Siebter Pokal-Triumph für Frankfurt
Samstag, 19. April 2008
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DFB-Pokal der Frauen: Der 1. FFC Frankfurt drehte einen Rückstand gegen den 1. FC Saarbrücken noch in einen 5:1-Sieg, wobei sich Renate Lingor verletzte.
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1. FFC Frankfurt - 1. FC Saarbrücken 5:1
Der 1. FFC Frankfurt drehte einen frühen Rückstand gegen den 1. FC Saarbrücken noch in einen souveränen 5:1-Sieg, wobei sich Renate Lingor verletzte.
Paukenschlag zu Beginn
Die Rollen waren vor dem Anpfiff klar verteilt: Während die Hessinnen ihr zehntes Pokalfinale hintereinander begingen, stand Ligarivale Saarbrücken zum allerersten Mal im Pokalendspiel in Berlin. Die Partie begann mit einem gänzlich unerwarteten Paukenschlag: Natalie Budge, die zuvor noch auf der Linie gegen Kerstin Garefrekes klären konnte, brachte den Außenseiter aus Saarbrücken nach einer Flanke per Linksschuss schon nach vier Minuten in Führung.
Lingor vergibt Strafstoß
Lingor vergab nach zwölf Minuten die ganz große Chance auf den Ausgleich, als sie bei einem Strafstoß an Saarbrückens Torhüterin Romina Holz scheiterte. Das 1:1 der dominanten Frankfurterinnen fiel aber dann doch nach 22 Minuten durch Petra Wimbersky – mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
Frankfurt entscheidet das Spiel
Danach machte der 1. FFC Frankfurt innerhalb von neun Minuten alles klar: Conny Pohlers erzielte nach Eckball per Kopf erstmals die Führung für den Favoriten (50.), Garefrekes vollendete eine schöne Kombination aus kurzer Distanz zum 3:1 (54.) und erneut Pohlers zerstreute jegliche Restzweifel mit dem 4:1 (59.). Der Schlusspunkt war Birgit Prinz vorbehalten, die nach 75 Minuten nach feinem Solo im Nachschuss zum 5:1 traf. Spielmacherin Lingor musste zwei Minuten zuvor mit dem Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ausgewechselt werden, was die Freude über den siebten Pokaltsieg des 1. FFC Frankfurt etwas dämpfte.
"Gutes Gefühl"
"Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl", sagte Frankfurts Prinz nach dem Abpfiff. "Selbst nach dem verschossenen Elfmeter hatte ich nie das Gefühl, dass das heute hier schief gehen könnte. Auch im UEFA-Pokal lagen wir ja schon öfters zurück." Sturmkollegin Conny Pohlers ergänzte: "Der Trainer hat uns zur Halbzeit etwas aufgerüttelt, aber auch ich hatte nicht das Gefühl, dass wir verlieren würden. Saarbrücken hat es verdient, im Finale zu stehen und hat das in der ersten Halbzeit auch gezeigt."