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UEFA-Botschaft für Schiedsrichter

Die UEFA hat vor dem Beginn der K.-o.-Runden der UEFA Champions League und der UEFA Europa League noch einmal seine internationalen Topschiedsrichter zusammengeholt und auf einige Gefahren hingewiesen.

Hugh Dallas macht während des UEFA-Schiedsrichterkurses in Antalya eine Präsentation
Hugh Dallas macht während des UEFA-Schiedsrichterkurses in Antalya eine Präsentation ©UEFA.com

Die UEFA hat vor dem Beginn der K.-o.-Runden der UEFA Champions League und der UEFA Europa Leagues noch einmal seine internationalen Topschiedsrichter zusammengeholt.

Am Ende des Schiedsrichterkurses im türkischen Antalya wurden die Unparteiischen aufgefordert, großen Wert auf den Schutz der Spieler zu legen, das Image des Fußballs zu fördern, sich stets dessen bewusst zu sein, dass sie als Botschafter der UEFA agieren und jegliche Annäherung und Bestechungsversuche Dritter sofort der UEFA zu melden, sollten diese versuchen, Spiele zu manipulieren.

Zusätzlich wurden die Schiedsrichter von UEFA-Schiedsrichter-Offizier Hugh Dallas an die Richtlinien der UEFA erinnert, die zu Beginn der Saison allen Beteiligten ausgehändigt wurden. Entschiedenes und strenges Vorgehen ist vor allem bei Rudelbildung und Schiedsrichter-Beleidigung unumgänglich, Gleiches gilt für rücksichtslose Grätschen und schweres Foulspiel.

"Es ist wichtig, die Spieler zu schützen – sie sollen sich auf dem Platz sicher fühlen", sagte Dallas. "Sie sind dort als eine Art Rasen-Polizei und müssen sicherstellen, dass das Spiel entsprechend seinen Regeln ablaufen kann. Versuchen Sie auch, präventiv zu handeln – warten Sie nicht, bis etwas passiert ist. Versuchen Sie, es vorher zu verhindern."

Zudem wurden die Schiedsrichter aufgefordert, Spieler zu bestrafen, die nach einem Körperkontakt übertrieben theatralisch reagieren, um Strafen für ihre Gegenspieler zu provozieren. "Passen Sie auf – verwarnen Sie diese Spieler", sagte Dallas. "Lassen Sie sie wissen, dass Sie genau wissen, was Sache ist." Eine ähnliche Wachsamkeit sollte bei Schwalben an den Tag gelegt werden. "Wenn Spieler simulieren, egal, wo auf dem Platz", sagte der frühere Schiedsrichter, "sollten sie bestraft werden."

Ein Schwerpunkt des Kurses lag auf der sorgfältigen Planung und Vorbereitung der Schiedsrichter auf ihr nächstes Spiel, vor allem in taktischer Hinsicht. Richtiges Stellungsspiel – zur rechten Zeit am rechten Ort – ist extrem hilfreich, um auf dem Platz die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Spieloffiziellen agieren als Repräsentanten der UEFA und müssen sich auf ihren Reisen und vor sowie nach den Spielen dementsprechend verhalten. "Zeigen Sie zu jeder Zeit Professionalität", sagte Dallas. "Sie repräsentieren die UEFA und Ihren nationalen Verband, nicht zu vergessen, sich selbst und Ihre Familie – stellen Sie sicher, dass Sie sich auf und abseits des Platzes professionell verhalten. Sie wissen nie, wer da im Flugzeug neben Ihnen sitzt. Sie sind leicht zu identifizieren – seien Sie sehr vorsichtig, wenn Sie in einem Anzug Ihres Verbandes auf Flughäfen unterwegs sind."

Dallas wies auch auf die Gefahren sozialer Netzwerke hin. "Etwas Harmloses, was Sie gesagt haben, könnte völlig aus dem Kontext gerissen werden", warnte er. "Sie agieren jetzt im nationalen Fußball auf einem sehr hohen Niveau, weil Sie auch international tätig sind – seien Sie also bitte vorsichtig."

Ein weiterer Schwerpunkt galt dem Kampf der UEFA und der Verbände gegen illegale Wetten und Spielmanipulationen. "Wir fordern Sie auf, sich beim geringsten Verdacht sofort an die UEFA zu wenden", fuhr der Schotte fort. "Schiedsrichter können immer ein Ziel sein, geben Sie sich also keine Blöße."
 
Gegenüber UEFA.com erläuterte Dallas auch die Intentionen des Schiedsrichter-Winterkurses, der gerade zu Ende gegangen ist. "Wir haben zwei verschiedene Kurse abgehalten, einen für die Eliteschiedsrichter und einen für Neulinge auf der internationalen Bühne", sagte er. "Wir versuchen, unsere Schiedsrichter an ein konstantes Niveau heranzuführen, das Klubs, Trainer und Spieler erwarten. Wir zeigen den neuen Schiedsrichtern die Standards, die von ihnen gefordert werden. Der beste Fußball braucht die besten Schiedsrichter – und wir haben hier die künftige Generation der Topschiedsrichter gesehen.

"Bei Kursen wie diesem kann jeder vom anderen lernen und vor allem von der Erfahrung der anderen profitieren", fügte er an. "Die jungen Schiedsrichter können von ihren älteren Kollegen lernen, die erfahrenen Schiedsrichter sollten auch ihre Hilfe anbieten – und den jungen Schiedsrichtern einen Weg zeigen, dem diese folgen können."

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