„Fußball ist eine gemeinsame Sprache der Europäer“

Der erste UEFA-Vizepräsident Karl-Erik Nilsson und der Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), Karl-Heinz Lambertz, haben sich in Nyon getroffen und die Bedeutung der sozialen und wirtschaftlichen Rolle des Fußballs für die regionale Entwicklung in Europa betont.

Karl-Erik Nilsson (links) und Karl-Heinz Lambertz mit den Pokalen der UEFA Champions League (links) und der UEFA-Europameisterschaft.
Karl-Erik Nilsson (links) und Karl-Heinz Lambertz mit den Pokalen der UEFA Champions League (links) und der UEFA-Europameisterschaft. ©UEFA

Bei einem Treffen zwischen dem ersten UEFA-Vizepräsidenten Karl-Erik Nilsson und dem Präsidenten des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), Karl-Heinz Lambertz, standen der Beitrag des Fußballs zur regionalen und lokalen Entwicklung in Europa sowie die Sportförderung in der Europäischen Union im Vordergrund. Das Gespräch fand im Rahmen des laufenden Dialogs zwischen der UEFA und der Europäischen Union statt und unterstrich die engen Beziehungen zwischen den beiden Institutionen; im Frühling hatte die UEFA bereits die Erklärung zur #Cohesion Alliance unterzeichnet, eine vom AdR und den größten regionalen und städtischen Verbänden ins Leben gerufene Initiative für wirtschaftliche, soziale und territoriale Kohäsion in Europa.

Der Europäische Ausschuss der Regionen ist eine beratende Einrichtung aus lokal und regional gewählten Vertretern aus Regionen, Kommunen, Provinzen, Gemeinden und Städten, die sich für die Stärkung der EU-Kohäsionspolitik in den 28 EU-Mitgliedsstaaten einsetzt. „Der Fußball ist für diesen Prozess von Bedeutung, weil er eine wichtige Rolle im Leben vieler Menschen spielt“, sagte Karl-Heinz Lambertz. „Fußballvereine prägen das gesellschaftliche Leben in den EU-Mitgliedsstaaten. Fußball ist eine gemeinsame Sprache der Europäer und vereint Jung und Alt in ihrer gemeinsamen Leidenschaft. Der Sport im Allgemeinen und der Fußball im Besonderen haben eine enorme Mobilisierungskraft und sollten in den Dienst des gemeinsamen Ziels, das Wohlergehen unserer Bevölkerung, gestellt werden.“

Der Präsident des AdR betonte ferner, dass der Arbeit und den Visionen der beiden Institutionen Gemeinsamkeiten innewohnten, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich erschienen. „Uns ist gemein, dass beide mit etwas zu tun haben, das die Leute in ihrem Alltag tangiert.“ Lambertz begrüßte die Unterstützung der UEFA für eine starke europäische Kohäsionspolitik, die insbesondere in der Lage ist, soziale Inklusion durch Sport zu fördern. „Kohäsion hat in der EU eine symbolische Bedeutung. Wir haben erkannt, dass Sport und Fußball sehr starke Instrumente zur Förderung und Pflege von Zusammenhalt sind. Wir freuen uns daher außerordentlich darüber, dass die UEFA unsere Erklärung zur #Cohesion Alliance unterzeichnet hat.“

Der Präsident des AdR lobte das UEFA-Unterstützungsprogramm HatTrick, über das den europäischen Nationalverbänden bedeutende Unterstützung im infrastrukturellen und sportlichen Bereich bereitgestellt wird. „Vergessen wir nicht“, so Karl-Heinz Lambertz, „dass der Sport ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, der finanzielle Ressourcen generieren kann, die zu Entwicklungszwecken eingesetzt werden können. „Das UEFA-HatTrick-Programm, das aus Einnahmen aus der Fußball-Europameisterschaft finanziert wird, ist ein ausgezeichnetes Beispiel für einen intelligenten Einsatz solcher Ressourcen zu Entwicklungszwecken.“

Karl-Erik Nilsson, der auch Vorsitzender der UEFA-HatTrick-Kommission ist, sagte, dass die kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Regionen der Schlüssel für das Wachstum in Europa sei. „Der Fußball kann in diesem Prozess eine entscheidende Funktion übernehmen“, so Nilsson. „Die Stärkung des Dialogs mit dem Europäischen Ausschuss der Regionen ist ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung. Eine starke Kohäsionspolitik verringert regionale Disparitäten, kreiert Arbeitsplätze und schafft neue Geschäftsmöglichkeiten. Das EU-Budget nach 2020 sollte neben der Erhaltung einer starken Kohäsionspolitik auch Investitionen im Sport als Triebfeder für Entwicklung und soziale Integration vorsehen.“

Karl-Erik Nilsson wies ferner darauf hin, dass der Mangel an sportlicher Infrastruktur ein ernsthaftes Problem in Europa sei, insbesondere in benachteiligten Gegenden. „Investitionen im Sport und insbesondere im Breitensport hätten nicht nur auf lokaler Ebene großen Nutzen, sondern würden auch zu wirtschaftlichem Wachstum in den europäischen Regionen beitragen“, so der erste UEFA-Vizepräsident.

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