Weltmeisterschaft 2026: Roundup der europäischen Play-off-Halbfinal-Duelle
Donnerstag, 26. März 2026
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Sandro Tonali, Viktor Gyökeres und Ferdi Kadıoğlu gehörten zu den entscheidenden Akteuren, als ihre Teams mit Siegen in den europäischen Play-off-Halbfinals am Donnerstag einen großen Schritt in Richtung FIFA-Weltmeisterschaft machten.
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Italien setzte sich knapp gegen Nordirland durch, die Türkei behielt gegen Rumänien die Oberhand, und Viktor Gyökeres erzielte einen Dreierpack, als Schweden die Ukraine in den Halbfinals der europäischen Play-offs für die FIFA-Weltmeisterschaft am Donnerstag bezwang.
UEFA.com fasst das Geschehen von Donnerstagabend zusammen.
Endspiele (Dienstag, 31. März)
Weg A: Bosnien und Herzegowina - Italien
Weg B: Schweden - Polen
Weg C: Kosovo - Türkei
Weg D: Tschechien - Dänemark
Weg A
Ein Tor und eine Vorlage von Sandro Tonali ebneten Italien den Weg zum Weiterkommen gegen einen hartnäckigen Gegner. Federico Dimarco traf vor der Pause mit einem Schuss aus spitzem Winkel den Pfosten und zwang Pierce Charles anschließend mit einem Fernschuss zu einer starken Parade. Bei seinem Comeback in der Nationalmannschaft nach Verletzungspause brachte Tonali die Azzurri elf Minuten nach Wiederanpfiff in Führung und bereitete zehn Minuten vor Schluss den zweiten Treffer durch Moise Kean vor, der mit einem feinen Abschluss den Sieg in Bergamo perfekt machte.
Wales - Bosnien und Herzegowina 1:1 n.V., 2:4 i.E.
Kerim Alajbegović verwandelte den entscheidenden Elfmeter und führte Bosnien und Herzegowina damit ins Finale von Weg A gegen Italien. Nachdem ein Schlenzer von Harry Wilson nur am Aluminium abprallte, brachte Dan James die Waliser mit einem Distanzschuss in Führung. Ein weiterer Versuch von James wurde an die Latte abgefälscht, ehe Karl Darlow mit einer Parade gegen Ermedin Demirović den Ausgleich der Bosnier verhinderte. Vier Minuten vor Schluss traf Edin Džeko mit seinem 73. Länderspieltor und erzwang so die Verlängerung. Im Elfmeterschießen scheiterten Brennan Johnson und Neco Williams, sodass Alajbegović mit seinem Treffer zum Matchwinner wurde.
Weg B
Viktor Gyökeres zeigte in Valencia eine überragende Leistung und führte Schweden zum Sieg gegen die Ukraine. Der Stürmer verwertete bereits nach sechs Minuten eine punktgenaue Hereingabe von Benjamin Nygren und brachte sein Team damit in einer umkämpften ersten Halbzeit in Führung. Sechs Minuten nach Wiederbeginn schlug er erneut zu: Nach einem langen Abschlag von Kristoffer Nordfeldt setzte er sich durch und vollendete abgeklärt zum 2:0. Mit einem sicher verwandelten Elfmeter setzte Gyökeres schließlich den Schlusspunkt und machte seinen Dreierpack perfekt, ehe Debütant Matvii Ponomarenko per Kopf noch den Ehrentreffer erzielte.
Die Gäste gingen in Warschau in der ersten Halbzeit in Führung, nachdem Arbër Hoxha einen Abwehrfehler eiskalt ausnutzte und den Torhüter umkurvte. Nach einer Stunde glich Robert Lewandowski per Kopf nach einer Ecke aus – sein 89. Länderspieltor stellte den Gleichstand her. Kurz nachdem Debütant Stavro Pilo die Chance zur erneuten Führung für Albanien vergeben hatte, traf Piotr Zieliński mit einem Distanzschuss und brachte Polen bis auf einen Schritt an die zehnte Teilnahme an einer WM-Endrunde heran.
Weg C
Arda Güler setzte die beste Chance der ersten Halbzeit noch über das Tor, fand nach der Pause jedoch sein Ziel und spielte einen perfekten Pass, den Ferdi Kadıoğlu in der 53. Minute zum 1:0 vollendete. Ianis Hagi verzog im Gegenzug nur knapp, Joker Nicolae Stanciu traf den Pfosten, doch auch die Gastgeber blieben weiter gefährlich: Kenan Yıldız setzte einen Schlenzer an die Latte, bevor Arda Güler Ionuț Radu zu einer starken Parade zwang. Nun stehen nur noch die Slowakei bzw. Kosovo zwischen der Türkei und der ersten Teilnahme an einer WM-Endrunde seit 2002.
Die Gastgeber gingen früh durch einen wuchtigen Kopfball von Martin Valjent in Führung, ehe Veldin Hodža mit einem platzierten Abschluss ausglich. Noch vor der Pause stellte Lukáš Haraslín dann mit einem Freistoßtreffer die Führung für die Slowakei wieder her. Kosovo benötigte nach dem Seitenwechsel nur 65 Sekunden für den Ausgleich, als Fisnik Asllani per Kopf traf. Treffer von Florent Muslija und Kreshnik Hajrizi drehten die Partie anschließend zugunsten der Gäste. David Strelec verkürzte in der Schlussphase für die Slowakei, doch der Anschlusstreffer kam zu spät. Die Mannschaft von Franco Foda empfängt nun am Dienstag die Türkei zum entscheidenden Duell.
Weg D
Dänemark war in der ersten Halbzeit weitgehend auf Distanzschüsse beschränkt, doch vier Minuten nach Wiederbeginn brachte Mikkel Damsgaard sein Team schließlich in Führung. Der Flügelspieler bereitete anschließend auch den zweiten Treffer vor, als er Gustav Isaksen am langen Pfosten fand, der stark vollendete. Nur gut eine Minute später schnürte Isaksen seinen Doppelpack, ehe ein Kopfball von Christian Nørgaard 15 Minuten vor Schluss endgültig für klare Verhältnisse sorgte und den Dänen half, die Enttäuschung über die verpasste direkte Qualifikation zumindest etwas abzuschütteln.
Tschechien - Republik Irland 2:2 n.V., 4:3 i.E.
Tschechien hält seinen Traum von der ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren am Leben. Die ersten drei Tore der Partie fielen innerhalb von acht Minuten in der ersten Halbzeit: Troy Parrott brachte sein Team per Elfmeter in Führung, ehe Tschechiens Torhüter Matěj Kovář einen Kopfball von Dara O’Shea ins eigene Tor abfälschte. Anschließend verkürzte Patrik Schick ebenfalls vom Punkt. In seinem ersten Spiel als Kapitän erzielte Ladislav Krejčí vier Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit per Kopf den Ausgleich. Im Elfmeterschießen parierte Kovář anschließend zwei Versuche, bevor Jan Kliment den entscheidenden Elfmeter verwandelte.
Wo und wann findet die Weltmeisterschaft 2026 statt?
Die Endrunde läuft zwischen dem 11. Juni und 19. Juli 2026 in 16 Städten in Kanada, Mexiko und den USA:
USA (11): Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, New York, Philadelphia, San Francisco, Seattle
Mexiko (3): Guadalajara, Mexico City, Monterrey
Kanada (2): Toronto, Vancouver
Das Endspiel wird am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium ausgetragen.