Hochstrasser weist Schweizer Weg zum Erfolg
Donnerstag, 23. Juni 2011
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Xavier Hochstrasser und die Schweizer U21-Nationalmannschaft stehen noch einen Schritt vom ersten U21-Europameistertitel entfernt. UEFA.com lässt sich von ihm die Stärken des Schweizer Teams erklären.
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Der Schweizer Fußball ist im Begriff sein Image zu ändern. Nach dem ziemlich überraschenden Titelgewinn bei der FIFA-U17-Weltmeisterschaft in Nigeria 2009 etablieren sich die jungen Spieler der Eidgenossen zusehends und stehen nun kurz davor, auch bei der UEFA-U21-Europameisterschaft 2011 für Furore zu sorgen.
Pierluigi Tamis aktuelle Mannschaft setzt sich zum einen aus Spielern des U17-Weltmeisterteams zusammen und zum anderen aus einer etwas älteren Generation, von denen bereits vier bei den Senioren in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 gegen England in Wembley aufgelaufen sind. Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Innocent Emeghara und Admir Mehmedi hatten alle ihren Anteil am starken 2:2 gegen die Three Lions.
Xavier Hochstrasser, der bei der Endrunde im Halbfinale gegen die Tschechische Republik zu seinem zweiten Einsatz kam, erklärte für UEFA.com das Schweizer Team.
Abwehr
Yann Sommer ist ein sensationeller Spieler, er ist unser Torwart und Kapitän. Er musste noch keinen Ball aus dem Netz holen und ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so. In der Qualifikation habe ich meistens mit Jonathan Rossini zusammengespielt, ein guter Mann. Auch Timm Klose liefert bei diesem Turner wie immer eine starke Leistung ab. Er ist einer unserer Schlüsselspieler in der Defensive. Ein weiterer Faktor sind die Außenverteidiger Philippe Koch und Gaetano Berardi, sie müssen offensiv spielen und Druck machen, ein bisschen so wie beim FC Barcelona. Natürlich will ich uns nicht mit den Katalanen vergleichen, aber es macht unsere Offensive variabler. Wir haben eine Menge guter Verteidiger, auch auf der Bank.
Mittelfeld
Im zentralen Mittelfeld geben Fabian Lustenberger und Xhaka den Takt vor, hier werden Spiele gewonnen und verloren. Es liegt an ihnen, den Ball auf die Flügel oder in die Spitze zu verteilen. Natürlich dürfen sie dabei auch die Defensive nicht vernachlässigen. Insgesamt haben wir schon einige Freiheiten im Mittelfeld, aber es müssen immer alle Positionen besetzt sein, das gilt auch für die Flügel mit Emeghara, Fabian Frei und Shaqiri. Auf diesem Niveau müssen alle elf Spieler nach vorne und nach hinten arbeiten. Natürlich gibt es hier Unterschiede, Ausnahmespieler wie Shaqiri müssen nicht ganz so defensiv denken, wie der Rest, aber ganz frei von Defensivaufgaben ist auch er nicht. Er muss uns helfen, da wir auch sehr viel für ihn arbeiten.
Sturm
Unsere Stürmer Mehmedi, Mario Gavranović oder Nassim Ben Khalifa müssen ständig in Bewegung sein, da sie meistens auf sich allein gestellt sind. Hierbei kommt es sehr auf die offensiven Mittelfeldspieler und die Flügelpositionen an, die sie unterstützen müssen. Der Stürmer muss den Ball halten können, damit das ganze Team weiter aufrücken kann und wir Abwehspieler näher an der Mittellinie verteidigen können.