Olympique Lyonnais
Montag, 22. April 2013
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Präsident Jean-Michel Aulas von Olympique Lyonnais investierte stark in die Frauenmannschaft, die 2011 erstmals einen Europapokal gewinnen konnte und seitdem die dominante Truppe des Kontinents ist.
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Gegründet: 1970 (als FC Lyon)
Spitzname: Les Fenottes (Die Mädchen)
Bestes Abschneiden: Sieger 2011, 2012
Nationale Titel
• Meister: 11 (1991*, 1993*, 1995*, 1998*, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013)
• Pokalsieger: 4 (2003*, 2004*, 2008, 2012)
*als FC Lyon
Runde der letzten 32: PK-35 Vantaa 7:0 (A), 5:0 (H), Gesamt: 12:0
Achtelfinale: FK Zorkiy Krasnogorsk 9:0 (A), 2:0 (H), Gesamt: 11:0
Viertelfinale: FC Malmö 5:0 (H), 3:0 (A), Gesamt: 8:0
Halbfinale: FCF Juvisy Essonne 3:0 (H), 6:1 (A), Gesamt: 9:1
Geschichte
• Der FC Lyon wurde 1970 gegründet und gewann vier Meisterschaften und zwei französische Pokale, bevor man 2004 vom größten Club der Stadt übernommen wurde. Die großen Spiele finden nun im Stade de Gerland statt.
• Jean-Michel Aulas, der Präsident von Olympique Lyonnais, stellte für das Frauenteam große Ressourcen bereit und 2006/07 holte eine Mannschaft um die französischen Nationalspielerinnen Camille Abily, Sonia Bompastor und Sandrine Dusang sowie die Brasilianerinnen Simone und Katia die Meisterschaft.
• Dadurch nahm man erstmals am UEFA-Frauenpokal teil, wobei Lyon gleich das bis dahin beste Abschneiden einer französischen Mannschaft einstellte und bis ins Halbfinale vordrang, wo man nach Auswärtstoren und ungeschlagen gegen Umeå IK ausschied.
• In der damaligen Saison holte man auch das französische Double, bevor man bei der zweiten Europapokalteilnahme 2008/09 erneut ins Semifinale kam, wo man gegen den FCR 2001 Duisburg ausschied. Immerhin konnte man die Meisterschaft in Frankreich verteidigen.
• Noch besser lief es dann 2009/10 in der neuen UEFA Women's Champions League, als man sich gegen Umeå durchsetzte, ins Endspiel einzog und dort nach 120 torlosen Minuten in Getafe im Elfmeterschießen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam unterlag. Ein Jahr später besiegte man Potsdam im Endspiel von London mit 2:0 und feierte nach der fünften französischen Meisterschaft in Folge erstmals den Gewinn des Europapokals. 2012 verteidigte Lyon den Titel durch ein 2:0 gegen den 1. FFC Frankfurt in München.
Schlüsselspielerinnen
Im ganzen Kader gibt es eine große Menge an Qualität, darunter zahlreiche französische Nationalspielerinnen: Torhüterin Sarah Bouhaddi, die Abwehrspielerinnen Laura Georges und Sonia Bompastor, Mittelfeldspielerin Camille Abily, Spielmacherin Louisa Nécib sowie die Stürmerinnen Eugénie Le Sommer und Élodie Thomis. Dazu kommen internationale Klassespielerinnen wie die Stürmerinnen Lotta Schelin (Schweden) und Lara Dickenmann (Schweiz). Als ob das nicht genug wäre, wurden im Winter noch US-Flügelflitzerin Megan Rapinoe und die japanische Stürmerin Shinobu Ohno verpflichtet.
Trainer: Patrice Lair
Geboren am: 16. Juni 1961
Nationalität: Französisch
Aktive Karriere: Stade Briochin, US Avranches, Périgueux Foot, ES Arpajon-sur-Cère, US Saint-Malo, Trélissac FC, ESA Brive, Stade de Reims
Karriere als Trainer: Périgueux Foot B, US Saint-Malo B, USA Pouancé (Spielertrainer), RC Doué-la-Fontaine (Spielertrainer), Pouzauges AC (Spielertrainer), Trélissac FC U15/U17, ESA Brive B, Stade de Reims B (Co-Trainer), Angoulême Charentes FC (Co-Trainer), CS Villeneuve-Saint-Germain, Montpellier Hérault SC (Frauen), Espoirs de Savalou, Rwanda (Technischer Direktor), Olympique Lyonnais (Frauen)
Patrice Lair begann seine Karriere als Außenverteidiger bei seinem Heimatverein in Saint-Brieuc, bevor er in unteren Ligen Frankreichs spielte. Seine Laufbahn beendete er bei Stade de Reims und wurde dann direkt Trainer. Zuerst trainierte er nationale und internationale Jugendmannschaften, bevor er seine ersten großen Erfolge mit der Frauenmannschaft von Montpellier feierte.
Dort führte er den Verein in den zwei Jahren seiner Tätigkeit gleich in der ersten Saison ins Halbfinale des UEFA-Frauenpokals, was zu diesem Zeitpunkt das beste Abschneiden überhaupt für ein Team aus Frankreich war. 2010 wurde er Trainer in Lyon, wo er auf Farid Benstiti folgte und direkt wieder Erfolge feierte: Er verteidigte die Meisterschaft und gewann in seiner ersten Saison gleich den Europapokal, den er im Jahr darauf erneut holte.