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Leeds geht mit gutem Beispiel voran

Anti-Rassismus

Die Anti-Rassismus-Arbeit des englischen Klubs ist vorbildlich in Europa.

Rassismus in der Schule
"Eines Morgens hat er erkannt, was die wirklichen Probleme in seiner Schule sind", sagte Smith. "Da er wusste, dass seine Freunde an diesem Nachmittag im Stadion sein würden, kam er mit mir auf den Rasen, nahm das Mikrofon in die Hand und sprach zu den jungen Leuten im Stadion. Er sagte, 'ich weiß, dass einige meiner Freunde hier sind, mit denen ich in der Schule oft Blödsinn mache. Dabei geht es auch um Rassismus. Aber ich möchte euch sagen, dass ich mit Rassismus nichts am Hut habe - im Gegenteil. Ihr sollt wissen, dass ihr etwas Falsches tut.' Er war wirklich sehr stark in dieser Situation."

Beispiel Leeds
Vor der Anti-Rassismus-Konferenz des europäischen Fußballs in Barcelona setzt Smith mit seiner Arbeit beim Zweitligisten Leeds ein Zeichen, dem andere Klubs in Großbritannien und auf dem Kontinent folgen sollten. Das Bildungszentrum von Leeds United beschäftigt 13 Vollzeitangestellte und eine Menge freiwilliger Mitarbeiter. Sie verkörpern die wichtige Rolle, die der Fußball bei der Erziehung von Jugendlichen und bei der Verbesserung der gesellschaftlichen Beziehungen spielen kann.

Die Kraft des Fußballs
Abseits des Rasens, so beteuert Smith, ist der einstige Top-Klub aus Yorkshire einflussreich geblieben. "Wir arbeiten mit den zehn Stadtvierteln zusammen, die am meisten benachteiligt sind. Darunter befinden sich 69 Schulen", sagte er. "Unsere Arbeit beinhaltet Präsentationen in Schulen oder Gruppenarbeit, die auf Fußball, dem Namen Leeds United und den Erfahrungen der Fußballspieler basieren. Wir nutzen den Fußball, um unsere Anti-Rassismus-Botschaft und die damit verbundenen Themen unter die Leute zu bringen."

"Partnerschaft"
Zunächst sah Smith seine Aufgabe darin, die Elland Road vom Rassismus zu befreien. Um dies zu schaffen, musste der Klub die lokale Gemeinde erreichen. "Rassismus kann im Fußball nur um sich greifen, weil er ein wichtiges Thema in der Gesellschaft ist. Wenn ich in die Schulen gehe, bitte ich dort um Hilfe. Solange sie den Rassismus nicht aus den Klassenzimmern, den Spielplätzen und den Straßen verbannen, habe ich keine Chance. Es geht alles nur mit ihnen als Partner."

Terrorangriffe
Wie wichtig diese Botschaft vor allem in der kulturell so gemischten Stadt wie Leeds ist, hat sich am 7. Juli letzten Jahres gezeigt, als London von Terroranschlägen heimgesucht wurde. Weil die Polizei die Spuren der Selbstmordattentäter bis nach Leeds verfolgte, befürchtete man dort Übergriffe auf die muslimische Bevölkerung. Die Rolle von Leeds United als Zentrum der städtischen Gemeinschaft war noch nie so bedeutend.

Neue Generationen
Smith räumt ein, dass er sicher keinen Rassisten bekehren könne. Aber er könnte es den kommenden Generationen ermöglichen, sich ihre eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden, und setzt seine Hoffnungen in die Zukunft. "Durch unsere Arbeit erkennen die jungen Menschen, was wirklich hinter den Spannungen zwischen den verschiedenen Kulturen steckt, und sie erfahren, wo diese Spannungen ihre Ursprünge haben", sagte er.

"Kinder können etwas bewegen"
"Man muss den Kindern Zeit geben, über diese Dinge nachzudenken und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Denn viele Menschen versuchen, die jungen Leute zu manipulieren. Wenn du den Kindern Raum, Zeit und eine Stimme gibst und sie positiv motivierst, können auch sie schon etwas bewegen."

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