Rückendeckung im Kampf gegen Rassismus
Mittwoch, 30. November 2005
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Mitglieder des Europäischen Parlaments unterstützen den Kampf gegen den Rassismus im Fußball.
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Auch Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEPs) haben jetzt den Kampf gegen den Rassismus im Fußball aufgenommen.
Lobenswerte Arbeit
Die MEPs haben in Brüssel eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Arbeit des Netzwerks Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) loben und zugleich weitere Taten von den nationalen Verbänden, den Ligen und den Klubs des ganzen Kontinents fordern. Diese Erklärung könnte so etwas wie eine Initialzündung werden, sofern sich eine Mehrheit der 732 MEPs dahinter stellt.
Entschieden verurteilt
Die Erklärung verurteilt alle Formen des Rassismus auf und außerhalb des Platzes aufs Schärfste. Sie richtet sich außerdem an alle großen Persönlichkeiten des Fußballs - vor allem an die Spieler und Trainer - etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Dazu beinhaltet sie noch die Forderung an die Verbände, die Ligen, die Vereine, die Spielergewerkschaften und Fangruppierungen, weitere Aktionen zu starten.
Neue Möglichkeit für den Schiedsrichter
Die UEFA und andere Wettbewerbs-Organisatoren werden aufgefordert, den Schiedsrichtern die Möglichkeit einzuräumen, Spiele wegen ernsthafter rassistischer Vorkommnisse zu unterbrechen oder sogar abzubrechen. Gegen die Verursacher dieser rassistischen Angriffe sollen dann harte Sanktionen ausgesprochen werden.
Trauriger Spiegel
"Es ist ein trauriger Spiegel unserer Welt, dass sich der Rassismus auch in diesem herrlichen Sport immer weiter festsetzt", erklärten die MEPs. "Fußball ist nicht der Grund für Rassismus. Dennoch sind unsere Stadien und unsere Spielfelder Schauplatz von deutlich erkennbaren und brutalen Übergriffen."
Millionen erreichen
"Wir sollten dies als eine Möglichkeit sehen. Die immense Popularität des Fußballs ermöglicht es uns, Millionen von Menschen zu erreichen. Wir müssen darauf hoffen, dass sich Toleranz und Verständnis so immer weiter verbreiten. Indem wir die Herzen und den Verstand auf den Rängen und auf dem Platz erreichen, schaffen wir einen entscheidenden Durchbruch im großen Kampf gegen den Rassismus in der Gesellschaft."
Unterstützung der Gesellschaft
"Keine Regierung und keine Organisation kann alleine gegen den Rassismus kämpfen. Dieser Kampf verlangt die Unterstützung aus jedem Bevölkerungsteil, von jedem einzelnen. Dieses Problem verlangt eine enge Kooperation zwischen der Öffentlichkeit und privaten Bereichen. In der Welt des Fußballs gibt es ein ähnliches Bild. Jedes Mitglied dieser Familie - die Verbände, die Ligen, die Vereine, die Spieler, die Schiedsrichter und die Fans - hat seine Rolle zu spielen. Darum fordern wir in unserer Erklärung, dass alle, denen der Fußball am Herzen liegt, gemeinsam etwas unternehmen.
Besondere Verantwortung
"Wir erfahren große Unterstützung aus der Arbeit der UEFA, von FARE und allen anderen Organisationen, die gegen den Rassismus im Fußball kämpfen. Sie haben verstanden, dass der Fußball eine besondere Verantwortung - und wiederum eine große Möglichkeit - im Kampf gegen dieses Problem trägt."
Gemeinsamer Kampf
"Jetzt ist nicht die Zeit dazu, um sich auf die faule Haut zu legen", kamen die MEPs zu einem Fazit. "Wir können und müssen noch mehr tun. Das Europäische Parlament wendet sich an alle, die etwas mit Fußball zu tun haben, um gemeinsam gegen den Rassismus zu kämpfen. Jeder sollte in seinem Umfeld sein Möglichstes tun."