UEFA eröffnet Kleinspielfelder in Beslan
Montag, 9. Mai 2005
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UEFA-Vertreter haben in der russischen Stadt drei Kleinspielfelder eröffnet.
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Vertreter der UEFA haben im Rahmen eines zweitägigen Besuchs in Beslan drei Kleinspielfelder eröffnet.
Geiseldrama in Schule
Die Plätze wurden vom UEFA-Exekutivkomitee gespendet. Beslan erlangte letzten September traurige Bekanntheit, als beim Geiseldrama in einer Schule 344 Menschen starben - davon fast die Hälfte Kinder - und mehrere hundert verletzt wurden.
"Schreckliche Taten"
Die dreiköpfige Delegation, bestehend aus UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied Joseph Mifsud, Vitaliy Mutko, neuer Präsident des Russischen Fußballverbandes und UEFA-HatTrick-Leiter Bruno Wolfisberg kam am vergangenen Mittwoch in der russischen Stadt an, legte an einem Mahnmal an Beslans Friedhof Blumen nieder und besuchte anschließend die Ruinen der Schule Nummer 1, in der die Tragödie letztes Jahr ihren Lauf nahm. "Ich bin immer noch schockiert von den schrecklichen Taten dieser menschenverachtenden Terroristen", sagte Mifsud.
Finanzierung geteilt
Nach einem kurzen Ausflug zum Trainingsgelände des russischen Premier-Liga-Klubs FC Alania Vladikavkaz am Donnerstag wurden die UEFA-Vertreter von hunderten Kindern an Schule Nummer 3 empfangen. Dort wurde das erste Kleinspielfeld eröffnet. Die UEFA und der Ukrainische Fußballverband (FFU) finanzierten den Bau der jeweils 46.350 Euro teuren Plätze an den drei Schulen, die von den Ex-Schülern der Schule Nummer 1 besucht werden.
"Wert auf die Jugend legen"
Eine weitere Eröffnungsfeier gab es an Schule Nummer 5. Dabei trat Mifsud einen Elfmeter, ehe er den Platz offiziell an den Schuldirektor übergab. Der dritte Platz an Schule Nummer 6 war ein Geschenk der FFU, und dort verwandelte Mutko vor den Augen der Schüler und ihrer Eltern einen Strafstoß zur Eröffnung. "Die UEFA wird in Zukunft verstärkt Wert auf die Jugend legen. Das ist heute der erste Schritt", sagte Mifsud. "Vor Jahresende wollen wir für die Kinder [in Russland] den Bau einiger Fußballplätze planen", ergänzte Mutko
Dreitägige Geiselnahme
Der tschetschenische Terrorist Shamil Basayev hatte die Verantwortung für die Geiselnahme von über 1000 Menschen am 1. September letzten Jahres übernommen. Das Geiseldrama dauerte drei Tage und endete am 3. September in einem Schusswechsel zwischen den Terroristen und den russischen Sicherheitskräften.