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Kunst auf und neben dem Platz: Manchester Citys Mary Fowler im Gespräch mit dem neuen UEFA Women's Champions League Fanzine Queenzine

"Es klingt vielleicht etwas albern, aber je weniger ich mich um Fußball kümmere, desto besser spiele ich", erzählt die Spielerin von Manchester City und der australischen Nationalmannschaft dem neuen UEFA Women’s Champions League Fanzine Queenzine.

Mary Fowler: "Wenn ich nicht Fußball spielen würde, hätte ich mich wahrscheinlich im künstlerischen Bereich versucht."
Mary Fowler: "Wenn ich nicht Fußball spielen würde, hätte ich mich wahrscheinlich im künstlerischen Bereich versucht."

Mary Fowler zeigte sich begeistert von der Wahl des Drehorts, als sie in einer Töpferwerkstatt in Manchester mit dem neuen UEFA Women's Champions League Fanzine Queenzine sprach. Die australische Offensivspielerin von Manchester City ist auf und neben dem Platz ein kreatives Energiebündel.

Die 22-Jährige stellt ihr Talent weiterhin auf dem Platz bei City und in der australischen Nationalmannschaft unter Beweis und zeichnet zudem Porträts zum Geburtstag ihrer Freunde. Außerdem beginnt sie, ihre Leidenschaft für Töpfern und Fotografie zu entdecken – und sie scheint entschlossen, sich nach dem Ende ihrer aktiven Karriere verstärkt künstlerischen Tätigkeiten zu widmen.

Davon ist sie jedoch noch weit entfernt. Als eines von fünf Kindern ist Fowler ihrem älteren Bruder dankbar dafür, dass er ihr Interesse am Fußball geweckt hat. Sie wollte unbedingt in seine Fußstapfen treten, sodass die von Natur aus rechtsfüßige Fowler den Spielstil ihres linksfüßigen Bruders nachahmte – was ihr heute ermöglicht, beidfüßig zu spielen.

Nachdem sie auf Klubebene in Australien für Adelaide United (zusammen mit ihrer Schwester Ciara) spielte, wechselte Fowler im Februar 2020 nach Europa und unterzeichnete an ihrem 17. Geburtstag einen Dreijahresvertrag bei Montpellier in Frankreich. Im Juni 2022 wechselte sie dann zu City, und – wie sie selbst erklärt – sie schreibt es ihrer kreativen Arbeit abseits des Platzes zu, dass sie auf dem Platz immer wieder zu Höchstleistungen aufläuft.

Mary Fowler (links) feiert ein Tor für Australien
Mary Fowler (links) feiert ein Tor für AustralienGetty Images

Über ihren älteren Bruder, der sie zum Fußball brachte

Ich war als Kind total begeistert von ihm. Ich wollte alles so machen wie er. Seine Klamotten tragen, so laufen wie er, so spielen wie er, einfach alles. Ich war total wild, und er war total auf Fußball fixiert – und er war gut darin. Ich habe ihn in allem nachgeahmt – er hat mir wirklich sehr geholfen!

Wie sie durch ihre ältere Schwester wieder Interesse an der Kunst fand

Sie hat [mir auf einem alten USB-Stick einige Bilder gezeigt, die ich als Kind gemalt hatte, und] mich daran erinnert, wie kreativ ich damals war. Dann fragte sie mich, was ich in letzter Zeit künstlerisch gemacht hätte. Das brachte mich zum Nachdenken. Was mache ich eigentlich? Du kennst doch das Sprichwort: Wer es nicht nutzt, verliert es. Hätte ich nicht Fußball gespielt, hätte ich mich wahrscheinlich im künstlerischen Bereich versucht.

Ich fotografiere ständig. Als ich in Frankreich gelebt habe, habe ich in Montpellier gespielt und Fotos von einer meiner besten Freundinnen, Ash, gemacht. Sie liebt Mode, kleine Spaziergänge und das Fotografieren. Mir hat die Reaktion auf ein gutes Foto sehr gut gefallen.

Über die Bedeutung von Kreativität als Motivation

[Nach einem Sieg im Ligapokal gegen Arsenal] wurde ich gefragt: "Du bist in letzter Zeit wirklich in Topform, wie kommt das?" Ich lachte und sagte: "Oh, dank meiner Bastelarbeiten", und der Interviewer lachte ebenfalls, hielt das Mikrofon aber weiter hin, und ich meinte: "Nein, das war meine Antwort."

Es klingt vielleicht etwas albern, aber je weniger ich mich um Fußball kümmere, desto besser spiele ich. Wenn ich Fußball als meinen Job betrachte, kann ich meine Emotionen außen vor lassen, denn ich möchte an diesem Tag voll da sein und mich von meiner besten Seite zeigen.

Mary Fowler im Spiel gegen Barcelona
Mary Fowler im Spiel gegen BarcelonaPA Images via Getty Images

Über die Champions League mit Manchester City und die WM 2023 mit Australien

[In unserem ersten Gruppenspiel haben wir 2:0 gegen Barcelona gewonnen und] wir waren so gut eingespielt. Ich finde, unser Spielplan hat in jeder Hinsicht perfekt gepasst, und wir konnten ihn hervorragend umsetzen. Ich persönlich habe mich in diesem Spiel sehr gut gefühlt. Wir wollten schon seit so vielen Jahren in der UWCL spielen, und zu sehen, dass wir mit den besten Teams mithalten können, war ein großer Motivationsschub für uns.

Mary Fowler im Interview nach einem Spiel der Women's Champions League
Mary Fowler im Interview nach einem Spiel der Women's Champions League UEFA via Getty Images

Es ist wirklich unglaublich, wie viele Chancen ich bekommen habe, und dass [Australien] die Weltmeisterschaft zu Hause ausrichten konnte – wie hoch stehen denn bitte die Chancen, dass so etwas in meiner Karriere passiert? Das war schon ziemlich verrückt!

Darüber, was auf ihrer Bucket List ganz oben steht

Ganz oben auf meiner Bucket List steht, mir einen Van zuzulegen und durch Australien zu reisen. Es kommt zwar darauf an, ob man abseits der Straßen unterwegs ist, aber ich würde wirklich gerne mehr von Australien entdecken, vor allem die atemberaubende Natur dort.

Das würde ich gerne auch in Europa machen. Ich mag die Freiheit, mit dem Van zu reisen, sehr. Ich würde gerne wieder nach Frankreich fahren. Es hat mir dort sehr gut gefallen – wir haben einige kleine Gegenden erkundet – und die Architektur finde ich wirklich toll. Italien würde mir auch gefallen; ich würde gerne den Comer See sehen.

Dieses Interview stammt aus Ausgabe 2 von Queenzine, dem neuen Lifestyle-Fanzine für die Women's Champions League. Hier gibt es das Interview (auf Englisch)!