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Kleemann-Treffer entscheidet das Finale der U17-EM der Frauen: Deutschland - Frankreich 1:0

Marie Kleemanns Treffer in der ersten Halbzeit machte in einer engen Partie den Unterschied und führte Deutschland zum neunten Titel.

Highlights vom Finale der U17-Frauen-EM: Deutschland - Frankreich 1:0

Deutschland ist zum neunten Mal U17-Europameister der Frauen und baut damit den Vorsprung als Rekordsieger des Wettbewerbs weiter aus. Im Finale in Belfast setzte sich die DFB-Auswahl mit 1:0 gegen Frankreich durch.

Beide Teams kamen im Windsor Park zu Chancen, doch Marie Kleemanns Treffer in der 29. Minute entschied die Partie.

Schlüsselmomente


21.: Ducreux pariert gegen Säring
29.: Kleemann trifft zur Führung
33.: Kropp hält stark gegen Bento

Spiel in Kürze: Deutschland holt den neunten Titel

Frankreich hatte in den ersten vier Spielen des Turniers drei Tore mehr erzielt als jedes andere Team. Die Titelträgerinnen von 2023 waren auch gegen Deutschland erneut früh gefährlich: Méhisane Zidi – Torschützin des Siegtreffers gegen Spanien in der Gruppenphase – vergab nach cleveren Vorlagen von Léa Motyka und Rachael Adedini gleich zwei gute Möglichkeiten.

Deutschland kannte solche Druckphasen bereits aus dem Halbfinale gegen Spanien. Nach geduldigem Beginn kam die Mannschaft von Sabine Loderer besser ins Spiel. Victoria Säring prüfte Clélia Ducreux mit einem gefährlichen Schuss aus der Drehung, den Frankreichs Torhüterin stark mit dem Bein parierte.

Kurz darauf fiel die Führung für Deutschland – eingeleitet von der gut aufgelegten Mia Giesen. Nach ihrer Hereingabe nutzte Clara Choisy eine Unsicherheit in der französischen Defensive, scheiterte zunächst noch an einer starken Parade von Ducreux. Marie Kleemann reagierte jedoch am schnellsten und jagte den Abpraller zum 1:0 ins Netz – ihr zweiter Treffer bei diesem Turnier.

Beide Trainerinnen reagierten zur Pause offensiv. Frankreich brachte Margot Collin, die seit Beginn der Qualifikation bereits vier Tore erzielt hatte, während Deutschland Johanna Putzer einwechselte.

Säring verzog später aus spitzem Winkel knapp, ehe Collin und Deutschlands Laura Ernst jeweils per Kopf gefährlich wurden. Weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr. Damit sicherte sich Deutschland den neunten Titel bei der U17-EM der Frauen – und den ersten seit 2022.

Stimmen

Sabine Loderer, Bundestrainerin: "Das ist großartig. Wir waren ziemlich überzeugt davon, dass wir das schaffen können. Es war ein wirklich hartes Spiel, und Frankreich ist eine gute Mannschaft. Wir haben gut verteidigt, aber auch sie hatten ihre Chancen. Das Glück war auf unserer Seite, aber die Mädchen haben so hart gearbeitet. Wir wussten, dass Frankreich sehr schnelle Spielerinnen mit viel Qualität hat und dass sie versuchen würden, sehr schnell Konter zu laufen. Wir haben nicht manndeckt, sondern eine unserer zentralen Mittelfeldspielerinnen in der Viererkette gelassen, und das hat wirklich gut funktioniert."

Johanna Hebben, Kapitänin des DFB-Teams: "Es ist unbeschreiblich. Man kann es nicht in Worte fassen. Davon haben wir so lange geträumt, und jetzt ist es wahr geworden. Es ist ein unvergesslicher Moment, der für immer in unseren Herzen und Erinnerungen bleiben wird. Es herrscht ein enormes Vertrauen, egal ob man auf der Bank sitzt, auf dem Platz steht oder auf der Tribüne sitzt. Das macht es so besonders, denn alle wussten, dass wir das schaffen und Europameisterinnen werden würden."

Die wichtigsten Statistiken

  • Für die DFB-Auswahl war es das zehnte Finale und das erste seit dem achten Titelgewinn vor vier Jahren.
  • Das Endspiel fand exakt sieben Jahre nach Deutschlands Triumph von 2019 statt, als man die Niederlande in Bulgarien im Elfmeterschießen besiegt hatte.
  • Sieben der acht Duelle zwischen diesen beiden Teams bei einer Endrunde gewann Deutschland.
  • Deutschlands einzige Finalniederlage war das 0:2 gegen Spanien 2018 in Litauen.
  • Kleemanns Siegtreffer war Deutschlands 125. Tor bei U17-EM-Endrunden der Frauen – erzielt in 52 Spielen bei 46 Gegentoren.
  • Für Frankreich war es das fünfte Finale. Den bislang einzigen Titel gewannen Les Bleuettes vor drei Jahren mit einem 3:2 gegen Spanien.
  • Frankreich hatte in 14 der vorherigen 15 Endrundenspiele getroffen und dabei insgesamt 44 Tore erzielt.
  • Ein Treffer von Elise Dhalluin in der 91. Minute – sie stand auch heute in der Startelf – hatte Frankreich im ersten Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison einen 1:0-Sieg beschert. Das Spiel fand in der ersten Qualifikationsrunde in Frankfurt statt.
  • Deutschland erzielte in den letzten drei Spielen dieser Endrunde nur ein einziges Tor, nachdem die Mannschaft zuvor bereits England am zweiten Spieltag mit 1:0 geschlagen hatte.
  • Adedini beendete das Turnier mit drei Treffern als geteilte Top-Torschützin. Sie traf zudem im dritten Jahr in Folge am ersten Spieltag. Mit nun zehn Toren bei U17-EM-Endrunden der Frauen zog sie mit Deutschlands Shekiera Martinez als beste Torschützin der Turniergeschichte gleich.

Aufstellungen

Deutschland: Kropp - Hell, Ernst, Dafinger, Dürr - Säring (78. Feiertag), Hebben (78. Kessler), Itgenshorst, Giesen (66. Martens) - Kleemann (90.+3 Kuhn), Choisy (46. Putzer)

Frankreich: Ducreux - Yerro, E. Motyka, Olando, Girardot (90. Prezelin) - L. Motyka, Dhalluin (59. Niakate), Tae (78. Thomas), Bento (59. Ane) - Zidi (46. Collin), Adedini

Ehrentafel: U17-EM der Frauen

Endrunde mit acht Teams (Gastgeberland)

2025/26: Deutschland (Nordirland)
2024/25: Niederlande (Färöer)
2023/24: Spanien (Schweden)
2022/23: Frankreich (Estland)
2021/22: Deutschland (Bosnien und Herzegowina)
 2019/20 & 2020/21: Keine Endrunde
2018/19: Deutschland (Bulgarien)
2017/18: Spanien (Litauen)
2016/17: Deutschland (Tschechien)
2015/16: Deutschland (Belarus)
2014/15: Spanien (Island)
2013/14: Deutschland (England)

Endrunde mit vier Teams in Nyon

2012/13: Polen
2011/12: Deutschland
2010/11: Spanien
2009/10: Spanien
2008/09: Deutschland
2007/08: Deutschland