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Andreas Görlitz startet durch

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Bereits nach einem Spieltag in der Bundesliga gibt es beim FC Bayern München einen großen Gewinner: Andreas Görlitz.

Von Mark Bennett

Als der FC Bayern München Mitte Juni den Wechsel von Andreas Görlitz bekannt gab, rieben sich einige Experten verwundert die Augen und die Frage tauchte auf, was der Rekordmeister mit der Verpflichtung des U21-Nationalspielers bezwecken wolle. Schnell einigte man sich darauf, dass der Transfer eigentlich nur zustande kam, weil man dem TSV 1860 München finanziell unter die Arme greifen wolle.

"Ich weiß, was ich kann"
Bei 1860 war nach dem Abstieg die Kasse leer und somit dürfte die geschätzte Ablösesumme von rund zwei Million Euro dem Nachbarn gut getan haben. Doch kaum bei den Bayern angekommen, fragte Görlitz frech: "Warum sollte ich Willy Sagnol nicht verdrängen können. Ich weiß, was ich kann und will es auch zeigen", sagte der 22-Jährige.

Wunschspieler von Felix Magath
Doch woher kommt dieser Mut? Schließlich hat er gerade einmal 38 Bundesligaspiele auf dem Buckel, hat in der vergangenen Saison solide gespielt und auch bei der U21- Europameisterschaft im eigenen Lande fiel er nicht sonderlich auf. Vielleicht daher, weil Trainer Felix Magath ihn, den unerfahrenen Rechtsverteidiger, unbedingt wollte, um Druck auf Sagnol auszuüben, der die Vereinsführung nach der Trennung von Ottmar Hitzfeld kritisiert hatte und seine Wechselwilligkeit signalisierte.

"Überraschung der Vorbereitung"
Dennoch hatte der Fußballlehrer nicht unbedingt mit einer so rasanten Entwicklung des ehemaligen Löwen gerechnet. "Er war die positive Überraschung der Vorbereitung und hat völlig zu Recht in Hamburg gespielt. Auch dort hat er seine Sache ordentlich gemacht. Andreas ist sehr lernwillig und versucht, seine Aufgaben zu erfüllen", lobte Magath den Newcomer beim Deutschen Rekordmeister.

Görlitz gibt sich kämpferisch
Was der 51-Jährige dabei verschweigt: Der ganz große Konkurrent von Görlitz fehlt noch. Willy Sagnol leidet noch an den Folgen eines Armbruches und kann zurzeit nicht eingreifen. Doch auch wenn der französische Nationalspieler wieder zur Verfügung steht, will das Talent  nicht klein beigeben und seinen Platz auf keinen Fall kampflos räumen. "Ich will in dieser Saison so oft wie möglich zum Einsatz kommen und dabei meine Leistung abrufen. Alles andere wird sich zeigen", erklärt der Ex-Löwe selbstbewusst.

"Bisher lief es optimal“
Görlitz gibt aber auch zu, dass er selber nicht mit diesem rapiden Fortschritt gerechnet hat. "Bisher lief es für mich optimal bei den Bayern. Ich habe die komplette Vorbereitung mitmachen können, war im Liga Pokal dabei und durfte gegen Hamburg spielen. Hoffentlich geht es so weiter.“

Champions League lockt
Neben dem Kampf um die Meisterschaft in der Bundesliga darf sich Görlitz beim FC Bayern auch auf die UEFA Champions League freuen. Und dieser Wettbewerb übt einen besonderen Reiz auf den 22-Jährigen aus. "Es gab schon so viele begeisternde Spiele in der UEFA Champions League und jetzt kann ich vielleicht mitmischen und mich mit den ganz großen Spielern im europäischen Fußball messen", freut sich der Neuzugang auf die kommenden internationalen Aufgaben.

Bonuspunkte gesammelt und untermauert
Den ersten großen Sieg hat er schon errungen. Inzwischen fragt kaum noch einer nach Willy Sagnol. Und statt zu bezweifeln, ob Görlitz den Franzosen verdrängen kann, darf man gespannt sein, wem Felix Magath sein Vertrauen schenkt, wenn beide Spieler zur Verfügung stehen. Schließlich hat der Neuzugang schon fleißig Bonuspunkte gesammelt und diese auch mit bisher beeindruckenden Leistung untermauert.

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