UEFA Women's Champions League: Spielerinnen im Fokus in den Viertelfinal-Hinspielen
Mittwoch, 12. März 2025
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Wir haben vier Spielerinnen ausgesucht, die den Unterschied machen könnten.
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Die Viertelfinal-Hinspiele der UEFA Women's Champions League finden am Dienstag, 18. März, und Mittwoch, 19. März, statt. Wir stellen vier Spielerinnen vor, die ihren Teams zu einem erfolgreichen Start in die K.-o.-Phase verhelfen könnten.
Signe Bruun (Real Madrid)
Madrid steht erst zum zweiten Mal im Viertelfinale, drei Jahre nach dem Ausscheiden in dieser Runde gegen Barcelona. Real trifft mit Arsenal auf eine Mannschaft, die zum 16. Mal in dieser Runde steht. Da sie in der Gruppenphase zweimal gegen Chelsea, ein anderes Londoner Team, verloren haben, stehen die Vorzeichen für Madrid nicht gerade vielversprechend. Aber ihre Toptorschützin lässt sie hoffen.
Es ist nicht nur die Tatsache, dass sich die dänische Stürmerin Bruun nach ihrer ersten Saison in Madrid, als sie fünf Treffer in der Champions-League-Gruppenphase erzielte, noch steigern konnte. Sie hat auch schon 2020 für Paris Saint-Germain im Viertelfinale gegen Arsenal getroffen. Die ehemalige Angreiferin von Fortuna Hjørring spielte anschließend bei Lyon und auf Leihbasis bei Manchester United (wo sie ihr Ligadebüt beim 1:1 gegen Arsenal gab). Seit sie 2023 nach Madrid gewechselt ist, hat sich Bruun als zuverlässige Torschützin und Torvorbereiterin erwiesen.
Marina Hegering (Wolfsburg)
Zwei Jahre nach dem Finale in Eindhoven, in dem die Wolfsburgerinnen zur Halbzeit mit 2:0 führten, dann aber mit 2:3 verloren, muss Wolfsburg wieder gegen Titelverteidiger Barcelona antreten. Hegering, die damals nach ihrem Abschied von den Bayern ihre erste Saison in Wolfsburg absolvierte, spielte an diesem Tag nur die letzten sechs Minuten. Seitdem aber hat sie sich zu einer wichtigen Verteidigerin im Verein entwickelt und entschied sich im vergangenen Sommer, nicht wie geplant in den Trainerstab zu wechseln, sondern eine weitere Saison zu spielen.
Im Jahr 2009 stand Hegering als Teenagerin in Hin- und Rückspiel auf dem Platz, als Duisburg gegen Zvezda-2005 die letzte Ausgabe des UEFA-Frauenpokals gewann, bevor dieser zur Champions League wurde (sie wurde zwischen den beiden Spielen 19 Jahre alt). Ihr Auftritt im Finale 2023 ist der einzige weitere Auftritt der ehemaligen deutschen Nationalspielerin in einem Finale in ihrer oft von Verletzungen geprägten Karriere. Aber ihre Erfahrung, ihre Führungsqualitäten und ihr Können werden genau das sein, was Wolfsburg braucht, um Barcelona auszuschalten.
Lindsey Heaps (Lyon)
Selbst für die Verhältnisse der amerikanischen Mittelfeldspielerin war es eine denkwürdige Saison, und das nicht nur, weil die Spielerin, die früher als Lindsey Horan bekannt war, Ende Dezember geheiratet hat. Nachdem sie die USA als Kapitänin zu Olympia-Gold in Paris im vergangenen August geführt hatte, spielte sie eine erfolgreiche Saison in der Première Ligue. Für Lyon ist sie weiterhin immens wichtig, spielt oft hinter der Stoßstürmerin. In den dreieinhalb Spielzeiten für Lyon strebt sie schon ihr drittes Champions-League-Finale an.
Im Viertelfinale warten die Bayern zunächst in München. Aber sie hat in dieser Saison bereits in Wolfsburg einen Elfmeter verwandelt und ist zur Spielerin des Spiels gewählt worden. Aus dem Spiel heraus und bei Standardsituationen ist sie eine große Gefahr für die Gegnerinnen.
Khadija Shaw (Manchester City)
Wie groß der Einfluss der jamaikanischen Stürmerin bei ManCity ist, konnte man spüren, als Shaw im Dezember und Januar verletzte fehlte, und City in eine keine Krise schlitterte. Das Team erlitt sowohl in der heimischen Liga als auch in der Champions League empfindliche Niederlagen, als man durch ein 0:3 gegen Barcelona den ersten Platz in der Gruppe verlor und damit im Viertelfinale nicht gesetzt war. Vor dem Duell mit dem englischen Rivalen Chelsea ist Shaw aber wieder zurück im Team.
Das ist die Spielerin, die am ersten Spieltag im Oktober den Sieg gegen Barcelona sicherte und im Februar letzten Jahres das einzige Tor beim 1:0-Auswärtssieg von City gegen Chelsea in der Liga erzielte. Chelsea gewann den Titel aufgrund der besseren Tordifferenz vor Shaw und Co. Obwohl die 28-Jährige bei der Niederlage ihres Teams an der Stamford Bridge im November leer ausging, war sie eine ständige Gefahr. Sie könnte der Schlüssel sein, wenn City das erste Champions-League-Halbfinale seit sieben Jahren erreichen will.