Shaqiri will im Finale ein Märchen schreiben
Mittwoch, 22. Juni 2011
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Xherdan Shaqiri, der Spieler des Tages, gab das Lob nach dem Sieg der Schweiz gegen die Tschechische Republik an sein Team weiter. Er glaubt fest daran, im Endspiel auch Spanien schlagen zu können.
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Xherdan Shaqiri möchte im Endspiel der U21-Endrunde mit der Schweiz nun ein Märchen zu Ende schreiben. Nach dem Halbfinalsieg gegen die Tschechische Republik spielen sie am Samstag gegen Spanien.
Die Mannschaft von Pierluigi Tami hat nach dem 1:0-Sieg gegen die Tschechische Republik nicht nur alle vier Spiele gewonnen, sondern als einziges Team in Dänemark noch keinen Treffer kassiert. Allerdings mussten die Fans bis sechs Minuten vor dem Ende der Verlängerung auf das erlösende Tor von Admir Mehmedi warten.
Nun steht nur noch Spanien zwischen der Schweiz und dem ersten Titel bei einer U21-Europameisterschaft. Und Spielmacher Shaqiri glaubt, dass es seine Mannschaft packen kann. "Warum sollten wir es nicht schaffen? Wir haben ein sehr gutes Team", sagte der 19-Jährige. "Wir haben das Potenzial, um Spanien zu schlagen. Wir sind nicht die Favoriten, deshalb können wir im Finale frei aufspielen. Es ist eine wichtige Sache für uns, im Endspiel zu stehen. Das ist eine großartige Gelegenheit. Ich denke, dass die ganze Schweiz sich auf dieses Spiel freut. Wir wollen ein Märchen schreiben."
Die Schweiz war der verdiente Sieger, auch wenn es ihnen in Herning die massierte Abwehr der Tschechen schwer machte. In der regulären Spielzeit hatte Shaqiri die beste Chance, als er den Pfosten traf.
Der Star des FC Basel 1893 sagte: "Wir waren klar die bessere Mannschaft, wir hatten mehr Ballbesitz und haben mehr versucht. Ich denke, dass wir am Ende des Spiels verdient ins Finale eingezogen sind."
Die Nummer 10 wurde wegen der starken Leistung zurecht mit dem Carlsberg Spieler des Tages-Preis ausgezeichnet, für ihn schon fast eine gewohnte Ehrung. "Es ist das zweite Mal, dass ich einen dieser wunderbaren Pokale gewonnen habe, vielleicht ist es jetzt an der Zeit, einen an die Mannschaft weiterzugeben. Das Team ist am wichtigsten, wir haben ein gutes Team. Wir haben es zusammen geschafft, und wir haben uns das Recht verdient, im Finale zu stehen."
Verteidiger Timm Klose, der schon in Gedanken beim Elfmeterschießen war, sagte, dass die Schweiz das Glück habe, über Spieler zu verfügen, die den Unterschied ausmachen. "Es gibt immer einen Spieler, der den Unterschied zwischen zwei Mannschaften ausmacht", sagte der 23-Jährige. "Diesmal war es Mehmedi, beim nächsten Mal wird es Shaqiri sein. Wir haben auch [Innocent] Emeghara. Das sind gute Spieler, und manchmal sorgen sie mit schönen Aktionen für den Unterschied. Wir müssen unseren Job in der Abwehr machen, sodass sie ihren Job im Angriff erledigen können."
Noch nie bei einer U21-Endrunde ist eine Mannschaft in ein Endspiel eingezogen, ohne einen Gegentreffer kassiert zu haben. Und noch einen Meilenstein hat die Schweiz erreicht: Erstmals seit 1928 in Amsterdam haben sie sich wieder für die Olympischen Spiele qualifiziert. Torhüter und Kapitän Yann Sommer fasste die Freude im Lager seiner Mannschaft zusammen, wenn er sagt: "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, bei der EURO zu spielen und kein Tor zu kassieren, es bis ins Halbfinale zu schaffen und sich dann für die Olympischen Spiele und das Finale zu qualifizieren. Das ist gewaltig, mehr kann ich nicht sagen."