Hartes Durchgreifen gegen Rassismus
Mittwoch, 30. November 2005
Artikel-Zusammenfassung
Die UEFA hat angekündigt, in Zukunft noch härter gegen rassistische Auswüchse vorzugehen. Dazu gehört auch der Ausschluss aus UEFA-Wettbewerben.
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Strafverfolgung
Die Strafverfolgung bei rassistischem Benehmen in und außerhalb der Stadien ist eine von vielen Maßnahmen, die der europäische Verband bei den jüngsten Treffen beschlossen hat.
UEFA gelobt
Das Thema stand in dieser Woche auch in Brüssel auf der Tagesordnung, als die Mitglieder des Europäischen Parlaments eine Erklärung verabschiedet haben, in der der Rassismus im Fußball verurteilt wird. Dabei lobten die Parlamentarier die UEFA und ihren Partner, das Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE), für ihren Einsatz gegen Rassismus. UEFA-Vizepräsident Per Ravn Omdal und William Gaillard, Direktor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, machten den Entscheidungsträgern in Brüssel klar, dass der Rassismus keinen Platz im Fußball haben soll.
- Die UEFA toleriert keinen Rassismus. Wir werden nicht ruhen, ehe rassistische Vorfälle von den Fußballfeldern und aus den Stadien komplett verbannt sind. Die große Beliebtheit unseres Sports macht die Fußballfamilie besonders verantwortlich dafür, dieses Problem zu beseitigen. Die UEFA steht an der Spitze dieses Kampfes auf europäischer Ebene.
- Die UEFA bestraft alle Verbände, Vereine und Individuen, die es nicht schaffen, den Rassismus von den Spielen fern zu halten. Wir ahnden jeden Verstoß mit Geldstrafen, aber auch mit härteren Strafen. Das Ausmaß richtet sich nach dem Ausmaß der Straftat. Wir zwingen damit die Übeltäter, ihr Spiel zukünftig zu unterlassen. Außerdem behalten wir uns im äußersten Fall auch vor, Klubs aus unseren Wettbewerben zu verbannen.
- Die UEFA weiß aber auch, dass Strafen nicht ausreichen: wir müssen alles dafür tun, um dieses Problem schon im Keim zu bekämpfen. Deshalb hat die UEFA in den letzten Jahren vor allem ihre Zusammenarbeit mit FARE intensiviert.
- Auf nationaler Ebene hat die UEFA knapp zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Anti-Rassismus-Projekte ihrer 52 Mitgliedsverbände zu unterstützen. Dieses Geld stammt von Strafen, mit denen die UEFA Klubs und Spieler für alle Formen von Unsportlichkeit belegt hat.
- Rassismus ist aber auch ein Problem, das nicht von einer Organisation allein bekämpft werden kann. Wir alle innerhalb der Fußball-Gemeinschaft müssen genauso dagegen ankämpfen wie die Verantwortlichen im Fußball zusammen mit Regierungen und anderen Organisationen. Die UEFA unterhält mittlerweile exzellente Arbeitsbeziehungen zu allen EU-Institutionen, einschließlich des Europäischen Parlaments. Die Erklärung ist ein weiteres Beispiel für unsere enge Zusammenarbeit auf mehreren Gebieten.
- Heutzutage gibt es innerhalb der UEFA eine lebhafte Diskussion darüber, wie der europäische Verband das Problem des Rassismus am besten bekämpfen kann. Die EU-Erklärung sorgt für neue, gern angenommene Vorschläge bei dieser Debatte. Die UEFA und ihre 52 Mitgliedsverbände nehmen diese Erklärung zur Kenntnis und werden sie angemessen umsetzen.