Austria Wien wieder Tabellenführer
Montag, 25. April 2005
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Österreichische Bundesliga: Nachdem UEFA-Pokal-Abenteuer ist Austria Wien in Österreich wieder zurück im Kampf um das Double.
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Nach den tollen Erfolgen mit dem Einzug in das UEFA-Pokal-Viertelfinale ist Austria Wien auch in Österreich wieder zurück im Kampf um das Double. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Salzburg liegt Austria nach viereinhalb Monaten wieder an der Tabellenspitze und auf dem besten Weg, das große Ziel Titel zu verwirklichen und damit die Qualifikation für die Championsleague zu erreichen.
Austria ist Titelfavorit
Austria führt acht Spiele vor Ende punktegleich vor Rapid, könnte allerdings eine komfortablere Führung haben. Nach den beiden Erfolgen gegen Tirol hat es gegen Schlusslicht Bregenz nur ein mageres 1:1 gegeben. Dazu noch die bittere Niederlage gegen Sturm Graz am Frühjahrsbeginn. Punkte, die am Ende fehlen könnten. Der 1:0-Erfolg zuletzt in Salzburg hingegen war meisterlich, leicht und verdient. Clever und Kraft sparend gespielt. Das Siegtor erzielt „Oldboy“ Ivica Vastic. Sein 170. Treffer in der Österreichische Bundesliga. Auch ein sehr wichtiges, denn einmal vor der Pension möchte der 35jährige noch in die UEFA Champions League.
Rapid bleibt dran
Mit dem 2:1-Erfolg gegen Pasching hat sich Rapid wieder zurück gemeldet. Der vermeintliche Negativlauf hat offensichtlich ein Ende. Nach dem 0:1 in Mattersburg und dem Verlust der Tabellenführung, hat Rapid in den vergangenen drei Spielen sieben Punkte geholt. 2:1 gegen Mattersburg, 1:1 gegen Sturm Graz und am Sonntag 2:1 gegen Pasching. Sieben wichtige Punkte, mit denen Rapid punktegleich zu Tabellenführer Austria Wien aufgeschlossen hat. Österreichs Rekordmeister ist wieder gut im Rennen und könnte am Ende die Nase vorne haben.
IMG steigt beim GAK ein
Der neue Sponsor IMG, die größte Sportmarketing Firma der Welt, bringt dem GAK nicht nur viel Geld (50 Millionen Euro für die kommenden zehn Jahre), IMG bringt für den Titelkampf auch die mentale Kraft und das Selbstvertrauen für eine vielleicht erfolgreiche Titelverteidigung zurück. Zuletzt erreichte der GAK mit dem Cupsieg fünf Siege in Serie und liegt nur noch drei Punkte hinter Tabellenführer Austria Wien. Speziell die beiden letzten Spiele waren beeindruckend. 3:0 in Pasching und 5:1 gegen Mattersburg. Auch Trainer Walter Schachner war beeindruckt und glaubt jetzt wieder an eine mögliche Titelverteidigung und auch einen mögliche Cupsieg.
Negativlauf von Pasching
Die bisherige Überraschungsmannschaft Pasching ist in ein kleines Tief geschlittert. Nur 1:1 in Bregenz und dazu zwei Niederlagen, 0:3 gegen den GAK, 1:2 bei Rapid. In der Tabelle bedeutet das nur Rang drei, einen Punkt hinter Austria und Rapid aber bereits ein Spiel mehr. Der Schock nach dem 0:3 gegen GAK war groß, das 1:2 bei Rapid vergangenes Wochenende unglücklich. Steffen Hofmann erzielte den Siegtreffer für Rapid erst in der 88. Minute. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Aber noch ist der Titel für Pasching nicht weg, noch sind sieben Spiel ausständig.
Red Bull verleiht Salzburg Flügel
Was Magna für Austria Wien ist und IMG für den GAK, ist Red Bull für Salzburg. Österreichs Energy Produzent Didi Mateschitz investiert nicht nur in die Formel 1, seit einigen Wochen ist er auch Besitzer von Salzburg und will das Team mit Erreichen der UEFA Champions League wieder in ehemalige Höhen zurückführen.
Kurt Jara neuer Chefcoach in Salzburg
Mateschitz brachte Salzburg nicht nur das Geld, Mateschitz holte auch Kurt Jara nach vier Jahren in Deutschland als Chefcoach für die kommende Saison nach Salzburg. Nicola Jurcevic hat Salzburg bereits wieder verlassen, für den Rest der Saison leitet Jaras Langzeit-Assistent Manfred Linzmair das Training. Seine einzige Aufgabe ist der Klassenerhalt. Aber das könnte noch schwierig werden, denn Salzburg liegt nur vier Punkte vor Tabellen-Schlusslicht Bregenz und hat am Wochenende erneut zu Hause verloren. 0:1 gegen Austria Wien. Den letzten Heimsieg holte Salzburg vergangenen September. Zumindest das sollte sich ändern, denn Heimsiege sind Pflicht, wenn man nicht absteigen will.
Bregenz im Pech
Das Mittelfeld der Liga bewegt sich sieben Runden vor Schluss zwischen den Positionen fünf und acht. Keine Chance mehr auf den Titel aber auch relativ abgesichert gegen den Abstieg. Speziell Mattersburg, Tirol und Admira können sich zurücklehnen. Sturm Graz ist an achter Stelle aber nur neun Punkte vor Bregenz. Das könnte noch eng werden, allerdings hat Bregenz in den vergangenen sechs Spielen nur zwei Punkte geholt. Da scheint ein wenig die Luft draußen zu sein. 1:1 gegen Austria und 1:1 gegen Pasching, da fehlt die Kraft und auch das Quäntchen Glück. Denn zuletzt verlor Bregenz zu Hause gegen Admira erneut unglücklich 0:1. Das einzige Tor erzielte Admira zehn Minuten vor dem Ende aus einem Elfmeter.