Wölfinnen weiter bissig
Sonntag, 19. Mai 2013
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Der VfL Wolfsburg hat sich eine Woche nach dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte auch den DFB-Pokal gesichert und darf weiter von einem historischen Dreifach-Triumph träumen.
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Der VfL Wolfsburg hat sich eine Woche nach dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte auch den DFB-Pokal gesichert und darf weiter von einem historischen Dreifach-Triumph träumen.
Das Team von Trainer Ralf Kellermann setzte sich in einem spannenden Finale in Köln mit 3:2 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam durch. Zweimal Martina Müller und Conny Pohlers trafen für die Wölfinnen, die nun am Donnerstag an der Stamford Bridge die Chance haben, gegen Titelverteidiger Olympique Lyonnais, die UEFA Women’s Champions League zu holen.
Gut 14 000 Zuschauer, darunter auch Bundespräsident Joachim Gauck, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Bundestrainerin Silvia Neid sahen eine zerfahrene Anfangsphase, in der beiden Teams ihre Nervosität deutlich anzumerken war.
Sekunden vor der Pause legte Pohlers den Ball mit der Hacke zur startenden Müller durch, Müller blieb cool und schob zum 1:0 für Wolfsburg ein. Nach der Pause schien die Partie in der 52. Minute entschieden, als Müller auf 2:0 erhöhte, zumal Pohlers schon drei Minuten später sogar das 3:0 gelang.
Doch Potsdam steckte nicht auf und kam nach einer Stunde durch Lisa Evans auf 1:3 heran, Yuki Ogimi sorgte mit ihrem Elfmetertor zum 2:3 nur wenige Minuten später für eine dramatische Schlussphase, in der beide Seiten noch mehrfach gute Chancen liegen ließen.
Sechs Minuten vor Schluss rettete dann der Pfosten bei einem Schuss von Ada Hegerberg für die schon geschlagene Torfrau Jana Burmeister und den Meister und Pokalsieger. "Mein altes Herz hätte es fast nicht mehr mitgemacht", scherzte Pohlers nach dem Abpfiff in einem TV-Interview. Und Burmeister meinte: "Das ist einfach genial. Es ist geil, den zweiten Titel geholt zu haben. Wenn wir so spielen wie heute, holen wir am Donnerstag den dritten Titel - wir hoffen jedenfalls darauf."