Integritätsworkshop vor der Frauen-WM

Vertreter der UEFA und der neun europäischen Nationalverbände, die im kommenden Sommer die Endrunde der FIFA-Frauenfußball-Weltmeisterschaft bestreiten, wurden über die für das Turnier geplanten Integritätsaktivitäten in Kenntnis gesetzt.

Delegierte beim Workshop in Madrid.
Delegierte beim Workshop in Madrid. ©RFEF

Vertreter der UEFA und der neun europäischen Nationalverbände, die im kommenden Sommer in Frankreich die Endrunde der FIFA-Frauenfußball-Weltmeisterschaft bestreiten, wurden über die für das Turnier vorgesehenen Integritätsaktivitäten informiert.

An dem vom Weltfußballverband FIFA organisierten und vom Spanischen Fußballverband (RFEF) ausgerichteten Workshop in Madrid nahmen WM-Gastgeber Frankreich sowie Deutschland, England, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schottland, Schweden und Spanien teil – die neun europäischen Verbände, die bei der Endrunde vom 7. Juni bis 7. Juli um die WM-Krone spielen werden.

Es war dies die letzte von insgesamt drei Informationsveranstaltungen in diesem Monat, bei denen sich die FIFA, die 24 für die WM qualifizierten Verbände und ihre jeweiligen Konföderationen intensiv mit den Integritätsaktivitäten im Rahmen des Turniers beschäftigten – der Workshop diente ihnen als Plattform zum Wissensaustausch über Schutzmaßnahmen für Fußballspiele und -wettbewerbe.

Die Integritätsbeauftragten der europäischen Teilnehmer der Frauen-WM trafen sich in Madrid mit UEFA-Vertretern.
Die Integritätsbeauftragten der europäischen Teilnehmer der Frauen-WM trafen sich in Madrid mit UEFA-Vertretern.©RFEF

Die Integritätsbeauftragten der neun europäischen Verbände konnten sich in Madrid insbesondere ein klares Bild darüber machen, wie die Integritätsaktivitäten beim weltweit wichtigsten Frauenfußball-Nationalmannschaftswettbewerb aussehen werden.

Die UEFA hat ein Netzwerk von Integritätsbeauftragten in ihren 55 Mitgliedsverbänden geschaffen, die mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden in Kontakt stehen und in ihren jeweiligen Ländern Aufklärungs- und Präventionsprogramme durchführen.

In Madrid absolvierten die Vertreter der europäischen WM-Teilnehmer ein intensives Programm mit interaktiven Aktivitäten, individuellen und Gruppenübungen sowie Fallstudien mit Präsentationen der UEFA und des Französischen Fußballverbands (FFF), anhand derer Machenschaften wie Spielmanipulation und Bestechung, welche die Integrität des Fußballs gefährden können, verhindert werden sollen. „Alle drei Workshops waren ein voller Erfolg und werden mit Sicherheit zum Schutz der Integrität des Wettbewerbs beitragen“, bilanzierte Vincent Ven, Leiter der FIFA-Integritätsabteilung.

„Im Rahmen der Umsetzung eines umfassenden und auf Zusammenarbeit basierenden Integritätsprogramms rund um die FIFA-Frauen-WM bietet die UEFA gerne ihre Unterstützung an und gibt ihr Wissen weiter“, fügte Angelo Rigopoulos, geschäftsführender Direktor Integrität und regulatorische Angelegenheiten bei der UEFA, hinzu.

Im Zuge ihrer langjährigen Bemühungen, Spielmanipulationen und Bestechung im Fußball zu bekämpfen, hat die UEFA eine Reihe von Initiativen zum Schutz der Integrität des europäischen Fußballs auf den Weg gebracht. Diese beinhalten unter anderem ein System zur Aufdeckung betrügerischer Wetten, mit dem jedes Jahr über 30 000 Spiele in Europa überwacht werden, Online- und Präsenzschulungen für Spieler, Schiedsrichter und Vereinstrainer, einen gemeinsam mit den Interessenträgern des Fußballs eingeführten Verhaltenskodex, umfassende reglementarische Bestimmungen, formelle Kooperationsvereinbarungen mit europäischen Strafverfolgungsbehörden, eine ständige Arbeitsgruppe zu Spielmanipulationen sowie eine vertrauliche Plattform, auf welcher der UEFA Informationen zu Spielmanipulationen und Bestechung gemeldet werden können.

„Ebenso wichtig wie Maßnahmen ist die Zusammenarbeit zwischen den Fußballverbänden. Dem Sprichwort, dass man gemeinsam stärker ist, kommt beim Schutz des Fußballs besondere Bedeutung zu“, sagte der RFEF-Integritätsbeauftragte Alfredo Lorenzo Mena. „Dieser Workshop in Madrid ist Ausdruck der Entschlossenheit der Fußball-Dachverbände, den Fußball sauber zu halten und vor illegalen Machenschaften zu schützen.“

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