Bayern erreicht Pokalendspiel
Mittwoch, 20. April 2005
Artikel-Zusammenfassung
DFB-Pokal: Der FC Bayern München zieht nach einem hart umkämpften 2:0-Sieg über Bielefeld ins DFB-Pokal-Endspiel ein.
Artikel-Aufbau
Von Lukas Wachten
Der FC Bayern München hat nach einem hart umkämpften Spiel das DFB-Pokal-Endspiel erreicht und trifft dort am 28. Mai auf den FC Schalke 04. Die Elf von Trainer Felix Magath besiegte in einer packenden Partie in der ausverkauften Schüco Arena Gastgeber DSC Arminia Bielefeld mit 2:0. Grundlage für den Sieg des Favoriten war die frühe Führung aus der dritten Minute. Bielefeld kämpfte zwar beherzt um den Ausgleich, letztlich konnten die abgeklärten Münchener den Sieg aber über die Zeit retten.
Furioser Beginn
Der FC Bayern war von Beginn an hellwach und setzte die Gastgeber sofort unter Druck. Eine taktische Variante, die bereits nach drei Minuten zum erhofften Erfolg führte. Im Anschluss an die zweite Ecke innerhalb weniger Sekunden stand Kapitän Michael Ballack am Fünfmeterraum völlig frei und traf mit einem wuchtigen Kopfball zur Führung für die Gäste.
Hohes Tempo
Bielefeld zeigte sich von dem frühen Rückstand nicht geschockt, sondern bemühte sich um eine schnelle Antwort. In der sechsten Minute tauchte Delron Buckley urplötzlich frei vor Bayern-Torwart Oliver Kahn auf, der zur Ecke klären konnte. Auch in der Folgezeit sorgten beide Mannschaften für ein kurzweiliges Spiel, in dem die Bayern zwar technisch überlegen waren, die Arminia aber mit großem Einsatzwillen dagegen hielt.
Gute Chancen
Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Der für den verletzten Robert Kovac eingewechselte Hasan Salihamidzic scheiterte nach zwanzig Minuten an Mathias Hain im Bielefelder Tor, auf der Gegenseite setzte Marcio Borges seinen Kopfball im Anschluss an einen Freistoß nur Zentimeter neben den rechten Pfosten, so dass es trotz aller Bemühungen zur Pause bei der knappen Gäste-Führung blieb.
Angriff der Arminia
Im zweiten Durchgang drängte Bielefeld sofort auf den Ausgleich und fast wären die Offensivbemühungen der Ostwestfalen auch belohnt worden. Einen Schuss von Markus Schuler konnte Kahn mit einer glänzenden Parade abwehren und nur wenige Minute später verfehlte Buckley das Münchener Gehäuse nur äußerst knapp.
Bayern unter Druck
Angetrieben von einem begeisterten Publikum setzten die Bielefelder den Rekordpokalsieger gehörig unter Druck, es fehlte allerdings das nötige Glück im Abschluss. Zudem zeigte sich Oliver Kahn in glänzender Form und bewahrte sein Team mit tollen Reflexen vor dem Ausgleich.
Spannende Schlussphase
Die Bayern versuchten die knappe Führung über die Zeit zu retten und kamen nur zu wenigen Entlastungsangriffen, die allerdings brandgefährlich waren. Martin Demichelis, der mit einem Kopfball nur die Querlatte traf, sowie Roy Makaay hätten in der Schlussviertelstunde alles klar machen können. Es dauerte allerdings bis zur letzten Minute der Nachspielzeit, ehe Makaay per Foulelfmeter für die Entscheidung sorgte. Buckley sah zudem noch die Rote Karte. Für Bielefeld bedeutet die Teilnahme am Pokal-Halbfinale den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, die Bayern ziehen zum 14. Mal ins DFB-Pokal-Finale ein und treffen dort auf den FC Schalke 04.