Norwegische Spielerinnen vor Heimfinale in der Women's Champions League
Donnerstag, 21. Mai 2026
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Ingrid Engen, Caroline Graham Hansen und Ada Hegerberg hoffen auf einen Einsatz im Finale der Women's Champions League in ihrer norwegischen Heimat.
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Gleich drei Nationalspielerinnen Norwegens stehen vor einem besonderen Abend: Im Finale der UEFA Women's Champions League werden die norwegischen Teamkolleginnen ausgerechnet im eigenen Land auf gegnerischen Seiten stehen.
Welche Rollen Barcelonas Caroline Graham Hansen sowie die beiden OL-Lyonnes-Spielerinnen Ada Hegerberg und Ingrid Engen am Samstag, den 23. Mai, in Oslo einnehmen könnten, ist Thema der neuesten Folge von Plugged In, präsentiert von Euronics.
Das Trio stand noch gemeinsam auf dem Platz, als Norwegen bei der UEFA Women's EURO 2025 das Viertelfinale erreichte – und alle drei haben die Women's Champions League bereits gewonnen.
Hegerberg will erneut Geschichte schreiben
"Jeder weiß, wie schwer es ist, diesen Titel zu gewinnen – und inzwischen ist es schon wieder eine Weile her, seit wir ihn zuletzt geholt haben. Der Hunger ist also genauso groß wie früher, weil es für mich persönlich der größte Wettbewerb überhaupt ist", sagte Rekordtorschützin Ada Hegerberg bereits während der K.-o.-Phase dieser Saison.
Endspiele der Women's Champions League nehmen ohnehin einen besonderen Platz in der Karriere der OL-Lyonnes-Stürmerin ein. Hegerberg traf in vier Endspielen, darunter mit einem Dreierpack im Finale 2019 gegen Barcelona. Nur Conny Pohlers erzielte mehr Tore in Endspielen als die mittlerweile 30-Jährige mit ihren sechs Treffern.
Hegerberg wuchs im norwegischen Sunndalsøra auf und spielte in ihrer Jugend für Kolbotn, ehe sie nach Deutschland zu Turbine Potsdam wechselte und dort erstmals internationale Erfahrung sammelte.
Der Ballon d'Or der Frauen 2018 ist nur eine von zahlreichen Auszeichnungen, die Hegerberg im Laufe ihrer Karriere gewonnen hat. Mit dem Klub, für den sie inzwischen mehr als 300 Spiele absolviert hat, nach Norwegen zurückzukehren, dürfte für die Stürmerin ein besonders emotionaler Moment werden.
Heimspiel für Graham Hansen
"Es wäre etwas ganz Besonderes, in meiner Heimatstadt und meinem Heimstadion um diesen Titel zu spielen", sagte Caroline Graham Hansen zu Saisonbeginn im Gespräch mit der UEFA.
Barcelona hat dieses Ziel erreicht – nun hofft die Flügelspielerin, rechtzeitig von ihrer Oberschenkelverletzung zurückzukehren, um im Finale in ihrer Geburtsstadt auflaufen zu können. Ihre Karriere hatte sie einst beim norwegischen Klub Stabæk im benachbarten Bærum begonnen.
Nach fünf erfolgreichen Jahren bei Wolfsburg, in denen sie zahlreiche nationale Titel gewann und auch ein Finale der Women's Champions League erreichte, entwickelte sich die 31-Jährige seit ihrem Wechsel 2019 zu einer der prägenden Figuren von Barcelonas Erfolgsära.
Engen trifft auf vertraute Gesichter
Nachdem Ingrid Engen die Women's Champions League 2023 und 2024 mit Barcelona gewonnen hatte, trifft sie nun nach ihrem Wechsel zu OL Lyonnes im vergangenen Sommer auf ihre ehemaligen Teamkolleginnen.
Gemeinsam mit ihrer norwegischen Nationalmannschaftskollegin Hegerberg jagt die 28-Jährige nun ihr viertes Finale in Folge.
Nach dem Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Arsenal sagte Engen: "Es ist etwas ganz Besonderes. Das Finale findet in meinem Land statt – das wird unglaublich. Seit ich wusste, dass in Oslo gespielt wird, habe ich davon geträumt."