UEFA Women's Champions League Live-Ergebnisse & Statistiken
Erhalten
UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

1. FFC Turbine Potsdam

Der Verein aus der ehemaligen DDR hat sich in den vergangenen Jahren mit dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR 2001 Duisburg um die Vorherrschaft im deutschen und europäischen Fußball gestritten.

Potsdam feiert das Erreichen des Endspiels nach einem Sieg gegen Duisburg im Elfmeterschießen
Potsdam feiert das Erreichen des Endspiels nach einem Sieg gegen Duisburg im Elfmeterschießen ©Sportsfile

Gegründet: 1955
Spitzname: Turbinen (Turbine)

Größter Erfolg im UEFA-Frauenpokal:
Sieger 2004/05

Nationale Titel
• Meisterschaft: 10 (1981*, 1982*, 1983*, 1985*, 1986*, 1989*, 2004, 2006, 2009, 2010)
• Pokal: 3 (2004, 2005, 2006)

*DDR-Liga

Runde der letzten 32: FC Honka Espoo 8:1 (A), 8:0 (H), Gesamt: 16:1
Achtelfinale: Brøndby IF 1:0 (H), 4:0 (A), Gesamt: 5:0
Viertelfinale: Røa IL 5:0 (H), 5:0 (A), Gesamt: 10:0
Halbfinale: FCR 2001 Duisburg 0:1 (A), 1:0 (H, n.V.), Gesamt: 1:1, 3:1 n. 11-m-Schießen

Geschichte
• Die BSG Turbine Potsdam wurde 1955 als Männermannschaft gegründet, erst 16 Jahre später unter Bernd Schröder - ein Angestellter des Energielieferanten, von dem der Verein ein Teil war - wurde eine Frauenmannschaft ins Leben gerufen.

• Sie gewann sofort die Bezirksmeisterschaft und war während der 80er-Jahre in der DDR das dominierende Team.

• Obwohl es in den frühen Jahren nach der Wiedervereinigung Probleme gab, wurde Turbine 1994 erstklassig, ehe sie in der Saison 1997/98 an der gerade eingeführten Frauen-Bundesliga teilnahmen.

• Die Frauenmannschaft löste sich 1999 aus dem Hauptverein heraus und wurde zum 1. FFC Turbine Potsdam, der bald zum führenden Verein wurde. 2002/03 wurde in der Partie gegen den 1. FFC Frankfurt in letzter Minute ein von Petra Wimbersky erzielter Treffer nicht anerkannt, sonst wären sie Meister geworden.

• Auch dank eines durchdachten Jugendsystems wurden bald die ersten Titel eingefahren, bereits in der Saison darauf wurde das Double geholt, während 2005 der UEFA-Frauenpokal gewonnen wurde. Ein Jahr später wurde das Finale gegen Frankfurt verloren, während gleichzeitig abermals das heimische Double gewonnen wurde. Nachdem sie 2008/09 abermals die Meisterschaft geholt hatten, erreichten sie das Finale der erstmals ausgetragenen UEFA Women's Champions League.

Schlüsselspielerinnen
Stürmerin Anja Mittag hat nahezu ihre gesamte Karriere in Potsdam verbracht. Sie ist eine gefährliche Angreiferin, die von Fatmire Bajramaj - im vergangenen Sommer vom FCR 2001 Duisburg verpflichtet -, Nadine Kessler und Jennifer Zietz unterstützt wird. Großer Rückhalt der Abwehr ist Babett Peter, die beim Gewinn der UEFA-Europameisterschaft für Frauen 2009 überzeugte.

Trainer: Bernd Schröder
Geboren: 22. Juli 1942
Nationalität: Deutsch
Spielerkarriere: Klubs in Leipzig
Trainerkarriere: 1. FFC Turbine Potsdam (zweimal), DDR-Frauennationalmannschaft

Schröder, die treibende Kraft hinter dem Erfolg der Potsdamer, war in seiner aktiven Zeit bei verschiedenen Vereinen in Leipzig Torhüter. 1971 wurde er der erste Trainer der Turbine-Frauen. Er führte die Mannschaft in den kommenden zwei Jahrzehnten zu sechs DDR-Meisterschaften. Außerdem trainierte er die Frauennationalmannschaft der DDR. Dies jedoch nur für ein Spiel, das am 9. Mai 1990 in Potsdam gegen die Tschechoslowakei mit 0:3 verloren wurde.

1991/92 trat er als Trainer zurück und wurde Potsdams Präsident. Doch während der ersten Frauen-Bundesliga-Saison 1997/98 war er abermals als Trainer tätig. Potsdam gehörte schnell zu den führenden Vereinen in Deutschland, so wurden Mitte der 2000er-Jahre zwei heimische Double sowie der UEFA-Frauenpokal gewonnen. Zudem wurden großartige Spielerinnen wie Mittag, Bianca Schmidt und Peter herausgebracht.