten ein Briefing, die Reise und Beobachtung von fußballerischen Aktivitäten, Diskussionen (Frage- und Antwortstunden), der Entwurf eines Log-Buches und künftiger Projekte sein. Nach dem Abschluss des Besuchs muss die Studiengruppe nach Hause zurückkehren, um dort die neu gewonnenen Informationen an möglichst viele Kollegen weiterzureichen.

Allgemeine Verantwortung
Die UEFA subventioniert Übernachtung, Reise, Verpflegung und Transport für eine bestimmte Anzahl von Personen über die Dauer von vier Tagen. Die UEFA-Kommission für Entwicklung und Technische Unterstützung ist für den Ablauf des Projekts verantwortlich. Die UEFA agiert als Koordinator zwischen den Gastgebern und den Besuchs-Delegationen, organisiert die zum Erfolg des Besuchs notwendigen Materialien und stellt jedem Mitwirkenden eine Teilnehmerbescheinigung, ein Kurs-Programm und - falls nötig - weitere UEFA-Quellen.

157 Gelegenheiten
Die Kommission für Entwicklung und Technische Unterstützung überwacht, in Kooperation mit der UEFA-Verwaltung, den Ablauf der UEFA-Studiengruppen. Die Qualität der Aktivitäten dieser Gruppen wird von Mitgliedern der Kommission bewertet, auch die Berichte sowohl der Gastgeber, als auch der Gäste der Besuche fließen in die Bewertung ein. Prinzipiell kann jeder Verband drei Studienbesuche pro Jahr empfangen, jeder Besuch kann aus maximal drei Verbänden gleichzeitig bestehen. Insgesamt sind für diese Saison somit 157 Seminare möglich. Wenn möglich, sollte jeder Besuch mit verschiedenen Funktionären durchgeführt werden und verschiedene Studien-Ziele haben.

Koordination
Die UEFA wird die UEFA-Studiengruppen jeder Saison durch einen Rundbrief an die einzelnen Verbände bekannt geben. Die nationalen Verbände können dann ihre Reisewünsche über ein Online-Registrierungs-System an die UEFA übermitteln. Der europäische Fußball-Dachverband wird dann mit den Gastgebern die Organisation der Reise übernehmen. Gastgeber sollten vor allem Verbände sein, die sich im Laufe der letzten Jahre in den Bereichen der Trainerausbildung sowie im Jugend- und Frauen-Fußball besonders hervorgetan haben, damit die Besucher auch wirklich von der geleisteten Arbeit profitieren können.

"Wundervolle Dinge"
"Wundervolle Dinge werden in ganz Europa geleistet", schwärmte der Vorsitzende der Kommission für Entwicklung und Technische Unterstützung, Per Ravn Omdal, der das Schema in den letzten Monaten unermüdlich bei allen großen Treffen der Fußballfamilie vorgestellt hat. "Wir wollen mit der Studiengruppe Erfahrungen austauschen, damit alle von der guten Arbeit einzelner Verbände profitieren können. Wenn das Konzept der Jugend-Trainer-Ausbildung in einem Land sehr gut ist, warum sollten andere Verbände davon nicht profitieren? Wir sind wie eine große Familie, die alles miteinander teilt."