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Unverzichtbar für die Sicherheit im Stadion: Gemeinsames Lernen und Kooperation

Stadion

Eine bessere Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Vereinen, Behörden und der Polizei sowie ein gemeinsamer Ansatz zur Lösungsfindung im Zusammenhang mit Vorfällen, die dem Fußball schaden – so lauteten die wichtigsten Erkenntnisse bei der diesjährigen UEFA-Konferenz zu Stadionsicherheit in Athen.

UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis bei seiner Ansprache. Foto: Aris Papadopoulos, APG.
UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis bei seiner Ansprache. Foto: Aris Papadopoulos, APG. ©UEFA.com
An der Konferenz in Athen nahmen 360 Vertreter von UEFA und anderen Interessenträgern teil. Foto: Aris Papadopoulos, APG.
An der Konferenz in Athen nahmen 360 Vertreter von UEFA und anderen Interessenträgern teil. Foto: Aris Papadopoulos, APG.©UEFA.com

Die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Fußballverbänden, Vereinen, staatlichen Behörden und der Polizei bildete den roten Faden in den Diskussionen, welche die über 360 Vertreter von UEFA, nationalen Fußballverbänden, Fußballvereinen, Polizeibehörden, Europarat und EU-Expertengruppe für Sicherheit bei Fußballspielen sowie anderen Interessenträgern bei der diesjährigen UEFA-Konferenz zu Stadionsicherheit in Athen führten.

Das Thema dieser 18. Ausgabe der alljährlichen Veranstaltung lautete „Voneinander lernen“, wie auch Theodore Theodoridis in seiner Eröffnungsrede unterstrich. „Der Erfolg dieser Veranstaltung“, so der UEFA-Generalsekretär, „bestand und besteht darin, sich zu treffen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Nur gemeinsam können wir Lösungen finden für die besorgniserregenden Vorfälle, die unserem Sport schaden.“ 

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Voneinander lernen“. Foto: Aris Papadopoulos, APG.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Voneinander lernen“. Foto: Aris Papadopoulos, APG.©UEFA.com

Derweil stellte der griechische Minister für Bevölkerungsschutz, Michalis Chrysochoidis, das Verhalten von Fans in nationalen und in europäischen Wettbewerben gegenüber: „Die Fans und die Mannschaften wissen, dass ihr Verhalten auf europäischer Ebene Folgen hat; in Griechenland ist dies nicht unbedingt der Fall. Die Gesetze sind vorhanden, werden aber nicht durchgesetzt. Die nationalen Wettbewerbsspiele sollten nach denselben Regeln gehandhabt werden, die auch in den europäischen Wettbewerben gelten.“

Der stellvertretende griechische Minister für Kultur und Sport, Lefteris Avgenakis, fügte hinzu: „Wir sind ständig darum bemüht, die bestehende Kultur zu verändern. Wir möchten den Fußball neu definieren, als Unterhaltung für die ganze Familie.“ 

Die UEFA-Konferenz zu Stadionsicherheit findet alljährlich vor der Gruppenphase der UEFA-Klubwettbewerbe statt. Foto: Aris Papadopoulos, APG.
Die UEFA-Konferenz zu Stadionsicherheit findet alljährlich vor der Gruppenphase der UEFA-Klubwettbewerbe statt. Foto: Aris Papadopoulos, APG.©EPO

Der Präsident des Griechischen Fußballverbands (EPO), Evangelos Grammenos, richtete bei seinem Willkommensgruß folgende Worte an die Konferenzteilnehmer: „Ich bin dankbar für den Wissenstransfer, der im Rahmen dieser Konferenz stattfindet, und wünsche Ihnen allen viel Erfolg und eine sichere Fußballsaison.“

Die Konferenz begann mit einem eindrucksvollen Video und alarmierenden Zahlen, die einen Anstieg gefährlicher Zwischenfälle bei UEFA-Wettbewerbsspielen der vergangenen drei Spielzeiten belegten. Aus dem Überblick ging ferner hervor, dass die zunehmend explosive Atmosphäre in Stadien und Städten eine zunehmend explosive Atmosphäre in Europa insgesamt widerspiegelt und dass Lösungsansätze verhältnismäßig und zielgerichtet sein müssen.

Unter den besprochenen Vorschlägen fand sich unter anderem die Forderung, die wenigen Unruhestifter auszuschließen, um der breiten Masse Sicherheit zu bieten, wobei Umfang, Legitimität, Proportionalität sowie ethische Aspekte von Ausschlussmaßnahmen diskutiert wurden. 

Eine abschließende Umfrage zu einer großen Bandbreite an Themen ergab, dass nach Ansicht der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer (85 %) ineffiziente Strafverfolgung und Sanktionierung in ihren Ländern ein Hindernis bei der Bekämpfung von Gewalt und anderen Zwischenfällen im Fußball darstellten.

Der effektive Ausschluss von Unruhestiftern wurde dabei weithin als wichtigster Faktor bei der Bekämpfung von Gewalt und anderen Zwischenfällen im Kontext von Fußball in ganz Europa angesehen. Auch herrschte Einigkeit darüber, dass Regierungen und staatliche Behörden hinsichtlich der Gewährleistung einer systematischen Umsetzung von Stadionverboten die Führungsrolle übernehmen müssen.

Als weiterer Punkt stand das Dauerthema Pyrotechnik auf der Tagesordnung. Die diesbezügliche Präsentation von Dr. Tom Smith, der als Experte zu diesem Thema federführend an dem gemeinsamen, unabhängigen Bericht von UEFA und Football Supporters Europe zur Frage der Sicherheit von Pyrotechnik in Stadien beteiligt war, bot ebenso wie ein Video zu den schrecklichen Konsequenzen bei unangemessener Verwendung in Fußballarenen viel Stoff zum Nachdenken.

Weitere Redner waren Paolo Gomes vom Europarat sowie David Bohannan von der EU-Expertengruppe für Sicherheit bei Fußballspielen, die jeweils einen Einblick in die aktuelle Rolle ihrer Organisation im Rahmen eines Sicherheitskonzepts mit multiplen Akteuren gaben.