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Weniger Platzverweise, mehr Verwarnungen

Fälle

Die Anzahl der Platzverweise bei der UEFA EURO 2004™ ging im Vergleich zur Endrunde 2000 leicht zurück, dafür gab mehr Gelbe Karten.

Die Anzahl der Platzverweise bei der UEFA EURO 2004™ ging im Vergleich zur Endrunde 2000 leicht zurück - dafür stieg die Zahl der Gelben Karten.

Sechs Platzverweise
Die Statistik der UEFA wies beim Turnier in Portugal sechs Platzverweise aus, vor vier Jahren in Belgien und den Niederlanden waren es noch acht. Fünf dieser Platzverweise erfolgten nach der zweiten Gelben Karte, zudem gab es eine Rote Karte wegen Verhinderung einer klaren Torchance. Sowohl die Schweiz als auch Russland erhielten zwei Platzverweise.

148 Gelbe Karten
Überdies gab es bei der EURO 2004™ 148 Gelbe Karten. Bei der Endrunde 2000 mussten nur 117 Verwarnungen ausgesprochen werden, somit kam man dieses Jahr auf den Schnitt von 4,77 Karten pro Spiel (2000: 3,77). Europameister Griechenland sah 18 Gelbe Karten - drei in jedem Spiel auf dem Weg zum Titel - während Bulgarien und Russland die Mannschaften mit den meisten Gelben Karten pro Spiel waren (jeweils insgesamt 13 Karten, 4,33 pro Spiel). 

Die meisten Karten
Die Spiele mit den meisten Karten waren Spanien gegen Russland, Schweiz gegen Kroatien und Bulgarien gegen Dänemark (jeweils sieben Gelbe Karten und ein Platzverweis) sowie Russland gegen Griechenland (acht Gelbe Karten).

Tottis Sperre
Italiens Stürmer Francesco Totti erhielt eine Sperre von drei Spielen, nachdem er im Gruppenspiel gegen Dänemark einen Gegenspieler angespuckt hatte. Die Entscheidung im Fall des Schweizer Stürmers Alexander Frei, der einen englischen Gegner angespuckt hatte, wird erst am 14. Juli fallen.

Sperre für Van Nistelrooij  
Der niederländische Stürmer Ruud van Nistelrooij wurde für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen, nachdem er nach dem Halbfinale gegen Portugal Schiedsrichter Anders Frisk beleidigt hatte. Der Niederländische Fußballverband (KNVB) gab gestern bekannt, dass man die Berufung gegen dieses Urteil zurückgezogen hat.  

Olic freigesprochen
In einer der beiden Entscheidungen, die im Zusammenhang mit Doping standen, wurde der Kroate Ivica Olic freigesprochen. Bei ihm wurde nach dem Gruppenspiel gegen Frankreich die verbotene Substanz Methylprednisolon festgestellt. Dennoch entschied die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA, dass der Spieler kein Fehlverhalten begangen habe. Stattdessen wurde der Kroatische Fußballverband (HNS) mit einer Geldstrafe von 6.600 Euro belegt, da er gegen die Doping-Regularien verstoßen hatte.

Schmerzmittel
Olic erlitt in einem Freundschaftsspiel am 5. Juni gegen Dänemark eine Rippenverletzung, zwei Tage danach erhielt er ein mit Methylprednisolon angereichertes Schmerzmittel. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA war der Ansicht, dass der für Doping-Angelegenheiten verantwortliche Arzt und der behandelnde Arzt von Olic es versäumten, den notwendigen Behandlungsbericht an die UEFA zu senden.

Niederländischer Fall
Der andere Fall drehte sich um den niederländischen Mittelfeldspieler Edgar Davids. Er und Mannschaftsarzt Gerd Jan Gooudswaard wurden jeweils zu einer Strafe von 988 Euro verurteilt, nachdem sie nach dem Viertelfinale gegen Schweden eine Dopingkontrolle gestört hatten. Zudem wurde der KNVB für das ungebührliche Verhalten eines Spielers und eines Offiziellen während einer Dopingkontrolle zu einer Geldstrafe von 1.320 Euro verurteilt.

Wiederholte Anfrage
"Bei der Dopingkontrolle nach dem Spiel behinderten der niederländische Mannschaftsarzt und der Spieler Edgar Davids den reibungslosen Ablauf der Kontrolle, weil sie immer wieder nach einer dritten Probe für ihren Privatgebrauch fragten. Doch dies entspricht nicht den derzeitigen Doping-Regularien der UEFA", meldete die UEFA. 

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