Antidoping-Testprogramm für Teilnehmer an der Endphase der UEFA Nations League

Die UEFA-Abteilung Antidoping hat ein umfassendes Testprogramm mit den vier Mannschaften durchgeführt, die sich für die Endphase der UEFA Nations League League qualifiziert haben, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer zu gewährleisten.

Die Testprogramme der UEFA gewährleisten gleiche Wettbewerbsbedingungen für die vier Mannschaften.
Die Testprogramme der UEFA gewährleisten gleiche Wettbewerbsbedingungen für die vier Mannschaften. ©UEFA

In den nächsten Tagen beginnt die erste Ausgabe der Nations-League-Endphase. Vor diesem Hintergrund hat die UEFA-Abteilung Antidoping ein umfassendes Testprogramm mit den vier qualifizierten Teams – Gastgeber Portugal, England, die Niederlande und die Schweiz – durchgeführt, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer zu gewährleisten.

Die UEFA hat in Zusammenarbeit mit den nationalen Antidoping-Organisationen (NADOs) 2019 insgesamt 169 Proben von Spielern genommen, die an der Endphase teilnehmen. Davon wurden 84 Proben nach einem Spiel und 85 Proben auf dem Trainingsgelände oder bei den Spielern zu Hause genommen.

Alle Proben wurden von WDA-akkreditierten Labors ausgewertet.
Alle Proben wurden von WDA-akkreditierten Labors ausgewertet.©UEFA

Diese wurden von den von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditierten Labors ausgewertet, wobei sämtliche Ergebnisse negativ waren. Außerdem haben UEFA-Dopingkontrolleure (DKs) weitere 20 Proben von Spielern nach ihrer Ankunft in den Mannschaftshotels in Portugal genommen.

Die Auswertung erfolgt innerhalb von 48 Stunden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse vor den Halbfinalspielen, in denen Portugal am Mittwoch in Porto auf die Schweiz und die Niederlande am Donnerstag in Guimarães auf England trifft, bekannt sind.

Die UEFA hat Kooperationsvereinbarungen mit den nationalen Anti-Doping-Organisationen aller in der Endphase vertretenen Länder unterzeichnet, was der UEFA und den NADOs eine umfassende Administration anhand des biologischen Sportlerpasses ermöglicht.

Mit dem biologischen Sportlerpass werden bestimmte biologische Variablen im Zeitverlauf erfasst, welche die Wirkung von Dopingsubstanzen auf den Körper belegen können. Im Rahmen dieser statistischen Methode werden Daten früherer Proben der Spieler erfasst, um einen individuellen Grenzwert für zukünftige Proben festzulegen.

Ergebnisse, die außerhalb der für den Spieler festgelegten Grenzwerte liegen, können auf Doping schließen lassen. In einem solchen Fall müssen weitere Untersuchungen folgen.

Durch die Zusammenarbeit mit den NADOs im Rahmen des biologischen Sportlerpasses wird sichergestellt, dass unabhängig von der Kontrollbehörde alle Daten zu einem Sportler im gleichen Pass aufgeführt werden. Das bedeutet, dass die Daten umfassender, die persönlichen Grenzwerte genauer und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler betrügt, geringer sind.

Mit den Kooperationsvereinbarungen wurden außerdem die Angaben zum Aufenthaltsort und den Testplänen der Spieler mit den NADOs ausgetauscht; erstere ermöglichen unangekündigte Kontrollen auf dem Trainingsgelände der Spieler, letztere gewährleisten ein ausgewogenes, auf Informationsaustausch beruhendes Testprogramm.

Die UEFA verfügt über ein weitreichendes Aufbewahrungsprogramm, wonach alle Proben von Spielern, die an Wettbewerben auf höchster Stufe teilgenommen haben, bis zu zehn Jahre für künftige, erneute Analysen hinterlegt werden.

19 Proben aus dem Jahr 2015 von Spielern aus England, den Niederlanden, Portugal und der Schweiz wurden erneut ausgewertet. Dabei wurden modernste wissenschaftliche Methoden angewandt, um zu prüfen, dass sämtliche Proben vor dem Turnier negativ waren.

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