UEFA entschlossen gegen Rassismus
Mittwoch, 9. März 2005
Artikel-Zusammenfassung
Offizielle von UEFA, Arsenal FC und dem FC Bayern München überreichten dem FARE-Netzwerk einen Scheck über 400.000 Euro.
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Die UEFA bleibt eine treibende Kraft im Kampf gegen den Rassismus im Fußball und unterstützt das Netzwerk "Football Against Racism in Europe" (FARE), seine europaweiten Aktivitäten zu verstärken.
Scheck präsentiert
Der UEFA-Direktor für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, William Gaillard, Arsenal FC-Vize-Präsident David Dein und der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, überreichten vor der UEFA Champions League-Begegnung zwischen Arsenal und den Bayern in Highbury der FARE einen Scheck über 400.000 Euro.
Vielfalt widerspiegeln
Der Scheck wurde drei Personen überreicht, die die verschiedenen ethnischen Minderheiten in Europa repräsentieren und die die volle Wucht des Rassenhasses zu spüren bekommen haben - Valeriu Nicolae vom Europäischen Informationsbüro der Roma in Brüssel, Mehrun Ahmed, einer in der Jugendarbeit tätigen Muslimin aus Sheffield und Ho Yee Cory Lam von der chinesischen Frauengruppe in Bristol und Avon.
Ein kontinentales Problem
FARE und die UEFA kooperieren schon seit mehreren Jahren und die Spende der UEFA an einen ihrer Haupt-Wohltätigkeitspartner kommt zu einer Zeit, in der öffentlich gewordene Fälle von Rassismus zu wachsender Besorgnis in der Fußballfamilie geführt haben. Das Geld wird verwendet, um Anti-Rassismus- und Aufklärungs-Aktivitäten in Süd- und Osteuropa zu unterstützen.
Engagierte Organisationen
Das FARE-Netzwerk besteht aus mehr als 100 organisierten Gruppen in 33 europäischen Staaten. FARE versucht, den Rassismus aus dem Spiel zu eliminieren, indem die Anstrengungen zahlreicher antirassistischer Fußball-Organisationen in Europa gebündelt werden.
UEFA-Hilfe
Die UEFA hat selbst fast 1,7 Millionen Euro für Anti-Rassismus-Programme seiner 52 Mitgliedsverbände gespendet. Dieses Geld kommt von den Bußgeldern, die die UEFA gegen Klubs und Spieler für alle Formen von Fehlverhalten im Europapokal ausgesprochen hat.
Arbeit an der Basis
"Wir haben in den letzten Monaten gesehen, wie entscheidend die Arbeit an der Basis gegen den Rassismus für die Zukunft des Spiels ist", sagte Piara Powar, Direktor der britischen Anti-Rassismus-Organisation Kick It Out und führendes Mitglied des FARE-Netzwerks.
"Laut und klar"
"In einigen Regionen Europas wird das Problem ignoriert. Vor diesem Hintergrund ist die Unterstützung durch Europas Fußball-Dachverband besonders wichtig, damit die Botschaft laut und deutlich auf dem ganzen Kontinent vernommen wird und damit wirksam gearbeitet werden kann."
Rassismus wird nicht toleriert
Gaillard sagte: "Die UEFA wird keinen Rassismus in unserem Sport tolerieren und wir werden nicht ruhen, bis die letzten Reste des Rassismus vom Platz und aus den Stadien verschwunden sind. Die UEFA teilt die Empörung über die jüngsten rassistischen Zwischenfälle im Fußball."
"Der Weg ist klar"
"Wir wissen, dass es notwendig ist, mit Spezialisten in diesem Problembereich zusammenzuarbeiten", erklärte Gaillard weiter. "Wir werden weiter mit gutem Beispiel vorangehen, um sicherzustellen, dass dieses Problem im europäischen Fußball in allen Köpfen verankert ist. Es gibt noch viel zu tun, aber unser Weg ist klar."
Harte Strafen
Die UEFA steht voll und ganz hinter der Anti-Rassismus-Bewegung. "Rassismus beeinflusst alle Bereiche der europäischen Gesellschaft, aber durch die riesige Popularität des Fußballs wird dieses Problem in unseren Stadien noch sichtbarer", so die UEFA. "Die UEFA spricht gegen alle Verbände, Klubs und Personen harte disziplinarische Strafen aus, wenn sie es nicht schaffen, den Rassismus aus dem Spiel zu entfernen. Wir sanktionieren alle Verstöße mit Bußgeldern, die sich erhöhen, wenn die Vorfälle ernster werden. Wir zwingen dauerhaft Zuwiderhandelnde, dass sie ihre Spiele hinter geschlossenen Türen spielen. Wir behalten es uns außerdem vor, Klubs aus Wettbewerben auszuschließen.
"Gemeinsame Vorgehensweise"
"Aber Sanktionen alleine sind nicht genug - wir müssen alles, was möglich ist, gegen dieses Problem tun. Zusammen mit FARE unternehmen wir Schritte, um den Rassismus aus den Stadien zu verbannen. Dazu gehören Sanktionen gegen Zuschauer und Spieler, die rassistische Äußerungen machen; das Verhindern des Verkaufs von rassistischem Material innerhalb und außerhalb der Stadien; die Einführung einer Politik der Gleichbehandlung in und im Umfeld der Klubs und eine gemeinsame Vorgehensweise von Ordnern und Polizisten bei Verstößen."
Weitere Informationen über das FARE-Network finden Sie auf www.FAREnet.org.