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Bekanntgabe des neuen Formats der UEFA-Klubwettbewerbe ab der Saison 2024/25

Abschluss der Reform der UEFA Champions League, der UEFA Europa League und der UEFA Europa Conference League nach zwei Jahren umfassender Konsultationen

Das UEFA-Exekutivkomitee hat heute ein neues Format für die UEFA-Klubwettbewerbe ab der Saison 2024/25 genehmigt.

Die Reform beruht auf umfassenden Konsultationen aller Beteiligten im Fußball und hat vergangenen Freitag die einhellige Unterstützung des ECA-Vorstands und der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe (mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern) erhalten.

Die Änderungen sollen die positive Zukunft des europäischen Fußballs auf allen Stufen sicherstellen und den sich wandelnden Bedürfnissen all seiner Interessenträger entgegenkommen. Neben der unmissverständlichen Bestätigung der gemeinsamen, europaweiten Unterstützung des Prinzips offener Wettbewerbe beruhend auf sportlichen Leistungen bestand das gemeinsame Ziel auch darin, die nationalen Ligen dauerhaft zu erhalten.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin kommentierte das neue Format wie folgt:

„Mit diesem neuen Format wird auch der Status des nationalen Fußballs untermauert und dessen Zukunft in ganz Europa gesichert. Dabei wird das Prinzip gewahrt, dass Leistungen auf nationaler Ebene der Schlüssel zur Qualifikation sein sollen, und die Grundsätze von Solidarität im gesamten Fußball sowie offener Wettbewerbe werden erneut unterstrichen.

Aleksander Čeferin bei der UEFA-Exekutivkomiteesitzung am Montag.
Aleksander Čeferin bei der UEFA-Exekutivkomiteesitzung am Montag.

Mit diesem überarbeiteten Format bleibt der Traum einer jeden Mannschaft in Europa erhalten, dank sportlicher Ergebnisse auf dem Platz an der UEFA Champions League teilnehmen zu können. Außerdem werden langfristige Tragfähigkeit, Wohlstand und Wachstum für alle im europäischen Fußball und nicht nur für ein kleines, selbsternanntes Kartell ermöglicht.

Fußball ist ein gesellschaftlicher und kultureller Schatz voller Werte, Traditionen und Emotionen, die auf dem ganzen Kontinent geteilt werden. Als Dachverband und verantwortliche Hüter des europäischen Fußballs ist es die Rolle der UEFA, dieses Vermächtnis zu bewahren und gleichzeitig positive Entwicklungen im Hinblick auf die Zukunft des Fußballs in Europa für Nationalverbände, Ligen, Klubs, Spieler und Fans auf allen Stufen voranzutreiben. Deshalb haben wir in den vergangenen zwei Jahren einen umfassenden Konsultationsprozess durchgeführt, der in die einstimmige Unterstützung unseres Vorschlags gemündet ist. Wir sind davon überzeugt, dass diese Ziele mit diesen Reformen erreicht werden.“

Alle weiteren Entscheidungen, darunter die Anpassung der Eintrittsliste, Spieldaten, Setzsystem, Format der jeweiligen Endphase, Koeffizientenrangliste und finanzielle Ausschüttungen, werden bis Ende des Jahres getroffen. Bei Bedarf kann das heute genehmigte Format auch noch abgeändert werden.

Gleichzeitig unterstreicht die UEFA aufs Neue ihr umfassendes finanzielles Engagement für den gesamten europäischen Fußball und wird entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die finanzielle Solidarität noch mehr Vereinen, die nicht an UEFA-Klubwettbewerben teilnehmen, zugutekommt. Dies wird die soliden Grundlagen, auf denen der Fußball in Europa beruht, weiter stärken.

Die UEFA wird auch einen Dialog mit allen Interessenträgern beginnen, um Vorschläge zum Schutz der Gesundheit von Spielerinnen und Spielern in allen Wettbewerben und auf allen Stufen zu erarbeiten.

Ausführliche Informationen zum Format

Während die Anzahl Mannschaften in der UEFA Champions League von 32 auf 36 steigt, besteht die größte Änderung darin, dass die traditionelle Gruppenphase in eine einzige Ligaphase mit allen teilnehmenden Mannschaften umgewandelt wird. Jeder Verein bestreitet in der Ligaphase nun zehn Spiele gegen zehn verschiedene Gegner (fünf Heim- und fünf Auswärtsspiele), anstelle von derzeit sechs Partien gegen drei Mannschaften in Hin- und Rückspiel.

Die Mannschaften auf den ersten acht Tabellenplätzen qualifizieren sich automatisch für die K.-o.-Phase, während die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 in Playoff-Begegnungen (Hin- und Rückspiel) die verbleibenden acht Startplätze im Achtelfinale des Wettbewerbs unter sich ausmachen.

Ähnliche Formatänderungen werden auch für die UEFA Europa League (acht Spiele in der Ligaphase) und der UEFA Europa Conference League (sechs Spiele in der Ligaphase) gelten. Vorbehaltlich weiterer Gespräche und Vereinbarungen könnten diese beiden Wettbewerbe ebenfalls auf ein Teilnehmerfeld von insgesamt je 36 Mannschaften in der Ligaphase ausgeweitet werden.

Die Qualifikation für die UEFA Champions League bleibt weiterhin offen, beruhend auf den sportlichen Leistungen einer Mannschaft in ihren nationalen Wettbewerben.

Einer der zusätzlichen Startplätze geht an den drittplatzierten Verein der Meisterschaft des auf dem in der UEFA-Verbandskoeffizientenrangliste fünften Platz platzierten Verbands. Ein weiterer Startplatz geht an einen nationalen Meister, indem die Anzahl Vereine, die sich über den sogenannten „Meisterweg“ qualifizieren, von vier auf fünf steigt.

Die letzten beiden Startplätze gehen an die zwei Vereine mit dem höchsten Klubkoeffizienten der Fünfjahreswertung, die sich nicht für die Gruppenphase der Champions League, aber für die Qualifikationsphase der Champions League, die Europa League oder die Europa Conference League qualifiziert haben.

Alle Spiele bis auf das Finale werden weiterhin unter der Woche ausgetragen und tragen somit der Bedeutung der nationalen Spielkalender in ganz Europa Rechnung.