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Inkas Traum vom Titel

Inka Grings, Deutschlands beste Torschützin des Turniers, ist heiß auf das EM-Endspiel und genießt ihre ungewohnte Fitness.

Von Federico Rocha und Pete Sanderson aus Preston

Da sich vor der UEFA Europameisterschaft für Frauen 2005 meist alle Augen auf ihre Sturmpartnerin Birgit Prinz gerichtet haben, genoss es Inka Grings sichtlich, sich ein wenig mehr im Hintergrund halten zu können.

Verletzungsanfällig
Seit Turnierbeginn aber sorgte Grings mit drei Toren und der Spitzenposition in der Torjägerliste für Schlagzeilen, etwas das undenkbar schien, als sie wiederholt um die Fortsetzung ihrer Karriere kämpfen musste. Die große Wertschätzung der Medien ist für die talentierte Angreiferin eine wohltuende Erfahrung, da sie bislang nicht gerade vom Glück verwöhnt war und fast mehr Zeit im Krankenzimmer als auf dem Fußballplatz verbracht hat.

"Große Zuversicht"
"Es ist seit Jahren mein erstes großes Turnier, da ich in der Vergangenheit unzählige Verletzungen hatte", sagte Grings gegenüber uefa.com. "Es ist fantastisch, dass ich in den letzten zwei Spielen so großartig eingeschlagen habe, das hat mir noch zusätzliche Motivation und Zuversicht gegeben. Ich hoffe, dass ich im Finale an diese Leistung anknüpfen kann."

WM-Pech
Die 26-Jährige hat ihr Verletzungspech hoffentlich endgültig überwunden. In ihren über 50 Länderspielen seit ihrem Debüt gegen Finnland 1996 weist sie eine beeindruckende Trefferquote auf. 1997 wurde sie noch nicht für die Europameisterschaft nominiert, den Triumph bei der FIFA-Weltmeisterschaft sechs Jahre später verpasste sie aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Doch Grings hat bewiesen, dass sie für die deutsche Mannschaft unverzichtbar geworden ist. Beim 4:1-Erfolg über Finnland im Halbfinale traf sie zwei Mal und wurde zudem zur Spielerin des Spiels gewählt.

Angriffsfußball
"Wir haben im Spiel gegen Finnland unser Herz in beide Hände genommen", sagte sie. "Wir wollen immer das Endspiel eines Turniers erreichen, und wenn wir im Finale spielen, dann wollen wir natürlich auch den Pokal holen. Wir hatten nicht erwartet, so früh das Spiel kontrollieren zu können, daher kann man wirklich sagen, dass die ersten 15 Minuten das Spiel entschieden haben. Wir haben von Beginn an exzellenten Angriffsfußball gespielt, was die frühen Tore ja auch unterstrichen haben."

"Motivation für den Sieg"
Noch größer als der Wunsch, Tore zu erzielen, dürfte der Wunsch der Torjägerin vom FCR 2001 Duisburg sein, gegen Norwegen im Ewood Park ihre Trophäensammlung noch ein wenig zu erweitern. "Der Sieg würde mir alles bedeuten", sagte Grings. "Du kannst einfach nicht genug Titel gewinnen, und der Wunsch nach dem Sieg treibt uns alle an und motiviert uns, noch einen Pokal in unsere Sammlung einzureihen." Sollte dies klappen, wäre der Anteil von Grings an diesem Titel nicht hoch genug einzuschätzen.

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