Cissé für fünf Spiele gesperrt
Freitag, 5. Dezember 2003
Artikel-Zusammenfassung
Frankreichs Stürmer Djibril Cissé wurde wegen seines Verhaltens in einem U21-Länderspiel für fünf Partien gesperrt.
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Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA hat Djibril Cissé nach seiner Roten Karte im UEFA-U21-Europameisterschafts-Play-off zwischen Frankreich und Portugal am 18. November in Clermont-Ferrand für fünf Spiele gesperrt.
Cissé will nicht vom Platz
Der französische Stürmer wurde vom Platz gestellt, da er seinen Gegenspieler vorsätzlich getreten hatte. Danach weigerte sich Cissé den Platz zu verlassen und protestierte vehement und in beleidigender Weise gegen die Entscheidung des Schiedsrichters und verhielt sich zudem den portugiesischen Spielern gegenüber äußerst aggressiv. Am Ende dieses Spiels wurde außerdem der Franzose Gaël Givet wegen seines aggressiven und beleidigenden Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter vom Platz gestellt und jetzt für zwei Spiele gesperrt.
Sperren gelten auch für EURO 2004™
Da beide Spieler aus Altersgründen nicht länger für die U21 spielen dürfen, gelten diese Sperren auch für die A-Nationalmannschaft und damit für die UEFA EURO 2004™ in Portugal.
Strafe für den Verband
Der Französische Fußballverband muss außerdem eine Strafe von 6 400 Euro zahlen, Grund dafür ist zum einen das generell unsportliche Verhalten seiner Spieler und zum anderen die Verzögerung des Anstoßes zur ersten Halbzeit der Verlängerung in besagtem Spiel. Der Portugiesische Fußballverband muss ebenfalls 6 400 Euro Strafe bezahlen und zudem die Schäden ersetzen, die seine Spieler nach dem Spiel in der Umkleidekabine angerichtet hatten.
Sperre für Türkei
Außerdem entschied die Kontroll- und Disziplinarkammer, dass die türkische U21-Nationalmannschaft die ersten zwei Heimspiele der U21-Europameisterschaft 2004/06 vor leeren Rängen austragen muss.
Ausschreitungen
Verschiedene Zwischenfälle, die sich beim U21-Play-off-Spiel zwischen der Türkei und Deutschland am 18. November in Istanbul ereigneten, waren der Grund für weitere saftige Strafen. Zahlreiche Gegenstände waren nach dem Schlusspfiff auf das Spielfeld geworfen worden und hatten den Schiedsrichter und die beiden Assistenten getroffen, einer der beiden Assistenten wurde zudem im Tunnel getreten. Für diese Zwischenfälle wurde der Türkische Fußballverband mit 32 100 Euro zur Kasse gebeten, verschärfend wirkten sich hier noch Attacken der Sicherheitskräfte auf deutsche Spieler aus.
Zwei Sperren
Zwei türkische Spieler wurden gesperrt, Beyhan Sümer muss wegen seiner Attacken gegen den deutschen Torhüter Tim Wiese die nächsten fünf Spiele pausieren, Aslan Kemal, der nach dem Schlusspfiff zwei deutsche Spieler ins Gesicht geschlagen hatte, wird vier Partien aussetzen müssen. Diese Sperren gelten für die Qualifikationsspiele zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006.
Emre bestraft
Der türkische Verband muss zudem 19 300 Euro für das unsportliche und aggressive Verhalten seiner Spieler und Offiziellen nach dem Play-off-Spiel der A-Nationalmannschaft in Riga gegen Lettland bezahlen. Auch hier kam verschärfend hinzu, dass die Mannschaft bei dem EURO 2004™-Qualifikationsspiel am 15. November den Anstoß verzögert hatte. Asik Emre, der während der Partie seinen Gegenspieler mit dem Ellenbogen geschlagen hatte, muss vier Spiele aussetzen.
Sperre für Giggs
Nicht um eine Sperre herum gekommen ist auch Ryan Giggs. Der Waliser wurde wegen eines Ellenbogenschlags im EURO 2004™-Play-off-Spiel am 15. November in Moskau für zwei Partien auf die Tribüne verbannt.
Galatasaray muss zahlen
Zu guter Letzt muss auch Galatasaray SK eine Strafe von 32 100 Euro bezahlen, da im UEFA Champions League-Spiel am 21. Oktober gegen Olympiacos CFP in Istanbul zahlreiche bengalische Feuer abgebrannt und Gegenstände auf das Spielfeld geworfen wurden.
Übrige Entscheidungen
Die übrigen Entscheidungen, die von der Kontroll- und Disziplinarkammer am 4. Dezember getroffen wurden, werden am Mittwoch, den 10. Dezember, bekannt gegeben.