Montpellier holt erste Meisterschaft
Sonntag, 20. Mai 2012
Artikel-Zusammenfassung
Dank eines Doppelpacks von John Utaka hat Montpellier Hérault SC am letzten Spieltag nach Rückstand bei Schlusslicht AJ Auxerre gewonnen und seine erste Meisterschaft in der Ligue 1 gewonnen.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Dank eines Doppelpacks von John Utaka hat Montpellier Hérault SC am letzten Spieltag nach Rückstand bei Schlusslicht AJ Auxerre gewonnen und seine erste Meisterschaft in der Ligue 1 gewonnen.
Montpellier hatte vor der Partie drei Punkte Vorsprung auf den Paris Saint-Germain FC, der nach Rückstand ebenfalls mit 2:1 beim FC Lorient gewann und seine Titelhoffnungen wahrte. Die Dramatik spitzte sich zu, da die Partie im Stade Abbé-Deschamps in Auxerre beim Stand von 1:1 für fast 20 Minuten unterbrochen werden musste, nachdem Utaka den Führungstreffer von Olivier Kapo ausgeglichen hatte.
PSG konnte die Schlussphase in Auxerre nach seinem 2:1-Sieg - Javier Pastore und Thiago Motta hatten im zweiten Durchgang getroffen - am Fernseher verfolgen. Doch Montpellier, das sich in dieser Saison zehn Punkte durch Treffer in der Nachspielzeit sichern konnte, blieb nervenstark und kam nach 76 Minuten durch Utaka zum Siegtreffer.
Montpellier ist der 19. französische Klub, der die Meisterschaft gewinnen konnte und ist zweifellos der unerwartetste seit langer Zeit. Aber der Titelgewinn ist alles andere als unverdient, wenn man bedenkt, dass Montpellier zehn Spieltage vor Saisonende die Tabellenspitze übernahm und sie nicht mehr abgab. 50 Punkte aus 19 Heimspielen waren der Schlüssel zum ersten Titelerfolg.
"Es ist fantastisch, fabelhaft", sagte Trainer René Girard, der mit seiner Mannschaft in der kommenden Saison in der Gruppenphase der UEFA Champions League antreten wird - neben PSG. Der entthronte Titelverteidiger LOSC Lille Métropole startet als Tabellendritter in den Play-offs.
Der französische Pokalsieger und Tabellenvierte Olympique Lyonnais tritt in den Play-offs zur UEFA Europa League an, während der französische Ligapokal-Gewinner Olympique de Marseille, der nur Zehnter wurde, bereits für die Gruppenphase qualifiziert ist. Der Fünfte FC Girondins de Bordeaux darf in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League ran.