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Training für die Trainer

Trainerausbilder

Bei einem UEFA-Kurs in Cascais, nahe Lissabon, steht der lohnende und anregende, aber oftmals wenig bekannte Job eines Trainerausbilders im Mittelpunkt.

Bei den UEFA-Kursen für Trainerausbilder, treffen sich Experten des ganzen Kontinents
Bei den UEFA-Kursen für Trainerausbilder, treffen sich Experten des ganzen Kontinents ©UEFA.com

Bei einem UEFA-Kurs in Cascais, nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, steht der lohnende und anregende, aber oftmals wenig bekannte Job eines Trainerausbilders im Mittelpunkt.

Höheres Niveau
Der 17. UEFA-Kurs für Trainerausbilder nimmt die Rolle der Leute genau unter die Lupe, die mit der Ausbildung von jungen Trainern den Grundstein für deren Karriere legen. Diese Trainer bilden dann wiederum gute Fußballer aus und sorgen so dafür, dass sich das Niveau in Europa weiter verbessert. "Ihr Job ist es, Trainer der Trainer zu sein", erklärte Andy Roxburgh, der technische Direktor der UEFA, den Spezialisten für Trainerausbildung aus den verschiedenen UEFA-Mitgliedsverbänden. "Das Ziel ist es, kompetente Trainer auszubilden, die talentierte Spieler und erfolgreiche Mannschaften hervorbringen."

Enormer Einfluss
"Sie alle haben eine ganz besondere Rolle und einen sehr wichtigen Job im Fußball. Ihr Einfluss auf das Spiel und auf die Entwicklung von Trainern ist enorm. Sie haben die Wertschätzung der Leute, mit denen Sie arbeiten, und natürlich auch der UEFA. Sie machen Tag für Tag einen fantastischen Job. Sie stehen zwar nicht in den Schlagzeilen, aber bitte vergessen Sie nicht, dass Sie extrem wichtig für die allgemeine Entwicklung des Fußballs sind", sagte Roxburgh.

Praxis und Theorie
Der Kurs beinhaltet sowohl praktische als auch theoretische Einheiten sowie Diskussionsrunden und Arbeitsgruppen. Die nationalen Verbände der UEFA haben Vertreter zu dieser Konferenz geschickt; einen Trainer/Ausbilder des Verbandes, der für das Training der Trainer verantwortlich ist und seine Kollegen aus den anderen Verbänden mit neuen Informationen füttern soll.

Teil beitragen
"Sie gehören zu einer Kategorie innerhalb des europäischen Fußballs, die eine aktive Rolle spielen muss", sagte Per Ravn Omdal, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, in seinem Grußwort. "Die Ausbildung der Trainer kann niemals aufhören. Wir müssen mit der Entwicklung des Spiels mithalten. Ich verlange von Ihnen, dass Sie Ihren Teil zur Entwicklung des Fußballs beitragen, indem Sie Ihr Wissen anderen vermitteln."

Arbeit in Portugal
Bei der Eröffnung dieser Veranstaltung nahm der portugiesische Fußball einen Ehrenplatz ein. Gilberto Madaíl, der Präsident des Portugiesischen Fußball-Verbandes (FPF) und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, drückte seinen Stolz über die Arbeit der portugiesischen Trainer - darunter sind auch einige großen Namen in Europa - sowie der Trainerausbilder aus. "Gute Trainer sorgen dafür, dass Spieler erfolgreich sind", sagte er. "Das Training der Trainer ermöglicht es uns, zukünftige Herausforderungen in Angriff zu nehmen."

Eusébios Meinung
Der technische Koordinator des FPF, Arnaldo Cunha, erläuterte die Philosophie der Trainerausbildung in Portugal, während der legendäre Angreifer Eusébio erklärte, was seiner Meinung nach einen guten Trainer ausmacht. "Das ist jemand, der mit den Spielern spricht und das Maximum aus ihnen herausholt", so Eusébio. "Die Kommunikationsfähigkeit ist entscheidend."

Ideen und Werte
"Ein guter Trainerausbilder ist jemand, der das Beste aus den Trainern herausholt und dafür sorgt, dass sie ihr Potential abrufen", so Roxburgh weiter. "Trainerausbilder fördern Trainer als Individuen und tragen ihren Teil zum Beruf des Trainers bei, indem sie die nächste Generation ausbilden", sagte er. "Sie vermitteln Ideen, Prinzipien und Werte, sie bilden kompetente Trainer aus, sie sorgen für die Zukunft des Fußballs und bereiten Trainer psychologisch auf ihre Aufgaben mit den Spielern, den Medien, den neuen Technologien und der Politik vor und sagen, wie diese in Krisenzeiten handeln müssen."

Jira-Ausschuss
Vor dem UEFA-Kurs fand ein Treffen des Jira-Ausschusses, der aus europäischen Experten für Trainerausbildung besteht, statt. Hier ging es um die neuesten Entwicklungen innerhalb der UEFA-Konvention zur gegenseitigen Anerkennung der Trainer-Qualifikationen. Derzeit haben 52 der 53 Mitgliedsverbände die Konvention unterzeichnet (38 auf allen drei Ebenen, zwölf auf A- und B-Ebene, sowie zwei auf B-Ebene), das jüngste UEFA-Mitglied Montenegro ist ebenfalls ein Beitritts-Kandidat. Beinahe 159.000 Trainer in ganz Europa besitzen die von der UEFA angeregte Lizenz.