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Roma gibt sich keine Blöße

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"Man ist für sein Glück selbst verantwortlich", erklärte Trainer Rudi Garcia, nachdem seine AS Roma ein hart umkämpftes Spiel bei Udinese Calcio gewinnen konnte und damit den neunten Sieg in Folge feierte.

Michael Bradley schoss die Roma bei Udinese zum Sieg
Michael Bradley schoss die Roma bei Udinese zum Sieg ©Getty Images

Auch ohne den verletzten Francesco Totti kam die AS Roma zu einem 1:0-Sieg bei Udinese Calcio und baute damit den besten Start der Klubgeschichte weiter aus.

Vor der Roma schafft es nur Juventus 2005/06, die ersten neun Spiele in Folge zu gewinnen. Beeindruckend beim Lauf der Roma ist vor allem, dass man das Spiel im Stadio Friuli mit nur zehn Mann beendete, nachdem Maicon nach gut einer Stunde Gelb-Rot gesehen hatte. Trainer Rudi Garcia bewies ein glückliches Händchen und brachte zwölf Minuten vor dem Ende den Amerikaner Michael Bradley, der vier Minuten später mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer erzielte.

"Das ist der bislang schönste Sieg für uns, weil wir einen Platzverweis wegstecken mussten und Udinese seit mehr als einem Jahr kein Heimspiel mehr verloren hat", sagte der Franzose Garcia, 49, der erst im Sommer von LOSC Lille nach Rom gekommen war. "Wir glauben an uns."

Die Roma führt die Tabelle der Serie A nun mit fünf Punkten Vorsprung an, doch das heißt für Bradley nicht viel. "Wir denken nicht an irgendwelche Rekorde oder Statistiken – wir gehen die Sache Spiel für Spiel an", erklärte der 26-Jährige. "Wir sind sehr entschlossen; wir geben alles, was wir haben, sind voll konzentriert und möchten noch ein Weilchen so weitermachen. Wissen Sie was? Wir denken jetzt schon an das Spiel gegen Chievo [am Donnerstag]."

Dabei sind die Statistiken der Römer durchaus beeindruckend; zusammen mit dem FC Internazionale Milano hat man mit 23 Treffern die meisten Tore aller Teams erzielt, dabei aber in den neun Spielen nur ein einziges (!) Gegentor hinnehmen müssen. Bedenkt man, dass in Italien zumeist die Mannschaft mit der besten Abwehr den Titel holt, ist den Römern der Scudetto wohl kaum zu nehmen.

Eine ganz wichtige Rolle in dieser schier unüberwindlichen Abwehr spielt Federico Balzaretti, der übrigens 2005/06 auch in der Juve-Elf stand, die den Neun-Siege-Startrekord hingelegt hat. "Damals war ich aber kein Stammspieler", erinnert sich der 31-jährige Außenverteidiger, der bei den Roma-Fans Kultstatus genießt, seit er im September im Derby gegen SS Lazio zunächst das entscheidende 1:0 erzielte und anschließend vor laufenden Fernsehkameras in Tränen ausbrach.

"Ich glaube nicht, dass wir zufällig da oben stehen", versuchte sich Coach Garcia mit einer Erklärung für den Triumphzug seines Teams. Man ist für sein Glück selbst verantwortlich. Wenn man auf dem Platz alles gibt und während der Woche hart arbeitet, kommen die Ergebnisse von ganz alleine. Wir waren am Ende nur noch zehn Mann, das hat nichts mit Glück zu tun, das ist Fußball."