UEFA Women's Champions League Halbfinal-Rückspiele: Spielerinnen im Fokus
Montag, 24. April 2023
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Wir werfen einen Blick auf vier Schlüsselspielerinnen, die mit ihren Teams das Finale in Eindhoven erreichen wollen.
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Vor den Halbfinal-Entscheidungen in der UEFA Women's Champions League beschäftigen wir uns mit vier Spielerinnen, die beim letzten Schritt zum Finale in Eindhoven eine wichtige Rolle spielen dürften.
Salma Paralluelo (Barcelona)
Caroline Graham Hansen markierte für Barcelona den spektakulären Treffer zum 1:0-Hinspielsieg bei Chelsea, viel Lob erhielt anschließend aber auch die 19-jährige Paralluelo, die über die linke Seite für viel Wirbel sorgte. Die ehemalige Hürdenläuferin gehört zu den schnellsten Spielerinnen des Wettbewerbs und glänzt auch mit ihrer guten Ballbehandlung und Effizienz im Abschluss.
Im Juniorinnen-Bereich wurde sie mit Spanien bereits Welt- und Europameisterin, nun schreibt sie auch im Vereinsfußball Schlagzeilen. In ihrer ersten Saison für Barcelona hat sie bereits zweistellig getroffen und sorgte im Viertfinale gegen die Roma für das Siegtor im Stadio Olimpico.
Guro Reiten (Chelsea)
Wenn Chelsea das Duell gegen Barcelona noch drehen will, käme eine erneute Topleistung von Reiten sehr gelegen. In der ersten Halbzeit des Hinspiels in London zeigte sie im Angriff ein sehr gutes Zusammenspiel mit Sam Kerr.
Kerr und Lauren James werden immer wieder genannt, wenn es um die Leistungsträgerinnen bei Chelsea geht, doch Reiten ist mittlerweile ebenfalls kaum noch wegzudenken. Im Viertelfinale erzielte sie auswärts gegen Titelverteidiger Lyon ein ganz wichtiges Tor auf dem Weg ins Halbfinale.
Jen Beattie (Arsenal)
Arsenal hatte vor dem Halbfinal-Hinspiel gegen Wolfsburg mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen und als man am Sonntag früh mit 0:2 in Wolfsburg in Rückstand geriet, drohte bereits eine Vorentscheidung in diesem Duell. Allen voran war es Beattie, die mit ihren Führungsqualitäten, ihrer Kopfballstärke und ihrer Erfahrung die Wende einleitete. Anschließend wurde sie zur Spielerin des Spiels ernannt.
Beattie war in beiden Spielen dabei, als Wolfsburg im Halbfinale 2012/13 gegen Arsenal gewann. Damals wurde sie aber vorwiegend als Stürmerin eingesetzt, mittlerweile ist sie in der Innenverteidigung zu finden. Nach ihrer überstandenen Krebserkrankung ist sie nicht nur Stammspielerin, sondern hat für die verletzte Leah Williamson in Wolfsburg auch die Rolle als Anführerin übernommen und ihren Stellenwert im Team eindrucksvoll zementiert.
Jill Roord (Wolfsburg)
Letztes Jahr war es ausgerechnet die ehemalige Arsenal-Akteurin, die Wolfsburg im Viertelfinale gegen die Gunners mit einem Tor zum Sieg verhalf. Anschließen traf sie auch in beiden Halbfinals gegen Barcelona, trotzdem reichte es für Wolfsburg nicht ganz zum Finaleinzug.
Dieses Mal wollen die Wölfinnen unbedingt den letzten Schritt gehen und setzen dabei große Hoffnungen auf die Niederländerin. Roord bringt für Wolfsburg nicht nur ihre Torgefahr ein, sondern kann auch als Organisatorin im zentralen Mittelfeld eine Stütze sein. Im Hinspiel musste sie dort die verletzte Lena Lattwein vertreten, im Rückspiel könnte sie aber wieder hinter der Sturmspitze Ewa Pajor agieren.