Sitzung der UEFA mit den Generalsekretären der Nationalverbände

Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit und Reisekorridore im Zentrum der Gespräche

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Die UEFA hat heute eine Videokonferenz mit allen Generalsekretären ihrer 55 Mitgliedsverbände abgehalten, um insbesondere eine mögliche, schrittweise Wiederzulassung von Zuschauern bei UEFA-Spielen zu erörtern.

Die Sitzung ist Teil eines durch die UEFA eingeleiteten Konsultationsverfahrens unter Einbindung von Gesundheitsbehörden und Regierungen; Ziel ist es, den Handlungsspielraum und mögliche Folgen einer Rückkehr von Zuschauern auszuloten.

Die Teilnehmer an der heutigen Sitzung unterstrichen, dass strikte Hygienemaßnahmen umgesetzt werden müssten, bevor Fans wieder zu Spielen zugelassen werden, damit die Gesundheit aller am Spiel Beteiligten gewährleistet werden könne.

Die UEFA betonte, dass es zu früh sei, um Zuschauer bei den Anfang September anstehenden Spielen der UEFA-Nationalmannschaftswettbewerbe zuzulassen, und dass Testspiele durchgeführt werden sollten, um eingehend zu untersuchen, wie sich die Zuschauerpräsenz auf die Umsetzung geltender medizinischer Protokolle auswirke.

In diesem Zusammenhang schlug die UEFA den UEFA-Superpokal am 24. September in Budapest vor, der mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern stattfinden soll.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Quarantäne von Spielern, insbesondere im Fall von Nationalmannschaftsspielen unter Beteiligung von Spielern ausländischer Klubs, die bei der Rückkehr in ihr Wohnsitzland Gefahr laufen, sich in häusliche Quarantäne begeben zu müssen.

Die UEFA empfahl den Nationalverbänden, das Gespräch mit ihren Regierungen zu suchen, damit entsprechende Ausnahmen für Spieler und Mitglieder des Betreuungsstabs gewährt werden können, und verwies darauf, dass in einigen Ländern bereits solche sogenannte Reisekorridore existierten. Im Rahmen des UEFA-Protokolls zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist bereits ein regelmäßiges Testprogramm für Spieler vorgesehen, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass derartige Ausnahmen ein zusätzliches Risiko für die Gesellschaft darstellten. Es wurde ebenfalls betont, dass die Einrichtung von Reisekorridoren die Ausrichtung von Spielen vereinfachen würde.

Ist die Ausrichtung eines Spiels aufgrund der Lage im eigenen Land gefährdet, hätten die Verbände zudem die Möglichkeit, die Ausrichtung an einem neutralen Spielort zu beantragen.

Die Ergebnisse der heutigen Gespräche werden dem UEFA-Exekutivkomitee in den nächsten Tagen zur Beschlussfassung unterbreitet.