David gegen Goliath im DFB-Pokal
Freitag, 28. Mai 2004
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Der TSV Alemannia 1900 Aachen darf am Samstag vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte träumen.
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Am Samstag kommt es im DFB-Pokal-Finale in Berlin wieder einmal zu einem Aufeinandertreffen zwischen David und Goliath, sprich zwischen dem deutschen Meister und einem Zweitligisten.
DFB-Pokal-Endspiel:
SV Werder Bremen v TSV Alemannia 1900 Aachen
Samstag um 20.00 Uhr in Berlin
Zweitligist Aachen steht vor der undankbaren Aufgabe, den frisch gekürten Meister aus Bremen am Double-Triumph zu hindern.
Enttäuschender Ausklang
Aachens Zweitligasaison endete mit einer großen Enttäuschung, denn erst am letzten Spieltag rutschte die Mannschaft von Trainer Jörg Berger aus den Aufstiegsrängen und beendete die Saison als Sechster. Als Trostpflaster bleibt dem Klub nächste Saison die Teilnahme am UEFA-Pokal, da Finalgegner Bremen ja in der UEFA Champions League antreten wird.
Vorbereitungen gestört
Die Vorbereitungen der Aachener, die auf dem Weg ins Endspiel auch den FC Bayern München aus dem Weg geräumt hatten, auf diese so wichtige Partie wurden allerdings empfindlich durch die Meldung gestört, dass der Klub den Vertrag mit Spielmacher Karl-Heinz Pflipsen nicht verlängern wird. Auch der bosnische Mittelfeldspieler Ivica Grlic hat angekündigt, Aachen zu verlassen.
Doubleträume in Bremen
Alles im Lot ist dagegen in Bremen. Der SV Werder will der erst vierte Klub nach dem FC Schalke 04 (1937), dem 1. FC Köln (1978) und FC Bayern München (1969, 1986, 2000, 2003) werden, der das kostbare Double schafft. Nach nur zwei Niederlagen in der abgelaufenen Saison gelten die Bremer als haushohe Favoriten.
Schaaf zuversichtlich
Zudem verfügt Bremens Trainer Thomas Schaaf über den Luxus, aus dem Vollen schöpfen zu können, selbst die angeschlagenen Mladen Krstajic, Valérien Ismael und Johan Micoud sind mit nach Berlin gereist. "Samstag um acht Uhr zählt es", sagte Schaaf. "Dann können wir das erreichen, was noch keine andere Bremer Mannschaft und überhaupt nur wenige Teams geschafft haben. Die Mannschaft ist bereit."