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Schiedsrichterin Miriama Bočková geehrt über Aufgebot beim Endspiel der U19-Frauen-EM

Miriama Bočková bereitet sich auf das Finale der UEFA-U19-Frauen-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Spanien in Sarajevo vor.

Miriama Bočková (Mitte) leitete das Gruppenspiel zwischen Polen und Deutschland.
Miriama Bočková (Mitte) leitete das Gruppenspiel zwischen Polen und Deutschland. Judit Cartiel/UEFA via Getty Images

Der Ausrichter der diesjährigen Endrunde, Bosnien-Herzegowina, nimmt einen besonderen Platz im Herzen der 32-Jährigen ein. Bočková sollte bei der Endrunde der U17-Frauen-Europameisterschaft 2022 im Einsatz stehen, konnte aber aufgrund der kurz bevorstehenden Geburt ihres Sohnes Bruno nicht teilnehmen. Mittlerweile ist Bruno drei Jahre alt und der größte Fan seiner Mutter. Mit dem Rest der Familie wird er sie beim anstehenden Endspiel anfeuern – ein weiterer Meilenstein in der Karriere der Slowakin.

„Man lernt an sich zu glauben, widerstandsfähig zu sein und mit Höhen und Tiefen umzugehen.“

Bočková über ihre Tätigkeit als Schiedsrichterin

Besondere Gelegenheit

„Wenn ich mich vor der Partie mit den Teams aufreihe, denke ich auf jeden Fall an Bruno, meine Familie und die Menschen, die mir nahestehen“, so Bočková. „Angesichts der Umstände vor vier Jahren ist es etwas ganz Besonderes für mich, dieses Mal nach Bosnien-Herzegowina kommen zu können und dann auch noch für das Endspiel aufgeboten zu werden.“

Beim Finale im Stadion Grbavica in Sarajevo (Anstoß: Freitag, 18.00 Uhr MESZ) wird Bočková von den Assistentinnen Aleksandra Mostowska (Polen) und Vasilia Tsiklitari (Griechenland) sowie von der vierten Offiziellen Deborah Bianchi (Italien) unterstützt.

„Es ist eine große Ehre, dass die UEFA mir dieses Vertrauen entgegenbringt“, betonte Bočková mit Blick auf ihre Ernennung. „Ich betrachte es als Belohnung für mein jahrelanges Engagement, die Geduld, die harte Arbeit, aber auch den Glauben an mich selbst.“

Bočková ist seit 2020 als internationale Spielleiterin tätig.
Bočková ist seit 2020 als internationale Spielleiterin tätig.Judit Cartiel/UEFA via Getty Images

Anfänge bereits im Teenageralter

Miriama Bočková wurde im westslowakischen Trnava geboren und griff bereits im Alter von 16 Jahren zur Pfeife. „Eigentlich war ich Spielerin, doch eines Tages sah ich eine Partie im Fernsehen, und die Schiedsrichterin hat mich beeindruckt. Ich habe angefangen, mich für diese Tätigkeit zu interessieren, und hatte das Gefühl, mich einmal selbst ausprobieren zu wollen.“

Und in dieser Rolle hat sich Bočková bewährt. Seit 2020 ist sie als internationale Schiedsrichterin im Einsatz, mittlerweile regelmäßig bei Klub- und Nationalmannschaftswettbewerben der UEFA. Zudem wird sie in ihrer slowakischen Heimat bei Begegnungen der zweiten Männerliga aufgeboten.

„Ich bin dankbar, dass ich auf meinem Weg so hervorragend unterstützt wurde“, schildert Bočková. „Die Menschen in meiner Heimat haben mir von Anfang an viel geholfen, und die UEFA, insbesondere [die ehemalige Schiedsrichterverantwortliche] Dagmar Damková. Im Laufe der Jahre hat sie mich ermutigt und mir viel Vertrauen entgegengebracht.“

„Eines Tages sah ich ein Spiel im Fernsehen, und die Schiedsrichterin hat mich beeindruckt. Ich habe angefangen, mich für diese Tätigkeit zu interessieren, und hatte das Gefühl, mich einmal selbst ausprobieren zu wollen.“

Bočková über ihre Beweggründe

Miriama Bočková sieht den Glauben an sich selbst und die Unterstützung, die sie auf dem Weg erfahren hat, als wichtige Faktoren.
Miriama Bočková sieht den Glauben an sich selbst und die Unterstützung, die sie auf dem Weg erfahren hat, als wichtige Faktoren.Adis Krvava/NSBiH

Beharrlichkeit und Fokus

Bočková ist der Ansicht, dass ihre Tätigkeit als Unparteiische sie in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt hat: „Man lernt an sich zu glauben, widerstandsfähig zu sein und mit Höhen und Tiefen umzugehen – man muss weitermachen und sollte niemals aufgeben, wenn man auf seine Träume hinarbeitet.“

Das Endspiel am Freitag in Sarajevo ist der jüngste Meilenstein im Werdegang von Miriama Bočková als Schiedsrichterin. Dabei ist sie fest entschlossen, ihren Kurs weiter zu verfolgen: „Ich habe ehrgeizige Ziele und werde hart arbeiten, um diese zu erreichen. „Aber in diesem Moment ist es wichtig, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, und das bedeutet natürlich, sich auf dieses Finale vorzubereiten.“

Nähere Informationen zur UEFA-Kampagne „Werde Schiri!“.

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