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Erfahrungsaustausch in Lissabon

Trainerausbilder

Herausragendes Ereignis des zweiten Tages des 17. UEFA-Kurses für Trainerausbilder in Cascais bei Lissabon war ein Forum über Trainerausbildung.

Erfahrungsaustausch in Lissabon
Erfahrungsaustausch in Lissabon ©UEFA.com

Herausragendes Ereignis des zweiten Tages des 17. UEFA-Kurses für Trainerausbilder in Cascais bei Lissabon war ein Forum über Trainerausbildung.

Eingehende Diskussionen
Mit dem Schweden Lars Lagerbäck und Portugals Luiz Felipe Scolari warfen zwei Nationaltrainer einen Blick voraus auf die UEFA EURO 2008™, auch Packie Bonner, der Technische Direktor des irischen Verbandes sowie der Direktor für Fußballentwicklung des englischen Verbandes, Sir Trevor Brooking, standen für eine eingehende Diskussion zu Themen der Trainerausbildung und des Trainerberufs zur Verfügung.

Trainer im Fokus
Unter den behandelten Themen fanden sich die Entwicklung der Trainerausbildung in den letzten 20 Jahren, das Ansehen der Trainer in den Ländern der Diskussionsteilnehmer sowie die nötigen Anforderungen, um das Trainerniveau entscheidend zu verbessern. Hier standen auch die Herausforderungen für Trainer auf höchstem Niveau im Blickpunkt.

Druck aushalten
Dazu gehört die Fähigkeit, mit dem enormen Druck, den dieser Beruf durch die Notwendigkeit kurzfristiger Erfolge mit sich bringt, fertig zu werden; wie trifft man Entscheidungen; wie entwickelt man die nötigen Führungsqualitäten; wie geht man mit den Medien um; und, wie versteht man die neue Spielergeneration und kommuniziert mit ihr.

Qualifizierte Trainer
Wichtig war den Teilnehmern vor allem, die weit verbreitete Haltung zu ändern, nach der "jeder Trainer sein kann". Es muss klar ersichtlich sein, dass nur qualifizierte Trainer in der Lage sind, die Spieler - auf welchem Niveau auch immer - entsprechend zu trainieren und zu fördern. Prominente Trainer wurden aufgefordert, die unumstößlichen Werte des Trainerberufs zu propagieren. Durch das langsame Aussterben des Straßenfußballs werden gute Strukturen und Trainer für die Ausbildung der Jugendlichen immer wichtiger, das Augenmerk solle dabei aber vor allem darauf gerichtet sein, den Jugendlichen Spaß zu vermitteln und nicht eine Siegermentalität "um jeden Preis".

Studiengruppe
Auf dem Seminar erhielten die Trainerausbilder auch einen aktuellen Überblick vom UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied Per Ravn Omdal über die geplante neue UEFA-Studiengruppe, die den besseren Austausch von technischem Know-how und Expertenwissen. Die Studiengruppe möchte auch, z. B. durch Besuche von Verbands-Experten, die pan-europäischen Standards weiter verbessern. So soll, mit finanzieller Unterstützung der UEFA – technisches Wissen allen Verbänden zugänglich gemacht werden.

Geduld und Persönlichkeit
Das Profil von Trainerausbildern wurde auf dem Kurs ebenfalls unter die Lupe genommen – sie sollten als Fußball-Lehrer fungieren und einige wichtige Schlüssel-Fähigkeiten besitzen, wie z. B.: Geduld, praktisches Geschick, Kontaktfreudigkeit, Zuverlässigkeit, Organisations- und Planungsfähigkeit, Aufrichtigkeit, Vorstellungskraft und Einfallsreichtum.

Stil entwickeln
"Es gibt keine Garantie dafür, dass Sie Ihre Trainer in Siegertypen verwandeln", sagte Andy Roxburgh, der technische Direktor der UEFA. "Aber Sie können ihnen die Kompetenz vermitteln, ihren Job zu erledigen." Künftige Trainer sollten, zum Beispiel, in der Lage sein, ihren eigenen Stil zu entwickeln und auch die nötige Charakterstärke haben, mit den Höhen und Tiefen des Berufs fertig zu werden. Trainerausbilder sind in einer Schlüsselposition, wenn es darum geht, die kommenden Trainergenerationen entsprechend auszubilden.

Trainingsarbeit
In den drei Tagen des Meetings in Portugal stehen auch praktische Einheiten auf dem Programm. Erich Rutemöller, Chefausbilder beim Deutschen Fußball-Bund, zeigte einige Beispiele von Kombinations-Spielen, während der ehemalige portugiesische Star Paulo Sousa, selbst Inhaber einer UEFA-Pro-Lizenz, zusammen mit Andy Roxburgh die praktische Rolle des Trainerausbilders demonstrierte. Das U19-Team von Sporting Clube de Portugal stellte dazu die nötigen Spieler. Am Mittwoch zeigten die portugiesischen U19-Nationalspieler unter Verbands-Jugend-Cheftrainer Agostinho Oliveira und dem Chefausbilder des rumänischen Verbands, Mircea Rădulescu, ihre Künste.

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