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Prinz feiert ihr Meisterstück

Die deutsche Spielführerin Birgit Prinz beendete ihr persönliches Duell mit Bente Nordby mit dem Treffer zum 3:1-Endstand.

Von Pete Sanderson aus dem Ewood Park

Wie am Anfang, so auch am Ende. Das war die große Erkenntnis der UEFA Europameisterschaft für Frauen 2005-Endspielteilnehmerinnen. Das gleiche hatten auch schon die Männer ein Jahr zuvor in Portugal erlebt. Diesmal konnte Deutschland das norwegische Team elf Tage nach dem Sieg in Eröffnungsspiel ein zweites Mal bezwingen.

Schlusskapitel
2004 stand die Fußballwelt nach dem Sieg der Griechen Kopf, doch 2005 fegten die unschlagbaren Deutschen alles vom Platz, was sich ihnen in den Weg stellte. Der Außenseiter Finnland wollte in der K.o.-Runde die Rolle der Griechen übernehmen, wurde aber in der Vorschlussrunde von den herausragenden Deutschen überrannt.

Acht Nationen
Die Party begann schon Stunden vor dem Anpfiff, als Fans aus Oslo, Berlin und Warrington Blackburn bevölkerten und zu Tausenden den Lancashire-Hügel stürmten. Als die Teams ins Stadion kamen, erlebten die Fans eine glanzvolle Abschlussfeier, bei der Kinder aus der Region die "Euro Haka" in den Farben der acht Nationen, die die spannenden zwei Wochen geprägt hatten, darstellten.

Offensive Partie
Wäre die Begegnung eine Stunde später angepfiffen worden, hätte der Regen die Partie vielleicht entscheidend beeinflusst. Denn nach 30 Minuten öffnete der Himmel seine Schleusen. Von Anfang an war klar, dass beide Teams auf Angriff setzten, und damit war eine taktisch interessante und faszinierende Begegnung mit vielen Toren zu erwarten. Zudem gab es noch viele andere interessante Gesichtspunkte, besonders das Duell zwischen der deutschen Angreiferin Birgit Prinz und der norwegischen Torhüterin Bente Nordby.

Erster Schuss
Seit Jahren liefern sich diese beiden Weltklassespielerinnen heiße Duelle, die bis auf die FIFA-Weltmeisterschaft 1995 zurückreichen. Damals standen sie sich im Endspiel erstmals gegenüber. In den vergangenen elf Begegnungen hat Prinz fünf Treffer erzielt, und Nordby sieben Mal ihren Kasten sauber gehalten. An diesem Tag gab Prinz den ersten Torschuss ab, und Nordby wäre bei ihrem Heber chancenlos gewesen - doch zur Freude der Torhüterin und der 200 Fans, die ihr von Warrington nachgereist waren, ging der Ball über die Latte.

Mittag trifft
Die Begegnung wurde noch heißer, als sich die beiden nach der nächsten Ecke einen Luftkampf lieferten, doch Nordby pflückte den Ball souverän herunter. Als nächstes sahen die Zuschauer eine brillante Parade gegen Prinz, ehe Anja Mittag und Renate Lingor die nächsten beiden Gelegenheiten zu Treffern nutzten.

Mellgren verkürzt
Doch auch Nordby hatte schließlich Grund zur Freude, als in der 41. Minute Mellgren Norwegen mit einem schönen Treffer zurück ins Spiel brachte. Dennoch schien es danach nur eine Frage der Zeit, bis Prinz wieder in den Mittelpunkt des Geschehens trat. Und ihr großer Auftritt erfolgte in der 63. Minute, als sie mit ihrem Schuss aus kurzer Distanz an der chancenlosen Nordby vorbei für die endgültige Entscheidung sorgte.

Beste Spielerin
Nach diesem Treffer steht sie nicht nur an Spitze der Torschützenliste, sondern es war gleichzeitig ihr sechstes Tor gegen Nordby. Und vielleicht war es auch eines der wichtigsten in ihrer glanzvollen Karriere. Sie stand bereits in vier EM-Endspielen und hat dabei immerhin in drei Begegnungen getroffen.

Treue Fans
Nach 80 Minuten beendete Nordby ihr persönliches Duell mit Prinz mit einem kleinen Erfolgserlebnis, als sie den Schuss von Prinz an den Pfosten lenkte. Dennoch es war der Tag der deutschen Spielführerin, die den vierten Titel in Folge holte. Nordby musste sich mit dem großen Beifall, den sie von ihren treuen Fans erhielt, zufrieden geben.

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