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Trauer um Fehér

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Tiefe Trauer herrschte nach dem Tod von Stürmer Miklós Fehér in Portugal und Ungarn.

Es war ein Tag der Trauer in Portugal und Ungarn, nachdem der Tod des ungarischen Nationalstürmers Miklós Fehér von SL Benfica in der vergangenen Nacht im Alter von 24 Jahren bekannt geworden ist.

Unerwartete Tragödie
Fehér brach am Sonntagabend beim im TV übertragenen Spiel der portugiesischen SuperLiga gegen Vitória SC in Guimarães zusammen. Nachdem er vom Schiedsrichter verwarnt worden war, lächelte er noch, beugte sich dann vornüber, ehe er zu Boden fiel – ein Herzinfarkt in den letzten Minuten dieses Spiels. Mannschaftskollegen trugen ihn vom Feld und die Ärzte versuchten, ihn wiederzubeleben. Später starb er im Krankenhaus.

Tiefe Trauer
Der Chef des Ungarischen Fußballverbandes, Imre Bozóky, zollte dem Toten Respekt. „Das ganze Land befindet sich in tiefer Trauer. Er war immer ein ruhiger und bescheidener Spieler, und schnell wurde er zum Vorbild für die jungen ungarischen Fußballer“, sagte Bozóky. „Er hatte auch die Ambition, soviel wie möglich zu erreichen, und er war auf dem Wege, ein europäischer Spitzenfußballer zu werden. Es ist ein Verlust für die ungarische Fußballfamilie. In der nächsten Woche soll im Budapester Ferenc-Puskás-Stadion für ihn ein Gedenkgottesdienst stattfinden.

Schnelle Karriere
Fehér wurde am 20. Juli 1979 geboren, seine kurze Karriere begann in Ungarn bei Györi ETO FC – damals war er 17 Jahre alt. Schnell kam er in die ungarische Jugendnationalmannschaft, und er spielte bei der UEFA U19-Europameisterschaft.

Länderspiel als Höhepunkt
Bekannt für seinen großen Torriecher wechselte er bald nach Portugal, wo er zunächst beim FC Porto und dann bei Benfica spielte. Auch auf internationaler Bühne zeigte er vielversprechende Leistungen – in 25 Länderspielen traf er siebenmal. Ein denkwürdiger Augenblick waren seine drei Tore in der FIFA-WM-Qualifikation im Oktober 2000 gegen Litauen. Er wurde als eines der wunderbarsten Talente gesehen, und nachdem er auf Leihbasis beim SC Salgueiros und SC Braga spielte, begann er bei Benfica mit beständigen Leistungen zu glänzen.

“Schwarze Nacht“
Dr. Gilberto Madaíl, der Präsident des Portugiesischen Fußballverbandes, sprach von einer “schwarzen Nacht”, während Benficas Pressechef António Cunha Vaz sagte, dass alle bei Benfica „in Trauer“ und „tief geschockt“ seien.

Märtyrer des Sports
Imre Gellei, der ehemalige ungarische Nationaltrainer, der mehr als alle anderen das große Talent von Fehér erkannte, sagte: „Wenn jemand auf dem Feld stirbt, heißt das, dass er ein Märtyrer des Sports wird.“ Unter ähnlichen Umständen war im Sommer letzten Jahres der Kameruner Marc-Vivien Foé gestorben.