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Servette ist am Ende

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Der 17-malige Schweizer Meister Servette FC ist bankrott, nachdem der Klub nicht die benötigten 6,42 Millionen Euro aufbringen konnte.

Der Schweizer Klub Servette FC wurde nach einer letzten Anhörung heute für bankrott erklärt.

Versäumte Frist
Richter Patrick Chenaux vom Handelsgericht hatte dem 17-maligen Schweizer Meister eine Frist gesetzt, um zusammen mit Investoren die benötigten 6,42 Millionen Euro zur Tilgung der Schulden aufzubringen. Diese Frist verstrich am Freitagmorgen ohne nennenswerte Ergebnisse.

Keine Lösung
Die Probleme von Servette begannen im Oktober 2002, als der französische Fernsehsender Canal+ seinen Anteil am Verein von 43,2 Prozent verkaufte. Servette musste Verteidiger Philippe Senderos an Arsenal FC verkaufen, um die Saison überhaupt beenden zu können. Doch obwohl sich im vergangenen Februar der französische Spielerberater Marc Roger in den Klub einkaufte, konnten die Probleme nicht gelöst werden.

Verkauf von Spielern
Servette liegt auf dem achten Rang in der zehnköpfigen ersten Liga. Wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten wurden der Mannschaft auch noch drei Punkte abgezogen. Einige Spieler haben den Verein im letzten Monat bereits verlassen, darunter so klangvolle Namen wie Christian Karembeu, Stéphane Ziani und Mohamed Kader.

Stürmische Zeiten
Servette, das im Jahr 1999 zum letzten Mal Schweizer Meister wurde, ist bereits der dritte Erstligist des Landes, der in den letzten drei Jahren in den Konkurs ging. 2002 mussten der FC Lugano und Lausanne-Sports bereits wegen finanzieller Probleme den Weg des Zwangsabstiegs bestreiten. Sollte Servette jetzt das gleiche Schicksal ereilen, würde mit Neuchâtel Xamax FC nur noch eine Mannschaft aus dem nicht-deutschsprachigen Teil der Schweiz in der ersten Liga spielen.

Neues Stadion
Servette spielte die letzten Jahre im neu erbauten Stade de Genève - eine der Spielstätten der UEFA EURO 2008™-Endrunde, die in drei Jahren in Österreich und der Schweiz ausgetragen wird.

Keinen Einfluss
Die Situation des Klubs hat keinen Einfluss auf die Spiele der EURO 2008™ in diesem Stadion. "Servette ist nicht der Eigentümer des Stadions", sagte William Gaillard, der Kommunikationsdirektor der UEFA, am Freitag. "Wir haben eine Vereinbarung [für 2008] mit dem Eigentümer, deshalb ändert sich für uns nichts."

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