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Zwei Seelen in Goddards Brust

Die deutsche Stürmerin Stephanie Goddard freut sich auf ein Traumfinale, auch wenn sie aufgrund ihres englischen Vaters dem Endspiel mit gemischten Gefühlen entgegensieht.

Die deutsche Stürmerin Stephanie Goddard freut sich auf ein "Traumfinale" im Laugardalsvöllur-Stadion, auch wenn sie aufgrund ihres englischen Vaters dem Endspiel mit etwas gemischten Gefühlen entgegensieht.

"Besonderes"
Geboren und aufgewachsen im niedersächsischen Rinteln Deutschlands, pflegt Goddard nach wie vor enge Bande mit dem Heimatland ihres Vaters, der ihr allerdings - wie sie betont - am Sonntag bedingungslos die Daumen drücken wird. "Gegen England zu spielen ist für mich immer etwas Besonderes, weil mein Vater in Lichfield aufgewachsen ist", erklärt die 19-Jährige. "Obwohl er jetzt schon so lange in Deutschland lebt, ist er nach wie vor ein glühender Fan der Engländer, doch zu meinem Glück unterstützt er immer die Deutschen, wenn wir spielen. Es würde mich nicht wundern, wenn er vor dem Spiel die englische Hymne mitsingt, doch dann wird er mir die Daumen drücken und mir den Sieg gönnen."

Großes Finale
Goddard hat bislang ein großartiges Turnier gespielt, zwei Tore erzielt und zusammen mit Isabel Kerschowski ein formidables Sturm-Duo gebildet. Auch gegen die Mannschaft von Mo Marley dürften die beiden erste Wahl sein, doch nach dem schweren Halbfinal-Spiel gegen Frankreich erwartet die Torjägerin des FCR 2001 Duisburg nun gegen die Engländerinnen eine noch härtere Nuss. "Die Französinnen haben uns im Halbfinale richtig schwitzen lassen und waren unser bislang bester Gegner", schmunzelt sie. "Aber England ist ein ganz anderes Kaliber. Sie spielen nicht das typisch englische 'Kick and Rush', sie lassen den Ball gut laufen und sind sehr zweikampfstark."

"Tolle Erfahrung"
"Es wird sehr eng und vielleicht müssen wir in die Verlängerung, aber am Ende werden wir für die Engländerinnen zu stark sein. Ich habe auch das bestimmte Gefühl, dass ich ein Tor erzielen werde." Dies könnte sicher auch ihrem Vater helfen, seine gemischten Gefühle in den Griff zu bekommen, war seine Tochter doch beim Triumph vor zwölf Monaten noch nicht mit an Bord. "Es war hier in Island eine wunderbare Erfahrung. Wir haben hier einen tollen Mannschaftsgeist entwickelt und immer daran geglaubt, dass wir das Turnier gewinnen können. Jetzt stehe ich vor meinem Traumfinale. Das Drehbuch scheint extra für mich geschrieben worden zu sein."