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UEFA präsentiert Nachhaltigkeitsstrategie mit Fokus auf Menschenrechte und Umwelt

Im Rahmen der Strategie unter dem Motto „Stärke durch Einheit“ soll kollektives Handeln inspiriert, animiert und angetrieben werden, damit bis 2030 Menschenrechte und die Umwelt im Rahmen des europäischen Fußballs stärker berücksichtigt werden.

@UEFA

Die UEFA hat den Start ihrer innovativen Strategie für nachhaltigen Fußball 2030 unter dem Titel „Stärke durch Einheit” bekanntgegeben, die eine langfristige Selbstverpflichtung der UEFA darstellt.

Im Rahmen dieser neuen Strategie soll kollektives Handeln inspiriert, animiert und angetrieben werden, damit Menschenrechte und die Umwelt im Rahmen des europäischen Fußballs stärker berücksichtigt werden. Die UEFA kann jedoch nicht alleine handeln. „Stärke durch Einheit” ist eine praxisorientierte Strategie, mit der alle Beteiligten im europäischen Fußball anhand klar definierter Ziele und Leistungskennzahlen (KPIs) für einem einheitlichen Ansatz mobilisiert werden sollen, in dessen Rahmen in das künftige Wohlergehen des Fußballs investiert werden soll.

Enge Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung

Aleksander Čeferin, UEFA-Präsident

„Mit der Strategie ,Stärke durch Einheit‘ soll gezeigt werden, dass diese komplexen Probleme nur bewältigt werden können, wenn wir eng mit allen Interessenträgern im Fußball zusammenarbeiten, uns auf eine gemeinsame Agenda einigen, eine Sprache sprechen und einen einheitlichen Ansatz verfolgen. Ich bin davon überzeugt, dass, wenn der Fußball zusammensteht und seine Kräfte bündelt, um nachhaltige Veränderungen anzutreiben, er einen starken und lang anhaltenden positiven Einfluss nehmen kann. Als europäischer Fußball-Dachverband müssen wir ein Vorbild für nachhaltige Veränderungen sein und andere inspirieren und mobilisieren, unserem Beispiel zu folgen.“

Der Fußball wurde im Rahmen der Strategie in den Kontext von Nachhaltigkeit eingebettet und unsere Arbeit an die UEFA-Prinzipien sowie die Anforderungen globaler Institutionen und der Zivilgesellschaft angepasst. Der UEFA ist bewusst, dass Nachhaltigkeit ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen sozial verantwortungsvollem und umweltfreundlichem Handeln erfordert, um die langfristige Tragfähigkeit des Fußballs zu bewahren.

Klare Ziele

Die Strategie beinhaltet elf Themenbereiche.
Die Strategie beinhaltet elf Themenbereiche.@UEFA

Die Strategie beruht auf elf Themenbereichen, von denen jeder mit einer allgemeinen Zielsetzung bis 2030, konkreten Zielen und Leistungskennzahlen untermauert wird. Sie wird in fünf Handlungsfeldern umgesetzt: UEFA-intern, bei UEFA-Veranstaltungen, in den UEFA-Mitgliedsverbänden, im Ökosystem des Fußballs sowie durch Partner und die Gesellschaft, darunter Sponsoren, Fans und globale Institutionen.

Jeder Themenbereich wird ausführlich dargestellt mit klaren Zielen und Plänen bis 2030, wobei die Inhalte mit Zielen und Leistungskennzahlen in dem Bewusstsein verknüpft sind, dass sich diese vor dem Hintergrund rascher Veränderungen im Bereich Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterentwickeln werden.

Michele Uva, UEFA-Direktor Fußball und soziale Verantwortung

„Dieses Dokument ist kein endgültiges Ziel an sich, sondern der Startpunkt, um die Strategie in die Tat umzusetzen – vor uns liegt eine nicht einfache, aber faszinierende Aufgabe. Wir werden Leitlinien schaffen und Programme unterstützen, um Mitgliedsverbänden, Ligen und Vereinen zu helfen, ihre eigenen Strategien zu entwickeln. Wir arbeiten als ein Team mit einer Sprache und einem Ansatz, um die positiven Auswirkungen des Fußballs zu verstärken und das Maximum aus unseren gemeinsamen Bemühungen herauszuholen. Wir werden ein Netzwerk von Nachhaltigkeitsbeauftragten schaffen, die ihre Teams zusammenbringen. Die Messung des Erfolgs und die Berichterstattung werden entscheidend sein, um zu zeigen, wie der Fußball seine Kraft einsetzen kann, um Nachhaltigkeit zu fördern.“

Die Strategie lehnt sich an international anerkannte Rahmenwerke und Standards an, wie etwa die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die UN-Initiative „Sports for Climate Action“, den europäischen Grünen Deal, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die UN-Initiative „Global Compact“ und die Global Reporting Initiative.

Das Vorgehen der UEFA wird infolge regelmäßiger Überprüfungen und Bewertungen des Fortschritts wahrscheinlich laufend angepasst. Daher könnten in der Folge einige Themenbereiche konsolidiert werden. Ein integriertes und flexibles Vorgehen ist entscheidend, wenn es um den Umgang mit Menschenrechts- und Umweltfragen und die Ausgewogenheit aller Aspekte von Nachhaltigkeit geht. 2025 soll überprüft werden, wie wirksam die Strategie und ihre Strukturen sind.

Auf diesem Weg wird es einige Herausforderungen geben. Um diese zu meistern, muss der europäische Fußball den dringenden Handlungsbedarf anerkennen und im Rahmen einer gemeinsamen Agenda zusammenarbeiten.

Stärke durch Einheit!