Europäische Klubfinanzen gesünder denn je dank finanziellem Fairplay

Die europäischen Klubs schreiben heute EUR 600 Mio. Gewinn im Vergleich zu EUR 1,7 Mrd. kombinierten Verlusten im Jahr 2011.

Die Grafiken zeigen, wie deutlich sich die Klubfinanzen seit der Einführung der UEFA-Bestimmungen zum finanziellen Fairplay verbessert haben.
Die Grafiken zeigen, wie deutlich sich die Klubfinanzen seit der Einführung der UEFA-Bestimmungen zum finanziellen Fairplay verbessert haben. ©UEFA

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin bekräftigt, dass die UEFA-Bestimmungen zum finanziellen Fairplay die europäischen Fußballfinanzen stärker gemacht haben als je zuvor.

Neue Zahlen zur Finanzlage von 718 Erstligaklubs in Europa, die von der UEFA-Subdivision finanzielle Nachhaltigkeit und Forschung zusammengestellt wurden und den Zeitraum bis und mit Dezember 2017 umfassen, zeigen, dass die europäischen Erstligaklubs 2017 zum ersten Mal seit Aufzeichnungsbeginn profitabel gewirtschaftet haben.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin sagte: „Dank dem finanziellen Fairplay ist der europäische Fußball gesünder denn je. Die EUR 600 Mio. kombinierten Gewinne der Klubs im Jahr 2017 sind eine bemerkenswerte Verbesserung im Vergleich zu den kombinierten Verlusten 2011, als das UEFA-Reglement zum finanziellen Fairplay eingeführt wurde. Dies zeigt eindeutig, dass das finanzielle Fairplay funktioniert.“

Die Zahlen sind außerdem ein Beleg dafür, dass die Vereinsbilanzen solider sind als je zuvor mit Vermögenswerten, die um EUR 7,7 Mrd. höher liegen als die Schulden und Verbindlichkeiten, im Vergleich zu EUR 1,9 Mrd. Anfang 2011.

Aleksander Čeferin fügte hinzu: „Dieser Erfolg, diese neue Stabilität ist das Ergebnis der von der UEFA und ihren Mitgliedsverbänden im Rahmen der Einführung von Klublizenzierungsverfahren geleisteten Arbeit, deren Kostenkontrollmechanismen zu einer deutlich besseren Finanzdisziplin geführt haben. Das finanzielle Fairplay stellt eine Plattform für die Vereine bereit, um ihre Kosten zu kontrollieren und ihre Schulden zu zahlen.“

Die Stabilität steht auf einer breiten Grundlage, denn 29 der 54 europäischen Topligen sind heute profitabel, im Vergleich zu gerade einmal acht bei der Einführung des finanziellen Fairplays. Die Zahlen zeigen zudem, dass der europäische Klubfußball 2017 mit einem Anstieg von EUR 1,6 Mrd. ein höheres Einnahmenwachstum verzeichnete als je zuvor innerhalb eines Jahres. Die Einnahmen der europäischen Vereine sind heute sieben Mal höher als vor 20 Jahren.

Die Tatsache schließlich, dass die Einnahmen zum vierten Mal in fünf Jahren stärker gewachsen sind als die Gehälter, zeigt, dass die Klubs vorsichtig bleiben und ihre Kosten im Rahmen des Ökosystems des finanziellen Fairplays kontrollieren. Die UEFA ruht sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren aus, und das UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay wurde für den neuen Wettbewerbszyklus 2018-21 überarbeitet.

„Es ist an der Zeit, einen Schritt weiterzugehen“, sagte der UEFA-Präsident. „Deshalb haben wir beschlossen, das Reglement weiter auszubauen, mehr Transparenz und die Vereinheitlichung der finanziellen Rechnungslegungsstandards anzustreben. Das neue Reglement wird es der UEFA zudem ermöglichen, schneller zu reagieren und Probleme zu antizipieren, bevor sie zu groß werden. Wenn wir zum Beispiel sehen, dass ein Verein einen bestimmten Betrag für Transfers überschritten hat, oder wenn seine Schulden zu hoch werden, kann die UEFA künftig unmittelbar reagieren und die Fähigkeit des Vereins, die Regeln in Zukunft einzuhalten, proaktiv beurteilen.“

 

 

 

 

 

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