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Schalke dank Rost im Finale

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DFB-Pokal: Frank Rost sichert den „Knappen“ im Elfmeter-Krimi den Einzug ins DFB-Pokalfinale.

Von Andreas Alf

Der FC Schalke 04 steht als erster DFB-Pokalfinalist fest. In einem packenden Elfmeter-Krimi schalteten die „Knappen“ Titelverteidiger SV Werder Bremen dank Torhüter Frank Rost, der dreimal parieren konnte und den entscheidenden Schuss selbst verwandelte, mit 5:4 aus und lösten ihr Ticket nach Berlin, nachdem es durch Tore von Ebbe Sand und Valérien Ismaël nach der regulären Spielzeit 1:1 stand und Tim Borowski sowie Ailton in der Verlängerung trafen. Am 28. Mai trifft die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick im Endspiel in der Hauptstadt auf den Sieger der morgigen Halbfinal-Partie zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem FC Bayern München.

Rettungstat von Rost
Angetrieben von ihren enthusiastischen Fans ließen die Gastgeber von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, die Enttäuschungen der vergangenen Bundesliga-Wochen mit hohem Einsatz vergessen machen zu wollen. Doch wer geglaubt hatte, der deutsche Meister würde sich davon beeindrucken lassen, lag falsch. Die erste Torchance bot sich den Bremern, als S04-Schlussmann Frank Rost einen verunglückten Kopfball von Mitspieler Niels Oude Kamphuis reflexartig über den Querbalken lenken konnte.

Emotionaler Pokal-Fight
Fortan kam das Schaaf-Ensemble besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein von intensiven Zweikämpfen geführter aber umso offener gestalteter Schlagabtausch zweier Teams, die statt taktischem Geplänkel den direkten Weg zum Tor suchten. Ein von Ivan Klasnic initiierter Konter setzte Nelson Valdez hervorragend in Szene, doch der Werder-Stürmer verfehlte das gegnerische Gehäuse mit einem Linksschuss nach 38 Minuten deutlich.

Ailton im Pech
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie noch mehr Tempo auf. Einzig: Sowohl die Schalker als auch die Bremer Sturmreihe wirkte vor dem gegnerischen Tor zu unkonzentriert. Allen voran Ailton ließ die Arena AufSchalke verzweifeln, als er das Leder gleich zwei Mal binnen 180 Sekunden völlig freistehend vor Werder-Keeper Andreas Reinke nicht zur Führung in die Maschen setzen konnte.

Sand steht goldrichtig
Sein Sturmpartner machte es kurz danach besser. Sand blieb eiskalt, als ihn Regisseur Lincoln nach 64. Minuten mustergültig frei spielte, um Reinke aus sieben Metern mit einem satten Rechtsschuss keine Abwehrmöglichkeit zu lassen. Die 1:0-Führung des trotz eines Nasenbeinbruchs spielenden Dänen war verdient, da sich Werder zunehmend passiver präsentierte.

Ismaël gleicht aus
Doch plötzlich erwachten die Bremer aus ihrer Lethargie und schlugen zurück. Ein exzellent vorgetragener Spielzug über die rechte Seite ließ Ümit Davala nach 84 Minuten alle Zeit der Welt, den Ball in die Mitte zu schlagen, so dass Ismaël per Direktabnahme zum überraschenden Ausgleich in einer von Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase der regulären Spielzeit traf.

Borowski und Ailton zur Stelle
Aber es kam sogar noch zu einer Steigerung! Vier Minuten waren in der Verlängerung gespielt, als der eingewechselte Aaron Hunt im gegnerischen Strafraum gefühlvoll zu Borowski passte, der mit einem unhaltbaren Drop-Kick das 2:1 für die Gäste erzielte. Ailton ließ die Werder-Fans jedoch nicht einmal zwei Minuten jubeln, ehe er mit einem Volleyschuss aus 18 Metern abermals ausgleichen konnte.

Rost wird zum Held
Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen und Rost wurde zum Held des Abends. Nicht nur, dass der Schalke-Keeper gegen Paul Stalteri, Tim Borowski und den ausgerutschten Fabian Ernst dreimal parieren konnte, er verwandelte auch noch den entscheidenden Schuss in souveräner Manier selbst und löste damit das Ticket der „Knappen“ nach Berlin.

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