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UEFA Women’s Champions League legt Basis für eine nachhaltigere Zukunft

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin: „Ein Riesenschritt für den Fußball“

Ab der Saison 2021/22 werden im Rahmen der UEFA Women’s Champions League EUR 24 Mio. ausgeschüttet.
Ab der Saison 2021/22 werden im Rahmen der UEFA Women’s Champions League EUR 24 Mio. ausgeschüttet. ©UEFA.com

Die neu gestaltete UEFA Women’s Champions League startet diesen Sommer und ebnet dank eines innovativen finanziellen Verteilungssystems den Weg in eine nachhaltigere Zukunft des Frauenfußballs.

Das neue Format wird für die Saison 2021/22 eingeführt, nachdem es in der vergangenen Woche vom UEFA-Exekutivkomitee genehmigt wurde. Aus dem weltweit größten Frauen-Klubwettbewerb werden EUR 24 Mio. für den Frauenfußball in Europa zur Verfügung gestellt – mehr als viermal so viel wie aktuell.

Diese deutliche Erhöhung ist das Ergebnis der Neugestaltung der UEFA Women’s Champions League, zu der die zentrale Vermarktung der Sponsoring- und Medienrechte ab der Gruppenphase gehört. Neben den Einnahmen im Zusammenhang mit dieser Entscheidung gibt es im Rahmen des neuen Verteilungssystems zum ersten Mal auch eine Querfinanzierung aus den UEFA-Männer-Klubwettbewerben für den Frauenfußball sowie UEFA-eigene Finanzmittel.

Der europäische Fußball-Dachverband hat sich zudem verpflichtet, 23 % der gesamten Ausschüttungssumme von EUR 24 Mio. in Form von Solidaritätszahlungen an nicht teilnehmende Vereine aus den im Wettbewerb vertretenen europäischen Ligen zu verteilen. Diese Mittel müssen in die Förderung des Frauen-Klubfußballs investiert werden.

UEFA-Präsident: „Ein Riesenschritt für den Fußball“

„Die heutige Bekanntgabe bedeutet einen Riesenschritt für den Fußball. Das neue Ausschüttungsmodell wird den gesamten Profifrauenfußball in Europa stärken“, erklärte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin am Dienstag. „Es ist außerdem das perfekte Beispiel für die zentrale Bedeutung des europäischen Sportmodells mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Fußballs. Die Entwicklung des Frauenfußballs sollte nicht von kurzfristigen Gewinnen, sondern von einer langfristigen Vision geprägt sein. Dank der im Zentrum dieses Projekts stehenden Solidaritätszahlungen und der steigenden Prämien werden jeder im Rahmen der Women’s Champions League verdiente Euro sowie weitere Mittel in den Frauenfußball zurückfließen.“

Nadine Keßler, UEFA-Bereichsleiterin Frauenfußball, sagte: „Nach über drei Jahren Dialog und Konsultationen mit unseren Mitgliedsverbänden, Vereinen und der Europäischen Klubvereinigung möchten wir allen Beteiligten für ihre Beiträge danken. Jede einzelne Änderung ist von einer gemeinsamen Vision getrieben und stellt sicher, dass wir uns in dieselbe Richtung bewegen – und zwar vorwärts! Wir freuen uns darauf, die neue UEFA Women’s Champions League ins Leben zu rufen und den Fußballfans die besten Spielerinnen und die besten Teams im weltweit besten Frauen-Klubwettbewerb zu bieten.“

„Die Querfinanzierung für die Women’s Champions League aus den Männer-Klubwettbewerben ist ein eindeutiges Signal dafür, dass der Frauenfußball strategische Priorität genießt“, fügte Aleksander Čeferin hinzu.

Steigende Prämien und Solidaritätszahlungen

Die ersten Schätzungen der UEFA legen nahe, dass die steigenden Prämien allen an der nächsten Ausgabe der Women’s Champions League teilnehmenden Vereinen zugutekommen. So erhalten die an der neuen Gruppenphase teilnehmenden Mannschaften eine Prämie von mindestens EUR 400 000 – dieser Betrag ist mindestens fünfmal höher als derjenige, der zurzeit für das Erreichen des Achtelfinales ausgeschüttet wird. Der Sieger kann je nach Wettbewerbsverlauf bis zu EUR 1,4 Mio. erhalten.

Die Solidaritätszahlungen an nicht teilnehmende Vereine werden auf Basis der Leistungen des am besten abschneidenden Vereins der jeweiligen nationalen Liga in der Women’s Champions League berechnet. Je weiter ein Verein kommt, desto höher fallen die Solidaritätszahlungen für Vereine der jeweiligen Liga aus.

Neues Wettbewerbsreglement zum Schutz und zur Förderung von Spielerinnen

Die UEFA hat außerdem das Wettbewerbsreglement dahingehend angepasst, Profifußballerinnen besser zu schützen sowie die europäischen Nachwuchstalente besser zu fördern.

Das Wohlergehen von Spielerinnen, die Mutter werden, wird nunmehr durch das Reglement geschützt. Ab der Saison 2021/22 erhalten die teilnehmenden Vereine die Möglichkeit, ihre Kaderlisten während der Saison jederzeit anzupassen, um Spielerinnen, die schwanger sind oder in den Mutterschutz gehen, vorübergehend zu ersetzen bzw. diejenigen, die aus dem Mutterschutz zurückkehren, wieder aufzunehmen.

Die Förderung talentierter Juniorinnen ist nunmehr ein zentrales Element des Wettbewerbsreglements. Im Rahmen der Einführung einer Liste B können Vereine ihre Kader um Juniorinnen ergänzen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Die UEFA plant zudem, ab der Saison 2022/23 eine Bestimmung zu „lokal ausgebildeten Spielerinnen“ einzuführen, um europäische Talente zu fördern.

Video-Schiedsrichterassistentinnen (VSA) ab dem Viertelfinale

Im Rahmen der weiteren Professionalisierung des Wettbewerbs werden Video-Schiedsrichterassistentinnen (VSA) nicht nur im Endspiel, sondern für alle Spiele der K.-o.-Phase eingesetzt.

Ausgeglichenere Spiele, mehr Teams, mehr Sichtbarkeit

Der Countdown zur rundum erneuerten Women’s Champions League beginnt im Mai mit der Bekanntgabe neuer kommerzieller Partner im Vorfeld des Endspiels 2021 in Göteborg. Diese zeigten sich aufgrund eines sportlich attraktiveren Formats – Hinzunahme eines Meister- und Ligawegs in der Frühphase der Qualifikation, eine 16 Teams umfassende Gruppenphase gefolgt von einer K.-o.-Phase, der größeren Teilnehmerzahl (mehr Teams, mehr Spielerinnen) und vor allem dem Versprechen einer globalen Reichweite – interessiert.

Am 16. Mai wird die UEFA die neue Markenidentität und die erste offizielle Hymne des Wettbewerbs enthüllen, um den Weg in eine strahlende Zukunft zu bereiten.