Toni trifft zum Pokalsieg für Bayern
Sonntag, 20. April 2008
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DFB-Pokal: Luca Toni traf zweifach beim 2:1-Sieg des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund. Das Tor des BVB hatte Mladen Petrič in der 92. Minute erzielt.
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FC Bayern München - BV Borussia Dortmund 2:1 nach Verlängerung
Im ausverkauften Berliner Olympiastadion war Tabellenführer FC Bayern München früh durch ein Tor von Luca Toni in Führung gegangen, ehe ein Treffer von Mladen Petrič in der Nachspielzeit doch noch die Verlängerung brachte. In dieser erwies sich Toni wieder einmal als Torgarant für die Bayern.
Toni eröffnet
Das Spiel begann eigentlich wie erwartet: Nachdem Dortmunds Alexander Frei nach elf Minuten einen ersten Warnschuss weit am Tor vorbei gefeuert hatte, gelang Toni im direkten Gegenzug das 1:0 für den Tabellenführer der Bundesliga. Nach Diagonalpass von Mark van Bommel setzte sich Franck Ribéry auf dem linken Flügel durch und seine Flanke in die Mitte wurde von Toni per Volley ins Dortmunder Tor befördert.
Lucio rettet Führung
Danach zeigte sich Dortmund aber stabiler als bei dem 0:5-Debakel in der Bundesliga vor Wochenfrist, auch wenn eigene Chancen zunächst Mangelware blieben. Erst kurz vor der Pause hätte der BVB den Ausgleich erzielen können, als Tinga im Fünfmeterraum abziehen wollte, jedoch in allerletzter Sekunde von dem heraneilenden Lucio geblockt werden konnte.
Klose-Chancen
Nach dem Seitenwechsel gewann das Spiel deutlich an Klasse und Tempo, und das lag vor allem an den Dortmundern, die immer beherzter agierten und nun einige gute Torchancen herausspielen konnten. Zunächst aber hatte die Truppe von Trainer Thomas Doll Glück, dass Bayern-Stürmer Miroslav Klose zwei exzellente Kopfballchancen (51./54.) nicht zum 2:0 nutzen konnte.
Dortmunder Chancen
Nach etwa einer Stunde konnte sich der Schweizer Nationalstürmer Frei zwei Mal gut in Szene setzen, doch Oliver Kahn und Martín Demichelis verhinderten Schlimmeres. In der 66. Spielminute hatte Florian Kringe dann die bis dato größte Chance auf den Ausgleich, aber Kahn vermochte im zweiten Versuch die Situation zu bereinigen.
Hin und her
Es ging nun hin und her, der BVB drängte auf den Ausgleich, den Bayern öffneten sich dadurch natürlich Räume für Konter: Erst verfehlte Bastian Schweinsteiger mit einem wuchtigen Distanzschuss das Tor, ehe Kringe per Kopf das Außennetz traf.
Kovač auf der Linie
Zwölf Minuten vor Abschluss der regulären Spielzeit erwies sich der genesene Marc Ziegler als Retter, als er einen Schuss von Ribéry in höchster Not parierten konnte; der Nachschuss wurde dann von Robert Kovač noch von der Linie gekratzt.
Petrič trifft in der Nachspielzeit
Als jeder schon mit dem knappsten aller Erfolge für die Bayern gerechnet hatte, kamen die tapfer kämpfenden Borussen in der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich: Nach Ecke von Dede bekamen die Bayern den Ball nicht aus dem Strafraum heraus, und die artistische Schusseinlage von Petrič fand über Lucio und Philipp Lahm den Weg ins Bayern-Tor, so dass es in die Verlängerung ging.
Toni greift entscheidend ein
In dieser dominierten zuerst zwar die Dortmunder, aber es war wieder einmal Toni, der das entscheidende Tor erzielte, und das dazu noch in einer Art, wie sie für einen Torjäger typisch ist: Ein Schussversuch des eingewechselten Lukas Podolski wurde von Toni mit der Fußspitze unhaltbar für Ziegler ins Tor abgefälscht (103.) und der FC Bayern hatte den DFB-Pokal zum 14. Mal gewonnen. Kurz nach Tonis Tor hatte Jakub Blaszczykowski noch Gelb-Rot gesehen.