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Zeitspiel wird härter bestraft

Schiedsrichterwesen

Bei seinem Treffen hat das International Football Association Board Spielern und Trainern klar gemacht, dass unsportliches Verhalten nicht toleriert wird.

Nicht einmal mehr hundert Tage sind es noch bis zum Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft. Bei seinem jährlichen Treffen im schweizerischen Luzern hat das International Football Association Board (IFAB) - das Gremium, das über Änderungen der Fußballregeln berät - den Spielern und Trainern klar gemacht, dass unsportliches Verhalten in keinster Weise toleriert wird.

Regeländerungen gebilligt
Das IFAB, das aus Vertretern des Weltverbandes FIFA und der nationalen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland besteht, hat deshalb einige Modifizierungen der Regeln gebilligt. Dabei handelt sich im Besonderen um Zeitspiel, gefährliches Spiel, Täuschung des Schiedsrichters und unsportliches Verhalten im Allgemeinen. Über diese Modifizierungen sind die Unparteiischen und ihre Assistenten bereits informiert worden. Eigentlich treten die geänderten Regeln erst am 1. Juli offiziell in Kraft. Da aber die WM schon am 9. Juni beginnt, werden diese Neuerungen bereits bei dem Turnier in Deutschland angewendet.

Torlinien-Technologie
Auf der Tagesordnung in Luzern stand auch die Torlinien-Technologie. Diesbezüglich sind noch weitere Tests der Ballchip-Technik und die Durchführung eines Experiments nötig, das vom Italienischen Fußballverband vorgeschlagen wurde. Dieses sieht vor, statt des Chips im Ball eine hochwertige Digital-Kamera einzusetzen. Dennoch betonte die FIFA, dass "technische Hilfe nur dann eingesetzt wird, wenn es darum geht, ob ein Tor erzielt wurde oder nicht. Außerdem muss die Entscheidung sofort getroffen werden können."

UEFA-Test
Der Vorschlag der UEFA für einen Testlauf einer verbesserten Schiedsrichter-Kommunikation wurde ebenfalls gebilligt. Bereits in der laufenden Saison wurden in der UEFA Champions League und im UEFA-Pokal Schiedsrichter mit einem Mikrofon und Kopfhörern ausgestattet. Dagegen ist der Vorschlag des Französischen Fußballverbandes bezüglich der Videohilfe für die Unparteiischen abgelehnt worden. Das IFAB entschied, dass das vorgeschlagene System nicht in seinen Aufgabenbereich falle. Außerdem würde die Anwendung bedeuten, dass die Spiele zu oft unterbrochen werden müssten, um Entscheidungen zu treffen.

Rote Karte für Ellbogen-Fouls
Schließlich ging es bei dem Treffen um spezielle Anweisungen für die Schiedsrichter, die bei der WM eingesetzt werden. Sie und ihre Assistenten sind angewiesen worden, bei zu hartem Ellbogen-Einsatz, rücksichtslosem Tackling und anderen brutalen Fouls sofort die Rote Karte zu zeigen. Mit Gelb sollen diejenigen Akteure bestraft werden, die den Gegenspieler am Trikot ziehen oder ihn festhalten. Verwarnungen sollen auch ausgesprochen werden, wenn ein Spieler nach einer Unterbrechung den Ball nicht sofort wieder freigibt und damit eine Konfrontation mit einem Gegenspieler provoziert.

Vorbilder
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter lobte die Entscheidungen des Regel-Gremiums: "Die WM stellt die perfekte Plattform dar, um diese Modifizierungen weltweit bekannt zu machen. Denn die 64 Spiele in Deutschland werden von Menschen auf dem ganzen Globus gesehen werden. Die Stars dieser WM dienen als Vorbilder für Millionen anderer Fußballer auf der ganzen Welt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Endrunde in Deutschland ein positives Zeichen setzt."

Workshop
Die detaillierten Anweisungen werden auch beim Workshop der WM-Teilnehmer vom 5. bis 7. März in Düsseldorf ein Thema sein.

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