Bewegender Abschied für Rui Costa
Dienstag, 13. Mai 2008
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Der portugiesische Superstar Rui Costa von SL Benfica hat mit einem 3:0gegen Vitória FC einen emotionalen Abschied von seiner aktiven Karriere gefeiert.
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"Es ist vorbei"
"Es ist vorbei", sagte Rui Costa nach der Partie. "Obwohl ich traurig über meinen Rücktritt bin, mischt sich doch Freude darunter, dass es so zu Ende gegangen ist. Danke an alle." Rui Costa, der als Kapitän auflaufen durfte, überreichte das Trikot mit der Nummer 10, das er in dieser Partie getragen hatte, seinem Vater: "Das war sehr emotional. Diese Menschen haben mir alles gegeben. Ich habe immer versucht, etwas zurückzugeben und das werde ich auch weiterhin tun."
Lautstarker Abschied
50.000 Zuschauer feierten den 36-Jährigen in seiner letzten Partie lautstark. Dies begann bereits, als er zum Aufwärmen auf dem Platz kam und hörte erst auf, als er kurz vor Ende der Partie ausgewechselt wurde. Und auch bei einer kurzen Abschiedszeremonie, an der Verantwortliche des Vereins und der Stadt teilnahmen, gab es lautstarken Jubel.
Leider ohne Tor
Benfica hatte vor dieser Partie noch eine kleine Chance, auf einem UEFA-Champions-League-Platz zu landen, aber die anderen Vereine spielten nicht mit, so dass die Fans einzig und allein vom Wunsch beseelt waren, Rui Costa möge zum Abschied doch noch ein Tor gelingen. Aber es sollte nicht sein, so musste der 94-fache Nationalspieler, der zudem das Trikot des ACF Fiorentina und des AC Milan getragen hatte, ohne ein derartiges Erfolgserlebnis vom Platz, was der Begeisterung der Zuschauer aber keinen Abbruch tat.
Erfolgreiche Karriere
Sven-Göran Eriksson setzte Rui Costa 1991 erstmals bei Benfica ein, wo er Meister und Pokalsieger wurde, ehe er drei Jahre später zur Fiorentina wechselte. Von Florenz aus, dort wurde er "Il Maestro" genannt, zog es ihn 2001 nach Mailand. Dort holte er einmal die Meisterschaft, gewann dreimal den italienischen Pokal und 2003/04 gelang der Triumph in der UEFA Champions League. 2006 kehrte er zu Benfica zurück. Zum Abschluss sagte er: "Ich danke allen, die mir geholfen haben, dass ich es soweit geschafft habe - diesen Fans, diesem Stadion, Benfica und allen Sportlern, denen ich in meiner Karriere begegnet bin."